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    Im Daihatsu Terios über Stock und Stein

    Tags: Allradantrieb | Daihatsu | Fahrbericht

    Daihatsu Terios Gebrauchtwagen werden nach dem Abzug von Daihatsu aus Deutschland im Jahr 2013 bald sehr begeht – der Terios fährt noch da weiter, wo für andere schon Schluss ist.

    Der Daihatsu Terios Top S 4WD: Top of the line und abseits der Straße ©autorild.de
    Dem Daihatsu Terios fehlt es für eine größere Karriere eigentlich nur an Größe: Auf einer Länge von 4.095 mm und einer Breite von 1745 mm ließen sich im freundlicherweise spontan und kurzfristig von Daihatsu Deutschland zur Verfügung gestellten Terios in der Topausstattung Top S 4WD zwar Frau und Kind dank Isofix-Kindersitzbefestigung hinten gut unterbringen, doch hätte für ein vierter Mitfahrer nicht ein Stück Gepäck mitnehmen können.

    So war der 380 Liter große Kofferraum vom Mini Geländewagen, der kaum kürzer als ein aktueller Fiat Grande Punto ist, mit dem Kinderwagen halb- und zweit Reisetaschen schließlich ganz voll. Erste Amtshandlung war dann auch gleich, die Gepäckabdeckung zu entfernen. Das übrige Gepäck landete auf dem Beifahrerplatz, die an sich pfiffigen Verzurrösen im Laderaum bleiben angesichts dessen fest verkeilter Füllung ungenutzt.

    Im Daihatsu Terios Test sorgte das aufgeräumte Cockpit durchaus für Freude ©autorild.de

    Daihatsu Terios – Einsteigen und Abfahren

    Im Daihatsu Test erwies sich der Terios als sehr angenehmes Fahrzeug für Geduldsgranaten: Der quasi unaufhaltbare Kleinwagen kam wie ein zehn bis fünfzehn Jahre altes Fahrzeug rüber – und das ist kein bisschen bösartig gemeint: Der völlige Verzicht auf teure wie haarsträubende Elektronik, deren Verständnis einen mehrere Stunden kostet, um das Bordbuch durchzuackern und schließlich doch wieder alles zu vergessen, macht den Daihatsu Terios Top S 4WD sofort sehr sympathisch. Das heißt allerdings nicht, dass Daihatsu keine Sicherheitssysteme einbaut: Elektronische Stabilitäts- und Traktionskontrolle, 4-Kanal-ABS mit elektronischer Bremskraftverteilung und Bremsassistent, die furchtbar penetrante Anschnallerinnerung, Fahrer- und Beifahrerairbag, Kopfairbags vorn und hinten sowie vorn Seitenairbags, Gurtstraffer und Gurtkraftbegrenzer sprechen klar für den kleinen Klettermaxen.

    Oho: Drei Dreipunktgurte auf der asymmetrisch teilbaren Rückbank ©autorild.de

    Daihatsu Terios-Test: besser sauber bleiben

    Das Interieur des Daihatsu Terios wusste überhaupt zu überzeugen: Die Sitze sind für vier bis fünf Stunden sehr bequem, alle Bedienelemente und Ablageflächen ergonomisch wie sinnvoll angeordnet, das Lederlenkrad und der ebenso bezogenen Schaltknauf der so genannten „Top“-Versionen angenehm in Griffigkeit und Haptik. Extrapunkte im Daihatsu Terios-Test gab es für das wie etwa beim VW Golf 3 genarbte schwarze Plastik: Offenbar muss Kunststoff nicht bei jedem Hersteller mattgrau, und völlig glatt wie langweilig sein. Die im Topmodell zu findende Klimaautomatik ließ sich wie der Rest des Wagens intuitiv ohne irgendwelche Fragen aufzuwerfen steuern. Probleme bereiteten leider die Teppiche und Fußmatten, beide sehr ansehnlich wie flauschig – und damit leider nur schwer abzusaugen, Tannennadeln haken sich gern nur noch manuell lösbar fest. Ansonsten gab es nichts zu meckern.

    Klappe auf: Man ahnt, dass Umzüge nicht zu den Stärken des Daihatsu gehören ©autorild.de

    Terios sichert Füssigkeitszufuhr der Insassen

    Manchmal überraschte der Daihatsu Terios Top S 4WD auf ganzer Linie: So stehen den Insassen sage und schreibe acht Getränkhalter zur Verfügung – vier in der Mittelkonsole und einer in jeder Tür. Wer großen Durst hat, kann im Kofferraum eine Kühlbox anschließen, dort nämlich spendierte Daihatsu praktischerweise einen zweiten 12V-Steckdose, auch bekannt als Zigarettenanzünder. Darüber hinaus gibt es serienmäßig ein Raucherpaket, das aus einem tonnenförmigen Ascher besteht, der in einen der mittleren Cupholder zu stecken ist. Eine Prüfung der Frontscheibenrahmen- wie auch der vorderen Sitzheizung musste für den Daihatsu Terios Testbericht leider ausfallen – die Außentemperaturen überschritten die 25° C Marke doch recht deutlich. Die Klimaautomatik wurde indes ausgiebig genutzt: Sie blies rasch und kraftvoll angenehm kalte Luft durch den Terios.

    Klappe zu: Das vollwertige Ersatzrad des Daihatsu Terios 4WD bleibt Gott sei Dank draußen ©autorild.de