Warum den Kleinwagen-Markt den Billigmarken Austin und Morris überlassen? Lieber selbst mitmischen, beschloss die Triumph Motor Company, die für bürgerliche und vor allem größere Fahrzeuge bekannt war.  

Die mittig heruntergezogene Haube des Vitesse lässt den Triumph Herald böser blicken ©autorild.de
Der Triumph Herald kam bereits im Jahr 1959 in den Handel und begeisterte konservative Kleinwagen-Kunden,

die sich keineswegs einen frontgetriebenen Austin Mini zulegen wollten, den Morris Minor optisch aber doch zu altbacken fanden. Zudem war der Herald in zahlreichen Varianten, darunter als Kombi und als Cabrio verfügbar. Auch wurde Hecktriebler mit Starrachse als ausreichend sportlich angesehen, um dem Triumph Spitfire seinen Rahmen zu leihen. Die in einem Stück nach vorn abklappbare Front des Classic Cars übernahm der Spitfire selbstverständlich gleich mit.
Der Herald Estate macht es vor, der VW Polo 86C es nach: Steilheck mit großer Klappe ©autorild.de

Der Vitesse kleidet den Herald neu ein

Im August 1967 wurde der Triumph Herald 13/60 eingeführt, was mit einer umfangreichen Modellpflege einherging. Die Front erhielt mehr Pep durch die Übernahme der Motorhaube des Triumph Vitesse mit breitem Lamellengrill. Allerdings blieb es beim Herald bei zwei Frontscheinwerfern, was dem Triumph Oldtimer zu einem kraftvollen und modernen Auftritt verhalf. Die nicht retuschierten Heckflossen machten da einen weit weniger zeitgemäßen Eindruck. Das Innenraum wurde gründlich überarbeitet, ein weiterhin hölzernes Armaturenbrett mit neu positionierten Schaltern hielt Einzug.

Triumph Herald ersatzlos gestrichen

Der Vierzylinder-Benziner vom Triumph Oldtimer wurde auf 1296 cm³ aufgebohrt und mit einem Stromberg-Vergaser versehen, was die Leistung auf 61 PS steigerte. Scheibenbremsen vorn wurden serienmäßig. In dieser Version wurde der Herald bis 1971 produziert, laut Triumph Herald-Vitesse-IG in 17.118 Einheiten. Obwohl der Triumph Herald 13/60 Estate bei Einführung keineswegs taufrisch war, fand er also schon einige Kunden. Die Controller von British Leyland mussten den Triumph Estate und die restlichen Herald-Versionen aber aus dem Portfolio streichen, da er etwa der arbeitsintensiven Fertigung wegen Verluste einfuhr. Einen adäquaten Ersatz blieben sie schuldig.

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