4 Türen

Der Panhard PL 17 rollte am 29. Juni 1959 als Nachfolger des Dyna Z in den Handel. Der PL 17 war eine Weiterentwicklung seines Vorgängers, zeichnete sich aber durch eine aerodynamisch noch ausgeklügeltere Karosserie aus.

Neben der Panhard Limousine gab es auch einen Kombi und ein Cabrio ©autorild.de

Das „PL“ in der Bezeichnung der Panhard Limousine stand für „Panhard & Levassor“,

wie das Unternehmen bis 1945 hieß. Ähnlich dem heutigen L&K bei Skoda sollten die Initialen der Firmengründer das Prestige des Mittelklasse-Modells steigern; so maßen die Verantwortlichen den Buchstaben „DS“ von Kooperationspartner Citroën eine beachtliche Eleganz bei. Die Grazie der Göttin rührte allerdings eher von ihrer schnittigen Karosserie her, während der Panhard PL 17 im direkten Vergleich etwas plump wirkt und auch eine Klasse tiefer rangierte. Andererseits hätte sich Citroën einen veritablen DS-Rivalen ganz sicher verbeten. Auch die „17“ war bedeutungsschwanger: Sie verkörperte die Summe aus 5 CV, den französische Steuer-PS, 6 Sitzplätzen und dem Spritverbrauch von 6 l/100 km.

Mit dem Facelift verortete Panhard die Blinker näher an die Scheinwerfer des PL 17©autorild.de

Zwei Zylinder mussten im Panhard PL 17 reichen

Der Panhard Oldtimer trug den luftgekühlten Zweizylinder-Boxer des Dyna Z mit 851 ccm Hubraum und 42 PS auf; die Ausführung „Tigre“ hatte 50 PS. Ab Juli 1963 sank der Hubraum auf 848 ccm. und die Leistung kletterte auf 50 respektive 60 PS beim Tigre. Die Kraftübertragung an die Vorderräder oblag einem Viergang-Getriebe mit Lenkradschaltung und unsynchronisiertem ersten Gang. Der reguläre Panhard PL 17 wog etwa 805 kg, der Tigre 830 kg. Dieses niedrige Gewicht zusammen mit dem herausragenden cW-Wert rund 0,26 sorgte trotz der kleinen Motoren für Spitzentempi von 130 km/h respektive 145 km/h für den Tigre. Die Vorderräder hingen an zwei Querblattfedern, die Hinterräder an einer starren Deichselachse an Längsstreben mit drei Torsionsstäben pro Seite.

Die erste Serie des Panhard PL 17 trug drei separate Rückleuchten pro Seite ©autorild.de

Ein Panhard Oldtimer der ersten Serie

Kein Wunder, dass die Panhard-Broschüre 1964 lobte „Die Panhard-Mechanik hat sich in vielen Wettbewerben und internationalen Wettbewerben bewährt. Sie war 1500-mal siegreich. Der M6-Motor mit seiner außergewöhnlichen Langlebigkeit ermöglicht seinen Nutzern Zehntausende von Kilometern, ohne die Motorhaube zu öffnen. Alle Fahrzeuge der Marke profitieren von einer Gesamtgarantie von sechs Monaten ohne Limitierung der Laufleistung.“ Bemerkenswert war ferner die Möglichkeit, den ohnehin schon geräumigen Kofferraum durch Ausbau der Rückbank weiter zu vergrößern. Vorliegender Panhard PL 17 aus dem Department Deux-Sèvres, wurde vor der Modellpflege Mitte 1963 gefertigt; nach 166.192 Einheiten war 1965 Schluss. Die indirekte Nachfolge trat 1970 der Citroën GS an.

Der Panhard Oldtimer wurde von 1959 bis 1965 in 166.192 Exemplaren gebaut ©autorild.de

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