2 Türen

Der im März 1983 eingeführte Opel Corsa TR hatte einen primären Rivalen – den VW Derby. Doch während der Rucksack-Polo in beiden Generationen ausschließlich zweitürig kam, so hielt Opel es für eine gute Idee, den Corsa TR auch viertürig anzubieten.  

Dieser Opel Corsa TR trägt den 45-PS-Basismotor ©autorild.de

Sonderlich hübsch war das nicht – die 1985 eingeführten Fondtüren wirkten an der kleinen Opel Limousine genauso wie beim Corsa A-Schrägheck reichlich gewöhnungsbedürftig,

Zum Modelljahr 1975 lanciert, traf der Audi 50 als modern konzipierter Nachfolger des NSU Prinz nach der ersten Ölkrise den Geschmack der Zeit. Mit einem DIN-Verbrauch von unter acht Litern war der Audi Kleinwagen nach damaligen Verhältnissen durchaus sparsam.

Der Audi Oldtimer wurde als Nachfolger des NSU Prinz ersonnen ©autorild.de

Kein Wunder,

Im Februar 1974 und damit kurz vor dem Golf 1 eingeführt, erlaubte der VW Scirocco schon mal einen Blick auf dessen Technik. Wie der Golf den Käfer, so löste der Scirocco den Karmann-Ghia ab und markierte damit den Beginn einer neuen Ära.

Der Scirocco CL sollte den Absatz vor dem Modellwechsel befeuern ©autorild.de

In beiden Fällen bedeutete der Modellwechsel die Abkehr vom luftgekühlten Boxer im Heck hin zum quer eingebauten Reihenmotor im Vorderwagen. Damit einher ging ferner nicht nur Front- statt wie vormals Heckantrieb, sondern auch erstmals üppige Leistung. Bis zu 110 PS waren auf einmal zu bekommen, mehr als doppelt soviel wie in den vorigen VW Modellen. Doch auch deren Nachfolger benötigten mal eine Auffrischung, und eine solche bekam der VW Scirocco I unter anderem im August 1977. Sie bescherte ihm wuchtige Kunststoffstoßfänger sowie neue Bezeichnungen einiger Ausstattungslinien. 1980 gab es kaum noch neues; GTI und GLI waren gegen Aufpreis zum Spritsparen mit dem 4+E Getriebe zu haben. Bis Februar 1981 fertigte Karmann in Osnabrück 504.153 Einheiten. 

Das VW Coupé im CL-Trimm zierten weiße Zierstreifen ©autorild.de

Darf es ein besonderer VW Oldtimer sein?

Zwei VW Sondermodelle wurden offeriert, um ab Herbst 1980 den Absatz vor dem Modellwechsel zu befeuern. Zur Wahl standen der VW Scirocco CL und der SL. Letzterer erlangte „durch die Kombination heller bzw. mattsilberner Farbtöne mit geschmackvoll verteiltem Rot und Schwarz einen zünftig-sportlichen Auftritt“. Zur Lackierung in Alpinweiß oder Diamantsilbermetallic gab’s ein schwarzes Interieur mit roten Akzenten. Der Scirocco CL fiel durch weiße Zierstreifen in Verbindung mit platingrauem respektive inarisilbernem Metalliclack und schwarzer beziehungsweise dunkelgrüner Innenausstattung auf. Das VW Coupé stand in beiden Fällen als 1.3 mit 60 PS, als 1.5 mit 70 PS und als 1.6 mit 85 PS; der 1.6 mit 110 PS war den potenten Scirocco GTI und GLI vorbehalten. Rechteckige Scheinwerfer sollten dem VW Oldtimer verwehrt bleiben ©autorild.de

