4 Türen

Der ab 2.940 $ erhältliche Dodge Custom Sierra Station Wagon stellte 1958 oberhalb von Suburban und Sierra den Spitzenkombi im Programm dar. Viele der rund 20.000 gebauten Lastesel dürften indes nicht mehr unterwegs sein. 

Der Forward Look vom Dodge Custom Sierra Station Wagon debütierte 1957 ©autorild.de

Die Dodge-Broschüre war begeistert:

Der Simca 1501 ist die vergessene Nummer vier der französischen Mittelklasse: kein eigenwilliges Design und Frontantrieb á la Citroen und Renault, kein wuchtiger Chic der 50er Jahre wie beim Peugeot 404. 

1500 und 1501 standen an der Spitze der Simca Modelle ©autorild.de

Antriebsseitig kam die Simca Limousine indes mit Hinterradantrieb und Starrachse nicht weniger konservativ als der 404. Und wie dieser wurde auch er in den frühen 1960ern lanciert. Da trugen jene Simca 1300 und 1500 aber noch eine um 13,5 cm kürzere Heckpartie und eine um 7 cm kürze Front, mit dem Facelift 1966 ging auch ein Umbenennung einher:

Im Oktober 1974 präsentiert, litt der nach seinem Fertigungswerk benannte Fiat 131 Mirafiori an den Nachwehen der Ölkrise. Doch alsbald herrschte wieder eitel Sonnenschein, und bis 1985 fanden 3.128.121 der auch außerhalb Italiens gefertigten oder CKD-montierten Fiat Modelle einen Abnehmer. 

Von 1975 bis 1985 verkauften die Fiat Händler 3.128.121 131-Modelle ©autorild.de 

Als der Fiat 124 in Westeuropa nicht mehr gebaut und vertrieben wurde, trat der Fiat 131 Mirafiori ab Januar 1975 die Nachfolge an. Wiederum hinterradgetrieben,

Wer konservativen Komfort unterhalb eines Cadillac wünschte, war mit dem Oldsmobile 98 Regency prächtig bedient. Preiswerter, doch mit zahlreichen Extras aufzuwerten, fuhr der 98 Regency dann auch in so manche besser gelegene Garage. 

Mit dem Downsizing gab es Oldsmobile Limousine erstmalig mit Small Block ©autorild.de

„Ein neues Luxusauto, das die Anforderungen unserer Zeiten erfüllt – aber dennoch die traditionellen Qualitäten bewahrt, die Sie von Oldsmobile erwarten.“ So läuteten die Texter den 1977er Oldsmobile 98 Regency ein. Und ja, der Begriff „neu“ traf hier uneingeschränkt zu:

Luxuriöser Trimm war beim Ford Taunus ja nie ein Problem – ein sportlicher umso mehr. Denn jener derart ausgestattete Taunus GT rollte nur bis September 1973 vom Band; womöglich nahmen die Ford Händler Desinteresse an diesem Modell wahr. Oder lag es doch an Image-Problemen wegen der Ölkrise?

Die Räder entstammen einem geringfügig jüngeren Ford Oldtimer ©autorild.de

Dabei machte der Ford Taunus GT nichts falsch: Als Kombi namens Turnier stand er freilich nicht zur Verfügung,

Dass der Rolls-Royce Silver Shadow II Preis zur Markteinführung über 130.000 DM betrug, hielt die Kunden nicht ab. Der durchschnittliche Benzinverbrauch von selten weniger als 20 l/100 km genauso wenig.

Der Rolls-Royce Oldtimer kostete damals über 130.000 DM ©autorild.de

Klar, keines aller je gebauten Rolls-Royce Modelle war,

Wie auch für seine edlen Stallgenossen lief es für den Imperial Crown 1958 wegen der Wirtschaftskrise schlecht, der Absatz brach gegenüber 1957 von 37.593 auf 16.133 Fahrzeuge ein. Umso bemerkenswerter war es, dennoch eine neue Imperial Limousine anzuschaffen. 

Freistehende Scheinwerfer bekamen die Imperial Modelle erst 1961 ©autorild.de

Mit echten Packard-Modellen war ab 1957 Schluss, doch sorgte seit 1955 Imperial als eigenständige Marke dafür, dass Cadillac und Lincoln nicht allein den Markt für Luxusautos bedienten. „Vielleicht haben Sie bemerkt, dass wenn Männer in eine Unterhaltung über Luxusfahrzeuge einsteigen,

Der Ford Escort XL richtete sich an alle, die mehr als einen Brot-und-Butter-Kompakten wollten. So schlüsselte sich XL denn auch als „Extra Power and Luxury“ auf, was dem Escort Mk1 wie versprochen ein überschaubares Mehr an beidem bescherte. 

