• 1962 Auto Union 1000 Universal: Als Avant Zukunftsmusik war

    Mit dem Auto Union 1000 trat Anfang 1958 der vorletzte westdeutsche Serienwagen mit Zweitaktmotor an. Der war noch salonfähig, wie allein 171.008 Limousinen und Coupés bestätigten.

    Der Auto Union 1000 Universal fand in fünf Jahren 16.421 Kunden ©autorild.de

    Der Auto Union 1000 als Nachfolger des DKW 3=6 war der einzige Pkw der Auto Union,

  • Barkas – das Ostpendant zum VW Bully

    Einen Barkas B1000 kaufen kann man privat heuet noch erheblich eher. Im Gegensatz zu den für die genossen gedachten DDR Autos Trabi und Wartburg blieben Kleinbus, Pritsche und Co. jedoch zu allermeist in Staatsbesitz.

    Das Design des Barkas B1000 war zur Einführung durchaus modern ©autorild.de
    Als der Barkas 1961 die Nachfolge des Haubenschnauzers Framo antrat, war der Fortschritt klar zu erkennen. Einem Nutzfahrzeug Frontantrieb zu verpassen, war indes eine höchstens bei Renault und Citroen akzeptierte Lösung. Doch dank der fehlenden Kardanwelle konnte der Ladeboden beim Barkas B1000 schön niedrig gehalten werden.

  • Besser als neu: Wartburg 353

    Die Reihen des Wartburg 353 wurden bereits kurz nach der Wende stark ausgedünnt. Doch wie auch der Trabant erfreut sich der Wartburg eines wachsenden Fankreises, was auch zu  Ergebnis hat, dass man mal eine derart liebevoll gerichteten Wartburg Tourist vor die Linse bekommt.

    Zahlreiche Individualisierungen am Wartburg 353 W ©autorild.de
    Dass der Wartburg 353 zunehmend Freunde findet, liegt vor allem an der wachsenden Anzahl der Fahrzeuge, die alt genug für eine H-Zulassung sind. Denn müsste der bläulich ausatmende Wartburg Motorregulär besteuert werden, sähe es schlecht für die 353-Eigner aus.

  • DKW Monza: Sportlich statt spießig

    Die Devise hinter dem DKW Monza lautete: Gutes kann noch besser werden. Denn das DKW Coupé war zahlreichen Siegen mit der F91 Sonderklasse im europäischen Tourenwagen- und Rallyesport von 1954 und 1955 zu verdanken. 

    Dieser Monza kommt mit Massholder-Front und Dannenhauer-B-Säule ©autorild.de

    Was dem DKW F91 klar fehlte,

  • Glas Goggomobil TS: Auto statt Ei

    Wer nicht länger auf dem Motorrad nass werden wollte, kaufte sich einen Kleinstwagen á la Goggomobil. So das Kalkül der Hans Glas GmbH aus Dingolfing. Waren zwei vollwertige Sitze im Fond verzichtbar, lockte auch das Coupé vom Typ Goggomobil TS.

    Mit 124 cm baute das Goggomobil TS sportlich-flach ©autorild.de

    Sein Debüt gab der Glas Kleinstwagen 1954 in Köln auf der Internationalen Fahrrad- und Motorrad-Ausstellung;

  • Melkus RS 1000: Der Dino aus Dresden

    Wer sich der staatlich verordneten Stagnation im Fahrzeugbereich entgegenzustellen gedachte, hatte es in der DDR nicht gerade leicht, doch war es kein Ding der Unmöglichkeit, wie der Melkus RS 1000 eindrucksvoll beweist.

    Mit Mittelmotor und Flügeltüren war der DDR-Sportwagen keine halbe Sache ©autorild.de

    Die Produktionsgenehmigung des Melkus RS 1000 resultierte aus einer Initiative vom Motorsportverband ADMV. Im November 1968 beantragte die Kommission Automobilrennsport bei der Zentralen Sportkommission einen gänzlich im Inland zu montierenden Sportwagens „zu Ehren des 20. Jahrestages der Gründung der DDR“. Sobald es grünes Licht gab,

  • Offiziell hieß das Trabant P70 Coupé AWZ P70

    Plaste und Elaste aus Zwiggau? Nä – das Trabant P70 Coupé kam aus welchen Gründen auch immer mit Stahlblechkarosserie. Womöglich schielte man auf den Export in den Westen, doch da wirkte das P70 Coupé seht ähnlich wie ein Karmann-Ghia: Flotte Optik, nix dahinter. 

    B-Säule? Brauchte das Trabant Coupé nicht ©autorild.de

    Tatsächlich krawallte hinter dem weit aufgerissenen Kühlergrill vom AWZ Coupé der gleiche Asthmatiker, der auch P70 Kombi und Limousine befeuerte. Aus 690 ccm Hubraum ließen sich wenig aufregende 16 kW/22 PS bei 3.500 Umdrehungen und 53 Nm Drehmoment bei 1.900 Touren mobilisieren.

