• MG MGA: Neubeginn mit Feuer

    Bei MG hörte die Vorkriegszeit erst 1955 auf – denn so lange wurde der 1936 lancierte Vorgänger des MGA namens TF 1500 Midget gebaut. Und der sah gegen MG MGA noch älter aus, als er es ohnehin war.

    Die Türen des MG MGA lassen sich nur von innen öffnen ©autorild.de

    Der MG MGA trug wie sein Vorgänger TF die Karosserie über dem separatem Rahmen und verfügte wie der MG Magnette über den BMC-B-Motor, dessen Kraft ein Vierganggetriebe mit Mittelschaltung an die Hinterräder leitete. Vorne wies der MG Sportwagen eine moderne Einzelradaufhängung an Querlenkern und Schraubenfedern,

  • MG MGB GT: Das knallrote Gummiboot

    1962 eingeführt, erfreute sich der MG B Roadster genauso wie die 1965 nachgereichte Coupé-Version MG MGB GT kräftiger Nachfrage. Optisch und fahrdynamisch entwickelten siech die Dinge für beide MG Modelle indes nicht zum Besseren.

    Zum Gummiboot wandelte sich der MG Sportwagen 1974 ©autorild.de

    Grund für die Verschlechterung der MG Sportwagen waren neue Zulassungsvorschriften im wichtigen Exportmarkt USA:

  • MG Midget: Der Rennzwerg von Leyland

    Im MG Midget müssen die Fahrgäste auf ungefähr alles verzichten; nur Fahrspaß und Frischluft gibt es im Free Refill. Damit kultivierte der knapp bemessenen MG Roadster das Offenfahren auf seine ganz eigene Weise.

    Klassische Frontgestaltung des MG Midget: große Scheinwerfer, flache Haube ©autorild.de
    Der MG Midget war der klassische Einstiegs-Sportwagen für Jedermann – der MG Roadster war weitaus günstiger als der größere MGB. Wer jedoch das kleinere MG Auto an der richtigen Stelle – unter der Haube – optimierte hatte jedoch die Möglichkeit, den MGB abzuhängen. Im vorliegenden Midget Mk IIImit abgesenkter Front wie beim Ford Anglia tat der Vierzylinder aus dem Mini Dienst – und wer sich die Mühe machte, den Kopf des Mini Cooper S zu transplantieren, dem winkten beachtliche Fahrleistungen.

  • MGB GT – besser mit Dach

    Der MGB GT strafte alle jenen lügen, die da behaupteten, dass ein sportliches Auto dachlos zu sein habe: Der MG MGB mit Stoffverdeck war acht km/h langsamer.

    Dem MGB GT gelang sowieso beinahe alles besser, was sein Oben ohne-Bruder wenig galant, doch knorrig-solide erledigte: Obgleich ein wenig schwerer, machte das MG Coupe acht km/h mehr Spitzengeschwindigkeit als der offene MG MGB – 168 Sachen standen final auf dem Tacho. Zudem profitierte der MGB GT durch den geschlossenen Aufbau in punkto Karosserie-Steifigkeit und Gewichtsverteilung. Nur bei der Beschleunigung hatte der MG Roadster mit 11 Sekunden geringfügig die klassische Sportwagen-Nase vorn. Das war zur Markteinführung mehr als ordentlich, zur Produktionseinstellung 1980 immer noch akzeptabel.

  • V8-Power im MGB Coupé

    Der potente MGB GT V8 debütierte Anfang 1973. Diese MGB-Variante ähnelte den Fahrzeugen, die der Tuner Ken Costello hergestellt hatte. Mit dem kleinen V8 Coupé konnte man sich überall sehen lassen.

    Übermäßig dynamisch wirkt er nicht, doch ist der MGB GT einiges zu leisten imstande ©autorild.de
    Beim Motor des MGB GT V8 ging MG keine Risiken ein und setzte auf den 3,5-l-V8 von Rover, der erstmalig in den Rover P5B zum Einsatz kam – Costello hatte gar ein 180 PS-Triebwerk in das MG Coupé gesteckt. Das Aggregat vom 1961er BuickSpecial mit der A-Plattform und dem ersten OldsmobileF-85 glänzte mit 144 kg Trockengewicht als leichtester Serien-V8-Motor der Welt.