4 Türen

„Mit dem Peugeot 104 SL sind Sie immer groß in Fahrt“, lockte die groß mit „Voll da!“ betitelte Annonce. In der Tat hatte das kleinste der Peugeot Modelle allerhand zu bieten. 

Den Dreilochnaben als französische Spezialität verschloss sich auch der 104 nicht ©autorild.de

Citroën hatte die 2CV, Renault den R4 und Simca den 1100 – nur einen Peugeot Kleinwagen gab es zu Anfang der 70er Jahre nicht.

Fürs Modelljahr 1980, in dem mit VW Passat und nun auch dem Opel Ascona zwei seiner Hauptkonkurrenten Frontantrieb hatten, gab der Ford Taunus TC noch einmal richtig Gas. Unter der Haube gab es nix neues, dafür trug der Taunus ein komplett neues Kleid. 

Die Stahlsportfelgen gehörten beim Ford Taunus L zum Standard ©autorild.de

Obgleich der neue Ford Taunus TC ’80 seinem Vorgänger Taunus ’76 durchaus sehr ähnlich sieht, waren nahezu alle äußeren Blechteile geändert worden. Der wie seinen Ahnen durch und durch konservative TC ’80

Zum Modelljahr 1971 verlor der Dodge Coronet neben seinen Kanten auch die zweitürigen Modelle, die fortan als Dodge Charger weiterlebten. Als Flottenfahrzeug erfreute sich die Dodge Limousine aber höchster Beliebtheit.

Serienmäßig trug der Dodge Coronet den Flankenschutzstreifen nicht ©autorild.de

Die Flottenkunden griffen bevorzugt zum regulären Coronet und nicht etwa zum nobleren,

Der Audi 90 entsprang der Überlegung, mit einer sportlich-eleganten Limousine gegen BMW 3er und Mercedes 190 Paroli anzutreten. Denn dazu fehlte es dem Audi 80 einfach an Substanz und Image. 

Die Frontschürze mit integrierten Blinkern und Nebellampen prägte den Audi 90 ©autorild.de

Die Entwicklung eines komplett eigenständigen Modells stand nicht zur Debatte,

Jajaja. Die Citroën DS polarisiert auch Jahre nach ihrer Einführung. Manche Kritik war daneben, andere zutreffend. Der nicht zu Unrecht vorgeworfene Mangel an dem eigenen Anspruch gemäßen Chic wurde jedenfalls erfolgreich abgestellt.

Die versenkten Türgriffe hatte diese Citroën DS Pallas nicht vor Herbst 1971 ©autorild.de

Die Limousinen der 1955 eingeführten Citroën DS-Familie waren ab 1964 zusätzlich zu den Ausstattungslinien DS und ID auch in der Luxusausführung „Pallas“ lieferbar. Doch auch nach jährlichen kleineren Modellpflegen konnte die Göttin ein umfangreicheres Facelift vertragen.

Selbst gegen den vier Jahre alten Golf konnte der Talbot Horizon in Europa nicht viel ausrichten. In der neuen Welt hatte der Horizon mehr Erfolg, dort gab es bei Dodge und Plymouth sogar Coupé-Derivate.

 Der Lack in Futuragrau-Metallic steht dem edlen Horizon SX ausgezeichnet ©autorild.de

Der im Sommer 1978 eingeführte Simca Horizon erfreute sich als Weltauto dies- und jenseits des Atlantiks durchaus beachtlicher Nachfrage:

Früher war alles besser, glaubte man beim 1960er Buick Invicta und seinen Stallgenossen zu wissen: Endlich gab es wieder die 1957 eingestellten Ventiports, die seit 1949 etablierten Buick Insignien auf den Vorderkotflügeln.

Senkrechte Grilllamellen hatten auch schon diverse Buick Oldtimer zuvor ©autorild.de

Optisch hob sich der 1960er Buick Invicta von den Vorjahresmodellen am ehesten durch den lamellenartigen statt quadergespickten Grill ab. Das wusste die Kundschaft aber nicht recht zu schätzen,

 Der Mercedes 300 TDT bereicherte als letzte Selbstzünder-Variante die 123er-Modellpalette. Mit einem Einstiegspreis von 37.143,10 DM absolut kein Schnäppchen, überzeugte das S 123 Topmodell dennoch bis 1986 satte 28.219 Kunden. 