  • Trabant 600 – der verbesserte Begleiter

    Optisch war der Trabant P50 noch halbwegs akzeptabel, weswegen sein intern als Trabant P60 bezeichneter Nachfolger die wesentlichste Neuerung unter der Duroplast-Karosserie trug: Eine Leistungssteigerung um 15 Prozent gegenüber dem Trabant 500.

    Der Trabant 600 Kombi wurde von 1962 bis 1965 gebaut ©autorild.de

    So kam der Trabant 600 – so die Verkaufsbezeichnung der zweiten Trabant-Baureihe – nun auf 23 PS/17 kW. Die schöpfte der Zweizylinder-Zweitakter aus nunmehr 595 ccm Hubraum, ein Plus von einem Deziliter gegenüber dem Vorgänger im 600er. Die P60-Limousine lief von 1962 bis 1964 im VEB Sachsenring Automobilwerk in Zwickau vom Band, während die Trabant Kombi- und Lieferwagen-Varianten bis 1965 gebaut wurden.

  • Trabant 601 Universal Custom: In Plast We Trust

    Sein charakteristisches Rängtängtäng wurde diesem Trabant 601 Universal belassen, seine maximal-biedere Optik nicht. Stattdessen trägt der DDR-Oldtimer die Livree der nahezu ausschließlich bei den US Cars zu findenden Kombis im noblen Woody-Look

    Board und Trabant Oldtimer kommen im gleichen Farbschema ©autorild.de

    Ab Werk rollte der Trabant Universal wie seine preiswerten US-Pendants freilich ohne Holzfolie und Kunststofflatten zu den Kunden. Aber warum graue Maus sein, wenn es auch aparter geht?

  • Trabant Kübel – Laubfrosch in der Stadt

    Mit dem Trabant Kübel bekam die NVA ein ganz besonderes Fahrzeug. Eines, dass nicht geländegängig, dafür aber aufwendig herzustellen war. Doch das kümmert heutzutage niemanden mehr - der offene Trabi steht auf der Wunschlister vieler DDR Auto-Fans ganz oben.   

    Frischluft-Garantie im Trabi: wehe, der Wind dreht ©autorild.de
    Der Trabant Kübel ist ein ähnlich sinnvoll konzipiertes Fahrzeug wie der Mini Moke: Eigentlich für den Militärdienst gedacht, da jedoch nur sehr begrenzt einsetzbar, fand auch die offene Version des Trabant 601 rasch in die Hände von privaten Sonnenanbetern.

  • Victoria Spatz: Autoscooter für die Straße

    Der Victoria Spatz bot gegenüber einem Motorrad den Vorteil doppelt so vieler Räder. Weitere sah das Publikum nicht und griff zu anderen Kleinstwagen der 50er Jahre oder lieber gleich zu einem größeren Gebrauchtwagen.

      Der Victoria Spatz ist ein Mittelmotor-Roadster mit GfK-Karosserie ©autorild.de

    Welche Fahrzeuge haben rundum eine fetten Gummistreifen, um bei Zusammenstößen keinen Schaden zu nehmen?

  • Wartburg 311 Coupé: Elfer mit Fahne

    Immer stand die ostdeutsche Autoproduktion der Westdeutschen nicht hinterher. Anfangs war das Portfolio durchaus modern. Klares Highlight war neben dem 313 Roadster das Wartburg 311 Coupé.
     Die Front vom Wartburg 311 Coupé zieren Zusatzscheinwerfer ©autorild.de

    Wonach das Wartburg 311 Coupé aussieht? So könnte man das Design hinterfragen. Es ginge aber auch so: Welche Zeitgenossen sehen nach 311 Coupé aus?

  • Wartburg 311: Blaurauch mit Stil

    Geht es um DDR Fahrzeuge, kommen den meisten die neusten Modelle in den Sinn – Wartburg 1.3 und Trabant 1.1 oder allgemeiner Wartburg 353 und Trabant 601. Doch was kam davor? Zum Beispiel der hier gezeigte Wartburg 311.

    Dieser Wartburg Pkw trägt bereits den Grill des 313 ©autorild.de
    Als der Wartburg 311 1956 präsentiert wurde, war er aus designerischer Sicht up-to-date. Speziell mit Zweifarblackierung stand er äußerlich einem zeitgenössischen Opel oder Ford in nichts nach. Unter der Haube des 430 cm langen, 145 cm hohen und 157 cm breiten Mittelklasse-Autos sah es indes anders aus:

  • Wartburg 353 W deluxe – Blaurauch mit Stil

    Noch vor dem Wartburg Tourist kam natürlich die Wartburg 353 Limousine auf den Markt. Der Nachfolger des Wartburg 311 zeichnete sich durch extrem biedere Sachlichkeit aus.

    Nebelbeleuchtung gehörte beim Wartburg 353 W zur deluxe-Ausführung ©autorild.de
    Unser Wartburg 353 Fotomodell steht für schlimmstes Spießbürgertum auf vier Rädern – hier konnte Genosse Herrenfahrer seinen Mitmenschen auf Trabant mal so richtig schön die verchromte Heckstoßstange mit darunter montiertem Nebelschlusslicht zeigen.