Sportlicher Trimm für den VW Scirocco CL 

Die exklusiv ausgestatteten VW Sportwagen-Editionen erfreuten sich großer Nachfrage, sodass auf begleitende Werbemaßnahmen verzichtet werden konnte. Auch der bei 17.285 DM startende Scirocco Preis für das Sondermodell leistete anhand zahlreicher inkludierter Extras seinen Beitrag zum Erfolg. So kam der VW Scirocco CL ab Werk mit der Radioanlage „Emden“, einem Vierspeichen-Sportlenkrad, Spoilern und Breitreifen zum Kunden. Emden wich bei unserem Fotomodell einem zeitgenössischen, zweistöckigen HiFi-Turm, die Stahlfelgen nicht minder üblichen ATS Cup-Alus. Noch schöner ist, dass vorliegender bei 240 cm Radstand 385 cm langer, 163 cm breiter und 131 cm hoher VW Oldtimer nicht den Eindruck macht, als sei er ein verbastelter Schrottplatz-Kandidat. Ganz im Gegenteil. 

Die erste Generation vom VW Sportwagen überzeugte 504.153  Kunden ©autorild.de

Der VW Scirocco CL trug stets platingrauen oder inarisilbernen Metalliclack ©autorild.de

Der Mercedes 250 CE sollte als adretter Zweitürer mit kraftvollem Triebwerk der /8-Famile die Krone aufsetzten. Diesen Job erfüllte das von Februar 1969 bis April 1972 hergestellte Mercedes Coupé mehr als überzeugend.

Das stets sechszylindrige W114 Coupé krönte die /8-Famile ©autorild.de

Während die Strich Acht-Limousine bereits zum 68er Modelljahr in den Vorführräumen der Mercedes-Händler stand und dort fortdauernd die Kassen klingeln ließ, mussten sich Coupé-Fans noch bis April 1969 gedulden. Dann endlich war das neue Modell ohne hintere Wagenschläge da,

1959 als Basis-Fullsize-Modell eingeführt, versäumte es der Pontiac Catalina auch nach der Kompletterneuerung 1965 nicht, etliche Kunden anzulocken. Besonderen Erfolg hierbei hatte das preiswerte wie attraktive Catalina Sport Coupe, das sich die B-Säulen schenkte.

1965 überzeugte das Pontiac Catalina Sport Coupe 92.009 Kunden ©autorild.de

Wer dennoch welche wünschte,

Als Käfer-Nachfolger überzeugte der VW Golf 1 direkt, doch stellte sich heraus, dass die Kunden es weniger karg eingerichtet schätzen. So avancierte der darüber positionierte VW Golf L rasch zur populärsten Ausstattungslinie. 

Der L-Trimm verschaffte dem VW Kompaktwagen die verchromte Grilleinfassung ©autorild.de

Während der Basis-Golf Ende 1975 mit dem 50-PS-Elfhunderter 8.795 DM kostete,

Der Opel Monza stellte in der gehobenen Mittelklasse das dar, was der Manta B ein Segment tiefer verkörperte: Einen flottes Coupé für junge und jung gebliebene Kunden. Während der Manta B auf dem Ascona B basierte, nutzte der Monza A2 die Bodengruppe des Rekord E.

Vom A1 hob sich der Monza A2 etwa durch breitere und flachere Scheinbwerfer ab ©autorild.de 

Die war im Radstand mit 267 cm geringfügig kürzer als die des Senator,

Am 21. September 1967 eingeführt, brachte der 1968er Cadillac Eldorado auf den ersten Blick kaum Neuerungen mit. Tatsächlich hatte Cadillac das Personal Luxury Coupé in vielen Details aufgefrischt und dem Eldorado wesentliche Verbesserungen zukommen lassen.

Nicht nur bei den Personal Luxury Cars setzte das Cadillac Coupé Akzente ©autorild.de

Eine dieser Optimierungen betraf

Der Chrysler Newport und der Buick Le Sabre hatten eines gemeinsam: Sie verkörperten den Einstieg in die Palette angesehener Hersteller höchst gehobener Mittelklasse-Wagen – auch wenn weder Newport noch Le Sabre mit üppiger Serienausstattung glänzten.

