2 Türen

Mit dem Opel Kadett D folgten die Rüsselsheimer dem Trend der Zeit und boten nun auch einen Kompaktwagen mit Frontantrieb an. Und zwar mit Erfolg denn die Opel Händler verkauften in fünf Jahren 2.056.771 Exemplare.

Die optionalen Leichtmetallfelgen stehen dem Opel Oldtimer prima ©autorild.de

Das Portfolio des Kadett C wurde dabei größtenteils aufgegeben, denn der neue Opel Kompaktwagen war weder als überholt angesehene Stufenhecklimousine noch als flottes Coupé lieferbar. Übernommen wurden

Am BMW 1600 GT zeigte sich die Übernahme des Glas-Werks in Dingolfing durch die Bayerischen Motoren-Werke deutlich: Die vom Italiener Frua gezeichnete Karosserie des 1600 GT stammte vom Glas 1700 GT.

Die Glas-Hutze blieb, die BMW Niere darunter durfte nicht fehlen am ©autorild.de

Das Glas 1300 GT Coupé debütierte im September 1963 auf der IAA vorgestellt, im März des Folgejahres startete die Auslieferung der Serienwagen an. Die bei Maggiora hergestellten Rohkarossen

Beim ersten Ford Taunus TC hatten Presse und Publikum so manchen Punkt zum Meckern gefunden, sei es das weiche Fahrwerk oder das unpraktische Cockpit. Für den Jahrgang 1974 hatte Ford diese Unzulänglichkeiten am Knudsen-Taunus abgestellt.

Natürlich wies Ford in der Broschüre direkt auf die Modernisierung hin „Vergleichen Sie die Straßenlage: Sie spüren die Wirkung des optimierten Breitspur-Fahrwerks mit je einem zusätzlichem Stabilisator vorne und hinten. Vergleichen Sie den neuen Fahrtkomfort: Die neue Fahrwerksoptimierung ermöglicht mehr Federungskomfort und sicheren Kontakt mit der Straße.“

Mit dem NSU Jagst 770 bot sich deutschen Interessenten, den der Käfer zu groß war, eine wassergekühlte Kleinwagen-Alternative. Natürlich auch mit Heckmotor, der war ja ohnehin Spezialität der Neckar.   

Der NSU Kleinwagen wurde von 1960 bis 1964 gebaut ©autorild.de

Der NSU Jagst 770 basiert erkennbar auf dem ab 1955 produzierten Fiat 600. War der zuvor gebaute Jagst noch ein Derivat

Für 1977 unter großer Beachtung eingeführt, läuteten die neuen Chevrolet Caprice, Impala und Bel Air die allgemeine erste Downsizing-Welle der US-Cars ein. Chic und Komfort litten aber nicht darunter, wie das Caprice Classic Landau Coupé belegt.

Diese Radkappen waren dem Chevrolet Caprice Classic Landau an sich vorenthalten ©autorild.de

Knackigeres Design und bessere Raumökonomie gegenüber den Vorgängern machte die neuen Chevrolet Modelle zu echten Superstars:

Der Volvo PV 444 war ein Fall für die Mittelschicht. Die gab es in den 30ern bereits – doch noch kein Auto aus Göteborg für sie. Also zerpflückte man einen Hanomag, analysierte US-Cars und ermöglichte schließlich die Massenmotorisierung mit einem heimischen Produkt.

Der Volvo PV 444 wartete mit vorderer Einzelradaufhängung auf ©autorild.de

Nachdem dem Unternehmen ein Krieg dazwischen gekommen war, dauerte der Start der Fertigung des Volvo PV 444 bis 1944. Angesichts der Umstände verlief diese reichlich schleppend,

Derart vollmundig lobte einst eine Broschüre das Opel Kadett C Coupé – und bezog sich noch nicht einmal auf die wirklich flotten Vertreter vom Schlage eines Kadett C GT/E oder 2.0 Rallye. 

Vorn links hat der Opel Oldtimer wohl Feindkontakt erlitten ©autorild.de

In der Tat machte das Kadett Coupé einen sehr dynamischen Eindruck und vermochte damit die Biedermänner in der Kompaktklasse wie Ford Escort, Renault 6 oder Simca 1100  in gewissem Maße zu düpieren. Gewiss, kraftvolle Motoren gab es hier und da,

1959 zum eigenständigen Modell befördert, fungierte der Plymouth Fury als Topmodell der Brot-und Butter-Division der Chrysler Corporation. Ein Arme-Leute-Auto war der Fury 1960 dennoch nicht – ganz im Gegenteil.