Auf Rechteck-Scheinwerfer mussten der Basis-Escort verzichten ©autorild.de

Natürlich sparte die Broschüre zum Ford Escort XL nicht an blumigen Worten:

Wie selbstverständlich machte der Chrysler New Yorker Brougham 1976 dort weiter, wo Imperial 1975 aufgehört hatte: im automobilen Oberhaus. So verbaute auch Chrysler Imperial-Insignien wie versteckte Scheinwerfer, senkrechte Rückleuchten und den Waterfall-Grill.

Den Waterfall-Grill übernahm der Chrysler Oldtimer vom Imperial ©autorild.de

Gegen die explodierenden Cadillac-Verkäufe und den speziell bei den Personal Luxury Coupes starken Lincoln-Absatz sah Chryslers Nobel-Sparte keinen Stich – auch wenn die Kritiken durchaus für Imperial sprachen. Aber allein davon klingelten die Kassen nicht,

Während die Reichen und Mächtigen des Westens in Cadillac, Lincoln und Imperial sowie europäischer Luxusautos stiegen, rollten ihre östlichen Pendants in der GAZ 13 Tschaika an. Optisch wie technisch kopierte die Tschaika kurzerhand ihre US-Vorbilder. 

Schon bei seinem Erscheinen 1959 war der GAZ 13 optisch nicht mehr taufrisch ©autorild.de

Die erste Tschaika debütierte als GAZ-13 im Jahr 1959. Während der ZIL-111 als Staatskarosse den ranghöchsten Genossen vorbehalten war,

„Mit dem Peugeot 104 SL sind Sie immer groß in Fahrt“, lockte die groß mit „Voll da!“ betitelte Annonce. In der Tat hatte das kleinste der Peugeot Modelle allerhand zu bieten. 

Den Dreilochnaben als französische Spezialität verschloss sich auch der 104 nicht ©autorild.de

Citroën hatte die 2CV, Renault den R4 und Simca den 1100 – nur einen Peugeot Kleinwagen gab es zu Anfang der 70er Jahre nicht.

Fürs Modelljahr 1980, in dem mit VW Passat und nun auch dem Opel Ascona zwei seiner Hauptkonkurrenten Frontantrieb hatten, gab der Ford Taunus TC noch einmal richtig Gas. Unter der Haube gab es nix neues, dafür trug der Taunus ein komplett neues Kleid. 

Die Stahlsportfelgen gehörten beim Ford Taunus L zum Standard ©autorild.de

Obgleich der neue Ford Taunus TC ’80 seinem Vorgänger Taunus ’76 durchaus sehr ähnlich sieht, waren nahezu alle äußeren Blechteile geändert worden. Der wie seinen Ahnen durch und durch konservative TC ’80

Zum Modelljahr 1971 verlor der Dodge Coronet neben seinen Kanten auch die zweitürigen Modelle, die fortan als Dodge Charger weiterlebten. Als Flottenfahrzeug erfreute sich die Dodge Limousine aber höchster Beliebtheit.

Serienmäßig trug der Dodge Coronet den Flankenschutzstreifen nicht ©autorild.de

Die Flottenkunden griffen bevorzugt zum regulären Coronet und nicht etwa zum nobleren,

Der Audi 90 entsprang der Überlegung, mit einer sportlich-eleganten Limousine gegen BMW 3er und Mercedes 190 Paroli anzutreten. Denn dazu fehlte es dem Audi 80 einfach an Substanz und Image. 

Die Frontschürze mit integrierten Blinkern und Nebellampen prägte den Audi 90 ©autorild.de

Die Entwicklung eines komplett eigenständigen Modells stand nicht zur Debatte,

Jajaja. Die Citroën DS polarisiert auch Jahre nach ihrer Einführung. Manche Kritik war daneben, andere zutreffend. Der nicht zu Unrecht vorgeworfene Mangel an dem eigenen Anspruch gemäßen Chic wurde jedenfalls erfolgreich abgestellt.

Die versenkten Türgriffe hatte diese Citroën DS Pallas nicht vor Herbst 1971 ©autorild.de

Die Limousinen der 1955 eingeführten Citroën DS-Familie waren ab 1964 zusätzlich zu den Ausstattungslinien DS und ID auch in der Luxusausführung „Pallas“ lieferbar. Doch auch nach jährlichen kleineren Modellpflegen konnte die Göttin ein umfangreicheres Facelift vertragen.