Agile Mittelklasse-Modelle gehörten seit jeher zu den Träumen junger Bleifüße. Das wussten ab den 60ern auch die Hersteller und sahen zu, diese Wünsche zu erfüllen. Auch auf der Insel lief es beim Triumph Dolomite Sprint nicht anders.

Der Triumph Dolomite Sprint machte Vierventiltechnik erschwinglich ©autorild.de

Optisch war der 1971 präsentierte Triumph Dolomite markant und nicht unmodern, und auch unter der Haube hatte es die britische Edelschmiede nicht schleifen lassen:

Basistriebwerk war zum Marktstart im Herbst 1972 ein Neunzehnhunderter mit 91 PS. Um da mitzuhalten, mussten die Nachbarn einiges in ihre Ford oder Vauxhall reinstecken. Die BMW- und Alfa-Käufer waren von dem spritzigen Hecktriebler jedoch in keiner Weise beeindruckt, doch gerade diese solventen Kunden galt es in die Showrooms der Triumph Händler zu ködern. Also sorgten die Verantwortlichen bei British Leyland für mehr Power und zunächst ausschließlich mimosengelben Außenlack, schon war er 1973 fertig, der neue Triumph Dolomite Sprint. Wobei „schon“ dem Aufwand am Motor nicht gerecht wird...

Iso Grifo? Oder doch Firebird? Das Dolomite-Topmodell war den 1960ern verhaftet ©autorild.de

Der Triumph Dolomite Sprint verbreitete die Vierventiltechnik

Triumph hatte es sich beim Dolomite Sprint nicht nehmen lassen, mit einem auf zwo Liter erweiterten Hubraum und einem komplexen Vierventilkopf für Feuer zu sorgen. Dergestalt gedopt, mobilisierte der von zwei Vergasern reichlich gefütterte Vierzylinder 129 PS bei 5.700 Umdrehungen und stramme 166 Nm Drehmoment bei 4.500 Touren. So ließ sich der Triumph Oldtimer mal eben in 8,4 Sekunden von 0 auf 96 km/h pfeffern und aufs exakt doppelte Tempo weiter beschleunigen. Da tat man gut, seinen viergang-versehenen 16V-Flitzer mit dem bis 1975 optionalen Overdrive zu ordern, denn das eher hohe Drehzahlniveau ging im Triumph Dolomite Sprint neben Verbrauchswerten von mehr als 14 Litern auch mit gewisser Lärmentwicklung einher. 

Die hochwertigen Schilder am Heck bezeugten den Edelanspruch von Triumph ©autorild.de

Die Basis des Dolomite Sprint hatte schon einige Jahre auf dem Buckel

Vorliegender Triumph Dolomite Sprint ist indes ab 1975 gebaut worden, denn zuvor waren die Spiegel auf den Kotflügeln montiert. Nun war auch der Overdrive genauso serienmäßig wie zuvor bereits das Vinyldach, der Frontspoiler und das tiefergelegte Fahrwerk. Für eine Bauzeit ab dem Folgejahr sprechen die Vordersitze mit Kopfstützen. Davon waren auch die Triumph-Kunden begeistert, denn 1976 orderten sie das Dolly-Topmodell 4.035 mal, knapp 500 Einheiten mehr als noch im Vorjahr. Bis zur Produktionseinstellung 1980 überzeugte der Dolomite Sprint 22.941 Heißsporne, doch zuletzt brachen die Verkäufe ein: Die bei 244 cm Radstand 416 cm lange, 137 cm hohe und 158 cm breite Karosserie basierte auf der des 1965 lancierten Triumph 1300. Und das war selbst den leidgeprüften Briten zuviel.

Dank 130 PS bekam man vom Triumph Oldtimer meist das kantige Heck zu sehen ©autorild.de

Das Vinyldach war beim Dolomite Sprint Standard ©autorild.de

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