Die Twotone-Lackierung steht dem Plymouth Hardtop Coupé bestens ©autorild.de

Auch wenn Plymouth damit angab, war der dahingehend neu konstruierte Fury keineswegs das einzige Auto seiner Klasse mit selbsttragender Karosserie – der Rambler Ambassador wies ebenfalls eine auf, doch

Als der Ford Falcon Sprint 1963 im Januar, also mitten im laufenden Modelljahr eingeführt wurde, verkörperte er das hinreißende Hardtop das Topmodell der bis dato eher biederen Baureihe. Als solches führte der Falcon Sprint auch einen V8-Motor ein.

Als Hardtop fand der Ford Falcon Sprint 1963 10.479 Käufer ©autorild.de

Ursprünglich noch mit dem 170 Special Six mit 101 hp geplant,

Der Ford Capri machte es vor, der Opel Manta zog mit: Die deutschen Töchter der beiden größten Automobilhersteller brachten die Pony Car-Welle in die alte Welt. Dort traf der Manta wie sein Kölner Kollege auf ein durchaus interessiertes Publikum.

Die Rallyestreifen und die mattschwarze Motorhaube trug der Opel Manta SR ab Werk ©autorild.de

Hüben wie drüben erlaubten die Volkssportler eine umfassende Personalisierung – so boten die Opel Händler für den im September 1970 eingeführten Manta A etwa die

Dieser Jaguar E-Type dürfte bei Puristen auf Ablehnung stoßen, weist er doch alles auf, was nötig war, um den ursprünglich rasanten E-Type schon ab Werk gehörig einzubremsen. Die Kunden der Jaguar Händler sahen das seinerzeit indes nicht so eng. 

Abgedeckte Scheinwerfer trug der Jaguar E-Type nur bis 1968 ©autorild.de

Tatsächlich zeichnet vorliegender Jaguar Oldtimer ein deutliches Bild vom Werdegang so mancher einst maßstabsetzender Renner – erst kommt das Fett, und obendrein gibt’s statt der Handschaltung auch noch eine Automatik.

Für das Ford Taunus Coupé zählten im Wesentlichen zwei Punkte: Erstens Schönheit. Zweitens: Opel und Fiat hatten kein vergleichbares Fließheck im Programm. Dass der Ford Taunus TC konstruktiv nicht über alle Zweifel erhaben war – geschenkt. Zumindest vorläufig.

Nur in der ersten Serie kam der Ford Oldtimer ohne schwarze Lamellen im Grill ©autorild.de

Im September 1970 eingeführt, bediente der neue Ford Taunus Mittelklasse-Kunden, die zuvor den

Nach Berlina-Schrägheck, Coupé und Spider bereicherte ab Frühjahr 1975 der Lancia Beta HPE die Mittelklasse-Reihe. Bis zur B-Säule baugleich mit dem Beta Coupé, bietet der ebenfalls bis Dezember 1984 gebaute HPE als Shooting Brake ungleich mehr Laderaum.

Dieser Lancia Oldtimer entstand nach der letzten Modellpflege im Juni 1981 ©autorild.de

Der Beta HPE mit dem seinerzeit topmodernen Dachkantenspoiler basierte auf einer Pininfarina-Studie, in Form gebracht vom Team um den Lancia-Designer Aldo Castagno und Designberater Pietro Castagnero. Die Broschüre lobte vollmundig:

1964 als Option für den Tempest LeMans  eingeführt, avancierte der Pontiac GTO 1966 zum eigenständigen Modell. An diesem Status änderte sich für den GTO auch 1969, dem zweiten Jahr der zweiten Generation des ersten aller Muscle Cars nichts.

Ein sportliches Auto wie der Pontiac GTO musste Lufthutzen auf der Motorhaube haben ©autorild.de

Vom 68er-Modell leicht zu unterscheiden ist der 1969er Pontiac GTO durch

Der Ford Taunus P3 schnitt aus gestalterischer Sicht manch alten Zopf ab. Wegen seines Designs wurde köllsche Jong rasch als „Badewanne“ bezeichnet.

Der Ford P3 war nach der so genannten „Linie der Vernunft“ gezeichnet ©autorild.de

Nach dem amerikanisch angehauchten P2 kam mit dem Ford Taunus P3 wieder ein sehr europäisch gestylter Wagen. Der mittig hochgezogene Grill und die stark betonten Kotflügelkanten