Der rundliche Fuselage-Body vom Chrysler Oldtimer debütierte 1969 ©autorild.de

Mit dem Dodge Performance-Label R/T stand der als Viertürer mit oder ohne B-Säule, Cabrio und Coupé lieferbare Chrysler Newport ohnehin nie zur Verfügung. Doch

Einen flotten Eindruck machte der Ford Capri bei seiner Einführung im Februar 1969 allemal. Wer ein paar edle Akzente setzten wollte, griff beim Ford-Händler zum X- und zum L-Paket, um seinen Capri 1 innen wie außen aufzuwerten. 

Mit dieser Front wurde der Ford Sportwagen bis Sommer 1972 gebaut ©autorild.de 

„Es gibt nun mal viel mehr Alltage als Feiertage. Also

So titelte die Werbung für den Opel Olympia A, eine Nobelversion des Kadett B. Der Name Olympia passte zu den hohen Ansprüchen des Rüsselsheimer Kompaktmodells, zuvor hieß eine ganze Reihe gehobene Opel Limousinen so.

Der Opel Oldtimer brachte erschwinglichen Luxus in die Kompaktklasse ©autorild.de

An der stets stoßstangenhörnerbewehrten Front mit um die Ecke gezogenem Kühlergrill und hell eingefassten Scheinwerfern sowie generell mehr Zierrat leicht zu erkennen,

Nachdem der Porsche 928 im eingeführt worden war, war klar, dass es bei dessen 240 PS nicht ewig bleiben konnte. So debütierte zum Modelljahr 1980 mit dem 928 S eine stärkere Ausführung, der umfangreiche Verbesserungen zuteil wurden. 

Blau verschafft dem Porsche Oldtimer eine gewisse Leichtigkeit ©autorild.de

Jener neue Porsche 928 S schöpfte aus 4,6 l Hubraum 221 kW/300 PS und 385 Nm Drehmoment lieferte. So zischte der V8-GT in 6,6 Sekunden von 0 auf 100 km/h und erzielte ein Höchsttempo von 250 km/h. Um ihn vom regulären 928 eindeutig abzusetzen,

Cadillac hatte bereits 1977 das Messer angesetzt, doch herrschte für den Lincoln Continental Mark V 1979 noch Gnadenfrist. Gut so: Fords  Personal Luxury Coupe im Fullsize-Format feierte mit 75.939  Exemplaren sein zweitbestes Verkaufsjahr.

Die Scheinwerferabdeckung vom Lincoln Coupé arbeiten mit Unterdruck ©autorild.de

Offenbar hatten die Lincoln Kunden nicht nur genug Schotter auf der weitläufigen Einfahrt ihres Anwesens, sondern auch im Portmonee, um sich reichlich Sprit für den 94-Liter-Tank und vor allem die Anschaffung leisten zu können. Zudem fürchteten sie die für 1980 drohenden

Trotz des schlechten wirtschaftlichen Umfelds überzeugte der 1979 geschrumpfte Cadillac Eldorado 1981 immerhin 60.643 Kunden. Damit erzielte das Cadillac Coupé allein rund 84 Prozent des gesamten Lincoln-Absatzes.

Die Niveauregelung vom Cadillac Oldtimer scheint defekt ©autorild.de

„Der 1981er Eldorado beantwortet heutige Bedürfnisse mit der Technologie von morgen… amerikanischer Technologie“ Damit nahm die Broschüre den Mund keineswegs zu voll:

Ja, die wilden Muscle Car-Zeiten des Dodge Challenger waren mit dem 72er Jahrgang vorbei. Aber vielleicht waren ja die Interessenten anhand wohlklingender Worte dazu zu bringen, sich dennoch einen Challenger kaufen zu wollen.

Das reguläre Challenger Hardtop Coupé fand 1972 ganze 16.017 Käufer ©autorild.de

Nein, waren sie nicht – der als Achtzylinder ab 2.888 US$ lieferbare Dodge Sportwagen hatte wie seine Mitbewerber massiv an Boden verloren. Lediglich 22.919 Einheiten