Dieser Mercedes Oldtimer gehört der von 1980 bis 1982 gebauten zweiten Serie an ©autorild.de

Nachdem der Kombi in Europa sein Schmuddelimage nach Ansicht von Mercedes-Benz abgelegt hatte, wollte man natürlich selbst gern ein Stück vom lukrativen Kuchen haben. Frei nach der Devise „Das Beste oder nichts“ lief dann im April 1978 die Serienproduktion eines Edelkombis ans,

Pomp wie den Holzfurnierladeboden mit Chromleisten suchte man Peugeot 404 Commerciale vergebens – war doch kein 404 Break super luxe. Vielmehr richtete sich der 404 Commerciale an den transportfreudigen Kleingewerbler. 

Der Peugeot 404 Commerciale war leicht am Zweistreifen-Grill zu erkennen ©autorild.de

Modern war der 1960 lancierte Peugeot 404 mit den angedeuteten Flossen und dem harmlosen Dutzendgesicht zumindest in seinen frühen Jahren. Zeitlos hingegen waren seine Tugenden:

Der Ford Country Sedan rangierte als Galaxie-Kombi unterhalb des Country Squire, dem LTD-Kombi. Doch auch Country Sedan-Kunden konnten 1971 auf andere herabsehen – da gab es ja noch den spartanischen Ranch Wagon und den Custom 500 Wagon.

Der Ford Country Sedan war der am zweithöchsten positionierte Fullsize-Wagon ©autorild.de

Da hatte sich Ford als selbst ernannter Wagonmaster aber weit aus dem Fenster gelehnt:

Der NSU-Einfluss am VW K70 ist unübersehbar – Volkswagen hatte die Neckarsulmer im August 1969 übernommen, da war der unter dem Ro 80 positionierte K70 nahezu fertig entwickelt.

 Goldmetallic steht dem von NSU entworfenen VW Oldtimer bestens ©autorild.de

Dennoch kam der Viertürer als VW in den Handel,

204 toujours – aus konstruktiver Warte stellte der Peugeot 304 eine Weiterentwicklung des kompakten 204 dar. So war das Blechkleid vom 304 bis auf die eckiger ausgeführte und Löwenmäulchen bezeichnete Frontpartie und das verlängerte Heck mit ihm nahezu identisch.

Die Peugeot Limousine misst kurze 414 cm Außenlänge ©autorild.de

Die gestiegenen Ausmaße beförderten den Peugeot 304 unversehens in die untere Mittelklasse. Die 204-Evolution wurde im Oktober 1969 auf dem Pariser Autosalon als viertürige Stufenhecklimousine vorgestellt,

Im Januar 1974 debütierte mit dem VW Passat B1 Variant eine Kombiversion der neuen Mittelklasse-Baureihe. Die erfreute sich rasch enormer Beliebtheit, waren die Kunden der VW Händler doch seit den 60ern entsprechende Lastesel gewohnt.

Von seinem einstigen Glanz hat der VW Oldtimer einiges eingebüßt ©autorild.de

Ein umfangreicheres Facelift wurde dem werksintern als Typ33 bezeichneten VW Passat B1 Variant im August 1977 zuteil,

Der Chevrolet Caprice wurde 1965 im Zuge des Ford LTD-Erfolges eilig als luxuriöses Impala-Upgrade eingeführt und erst im Folgejahr als eigenständiges Modell gehandelt. Die Kunden wussten das zu schätzen und erstanden The Grand Chevrolet reihenweise.

Hermelin weiß steht dem Chevrolet Oldtimer ausgezeichnet ©autorild.de

Die neue Spitze der Chevrolet Modelle verschob den Fokus von unbändiger Sportlichkeit – die der Impala SS aber immer noch bot – hin zum Luxus, was dann in den 70ern Gang und Gäbe wurde. Mit banalen Sedans gab sich der Chevrolet Caprice 1967 gar nicht erst ab:

1979 als Nachfolger des populären Kadett C und als erster Fronttriebler aus Rüsselsheim eingeführt, erfreute sich der kompakte Opel Kadett D rasch großer Nachfrage. Um dem Rivalen Escort nichts zu schenken, war ein Kadett D Caravan im Angebot Ehrensache. 

Die Räder spendete dem Opel Kombi der neuere Kadett E ©autorild.de

Antriebsseitig machte also der Längs- einem Quermotor Platz, der bei unserem Opel Kombi-Fotomodell aus Dreizehnhundert Kubik