Der Triumph Spitfire war schon zu seinen Hochzeiten eine Legende – auch wegen des mitunter grottigen Verarbeitung, die dem späteren Spitfire Mk 4 sogar die goldenen Zitrone des ADAC einbrachte.

Leichtbau: Die Hörner der fehlenden Stoßstange müssen bei diesem Spitfire reichen ©autorild.de
Doch bis der Triumph Spitfire diese zweifelhafte Auszeichnung erhielt, mussten noch einige Jahre vergehen. Am Anfang der Spitfire-Historie stand wenig überraschend der Spitfire Mk 1, auch bekannt als Spitfire 4. Und mit seinem Erschienen entschuldigte sich Triumph auf einzigartige Weise dafür, dass der Spitfire nie als Qualitätswunder geplant war – dann nämlich hätte der Spittie wohl kaum eine derart große Motorhaube bekommen, die mit den länglichen Verschlüssen kurz vor den Türen fixiert wird.

Denn die Hauben-Kotflügeleinheit gibt nach vorn geklappt wie beim Jaguar E den ganzen Vorderwagen des Spitfire frei, und zum Schrauben kann auf einem der dann freiliegenden Reifen Platz genommen werden.

Neben den Türverkleidungen fehlt bei diesem Triumph Spitfire augenscheinlich auch das Verdeck ©autorild.de

Der Spitfire fordert seine Fahrer

Einen Triumph Spitfire kaufen wollte jedoch so mancher, da der Triumph wie seine Hauptkonkurrenten MG Midget und Austin-Healey Sprite äußerst volksnah positioniert war: 45.753 Einheiten der günstigen Triumph Roadster fanden von Oktober 1962 bis December 1964 ein neues Heim. Sofern der Käufer ob seines neuen Erwerbs nicht übermütig wurde: Die hintere Pendelachse an einer Querblattfeder ließ den Spitfire bei höheren Geschwindigkeiten leicht übersteuern. Wer das nicht wusste, fuhr leicht in den nächsten Graben. Zu rasant war der Triumph Spitfire 4 aber nicht: Beim Sprint von 0 auf 100 km/h vergingen mäßig aufregende 19 Sekunden, das Spitzentempo lag bei ordentlichen 146 Sachen.

Front vom Triumph Roadster - noch ohne British Leyland Plakette ©autorild.de

Triumph Spitfire hat unspektakuläre Basis

Der Spitfire war wie andere Classic Cars seiner Ära mit 740 kg Leergewicht vergleichsweise leicht, sodass die 60 SP und 91 Nm Drehmoment des 1.1-l-Reihenvierers nicht allzu teuer kamen: Die die beiden SU-Vergaser flossen rund 9,5 Liter Super-Benzin. Dieser leicht optimierte Triumph Motor entstammte dem biederen Kompaktwagen Triumph Herald, der auch Rahmen und Fahrwerk spendete. Die Kraftübertragung an die Hinterräder oblag einer Viergang-Handschaltung, die gegen Aufpreis mit einem spritsparenden Overdrive versehen werden konnte. Dann ging der stets an Bord befindliche Drehzahlmesser auch nicht so schnell in den roten Bereich, was dem tendenziell unsportlichen Triebwerk natürlich zugute kam.

Schriftzug am Heck des Spitfire 4 ©autorild.de

Triumph Roadster in Gefahr

Vorliegender Triumph Spitfire Mk1 ist übrigens nicht vollständig – die hinteren Stoßstangenecken verbessern durch ihre Abwesenheit das Leistungsgewicht. Gleichwohl ist zu erkennen, dass das linke Montegeloch des Spitfire rostet. Hier ist rasches Handeln angesagt, bevor sich die braune Pest im ohnehin rostgefährdeten Triumph Roadster häuslich niederlassen kann. Dafür wäre der Oldtimer definitiv zu schade, denn gelassenes Fahren mit heruntergeklapptem Verdeck erlaubt das bodenständige Triumph Auto immer noch.

Rule Britannia: Jaguar XJS

Rule Britannia: Ford Anglia Estate

Rule Britannia: Jaguar XKR-S

Rule Britannia: Triumph Spitfire

Rule Britannia: Reliant Scimitar GTE

Rule Britannia: MG Midget

Rule Britannia: Rolls Royce Siver Shadow

Rule Britannia: Range Rover Evoque

Rule Britannia: Rover P6

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