2 Türen

Einen flotten Eindruck machte der Ford Capri bei seiner Einführung im Februar 1969 allemal. Wer ein paar edle Akzente setzten wollte, griff beim Ford-Händler zum X- und zum L-Paket, um seinen Capri 1 innen wie außen aufzuwerten. 

Mit dieser Front wurde der Ford Sportwagen bis Sommer 1972 gebaut ©autorild.de 

„Es gibt nun mal viel mehr Alltage als Feiertage. Also

So titelte die Werbung für den Opel Olympia A, eine Nobelversion des Kadett B. Der Name Olympia passte zu den hohen Ansprüchen des Rüsselsheimer Kompaktmodells, zuvor hieß eine ganze Reihe gehobene Opel Limousinen so.

Der Opel Oldtimer brachte erschwinglichen Luxus in die Kompaktklasse ©autorild.de

An der stets stoßstangenhörnerbewehrten Front mit um die Ecke gezogenem Kühlergrill und hell eingefassten Scheinwerfern sowie generell mehr Zierrat leicht zu erkennen,

Nachdem der Porsche 928 im eingeführt worden war, war klar, dass es bei dessen 240 PS nicht ewig bleiben konnte. So debütierte zum Modelljahr 1980 mit dem 928 S eine stärkere Ausführung, der umfangreiche Verbesserungen zuteil wurden. 

Blau verschafft dem Porsche Oldtimer eine gewisse Leichtigkeit ©autorild.de

Jener neue Porsche 928 S schöpfte aus 4,6 l Hubraum 221 kW/300 PS und 385 Nm Drehmoment lieferte. So zischte der V8-GT in 6,6 Sekunden von 0 auf 100 km/h und erzielte ein Höchsttempo von 250 km/h. Um ihn vom regulären 928 eindeutig abzusetzen,

Cadillac hatte bereits 1977 das Messer angesetzt, doch herrschte für den Lincoln Continental Mark V 1979 noch Gnadenfrist. Gut so: Fords  Personal Luxury Coupe im Fullsize-Format feierte mit 75.939  Exemplaren sein zweitbestes Verkaufsjahr.

Die Scheinwerferabdeckung vom Lincoln Coupé arbeiten mit Unterdruck ©autorild.de

Offenbar hatten die Lincoln Kunden nicht nur genug Schotter auf der weitläufigen Einfahrt ihres Anwesens, sondern auch im Portmonee, um sich reichlich Sprit für den 94-Liter-Tank und vor allem die Anschaffung leisten zu können. Zudem fürchteten sie die für 1980 drohenden

Trotz des schlechten wirtschaftlichen Umfelds überzeugte der 1979 geschrumpfte Cadillac Eldorado 1981 immerhin 60.643 Kunden. Damit erzielte das Cadillac Coupé allein rund 84 Prozent des gesamten Lincoln-Absatzes.

Die Niveauregelung vom Cadillac Oldtimer scheint defekt ©autorild.de

„Der 1981er Eldorado beantwortet heutige Bedürfnisse mit der Technologie von morgen… amerikanischer Technologie“ Damit nahm die Broschüre den Mund keineswegs zu voll:

Ja, die wilden Muscle Car-Zeiten des Dodge Challenger waren mit dem 72er Jahrgang vorbei. Aber vielleicht waren ja die Interessenten anhand wohlklingender Worte dazu zu bringen, sich dennoch einen Challenger kaufen zu wollen.

Das reguläre Challenger Hardtop Coupé fand 1972 ganze 16.017 Käufer ©autorild.de

Nein, waren sie nicht – der als Achtzylinder ab 2.888 US$ lieferbare Dodge Sportwagen hatte wie seine Mitbewerber massiv an Boden verloren. Lediglich 22.919 Einheiten

Mit dem Opel Kadett D folgten die Rüsselsheimer dem Trend der Zeit und boten nun auch einen Kompaktwagen mit Frontantrieb an. Und zwar mit Erfolg denn die Opel Händler verkauften in fünf Jahren 2.056.771 Exemplare.

Die optionalen Leichtmetallfelgen stehen dem Opel Oldtimer prima ©autorild.de

Das Portfolio des Kadett C wurde dabei größtenteils aufgegeben, denn der neue Opel Kompaktwagen war weder als überholt angesehene Stufenhecklimousine noch als flottes Coupé lieferbar. Übernommen wurden

Am BMW 1600 GT zeigte sich die Übernahme des Glas-Werks in Dingolfing durch die Bayerischen Motoren-Werke deutlich: Die vom Italiener Frua gezeichnete Karosserie des 1600 GT stammte vom Glas 1700 GT.

Die Glas-Hutze blieb, die BMW Niere darunter durfte nicht fehlen am ©autorild.de

Das Glas 1300 GT Coupé debütierte im September 1963 auf der IAA vorgestellt, im März des Folgejahres startete die Auslieferung der Serienwagen an. Die bei Maggiora hergestellten Rohkarossen

Beim ersten Ford Taunus TC hatten Presse und Publikum so manchen Punkt zum Meckern gefunden, sei es das weiche Fahrwerk oder das unpraktische Cockpit. Für den Jahrgang 1974 hatte Ford diese Unzulänglichkeiten am Knudsen-Taunus abgestellt.

Natürlich wies Ford in der Broschüre direkt auf die Modernisierung hin „Vergleichen Sie die Straßenlage: Sie spüren die Wirkung des optimierten Breitspur-Fahrwerks mit je einem zusätzlichem Stabilisator vorne und hinten. Vergleichen Sie den neuen Fahrtkomfort: Die neue Fahrwerksoptimierung ermöglicht mehr Federungskomfort und sicheren Kontakt mit der Straße.“

Mit dem NSU Jagst 770 bot sich deutschen Interessenten, den der Käfer zu groß war, eine wassergekühlte Kleinwagen-Alternative. Natürlich auch mit Heckmotor, der war ja ohnehin Spezialität der Neckar.   

Der NSU Kleinwagen wurde von 1960 bis 1964 gebaut ©autorild.de

Der NSU Jagst 770 basiert erkennbar auf dem ab 1955 produzierten Fiat 600. War der zuvor gebaute Jagst noch ein Derivat

Für 1977 unter großer Beachtung eingeführt, läuteten die neuen Chevrolet Caprice, Impala und Bel Air die allgemeine erste Downsizing-Welle der US-Cars ein. Chic und Komfort litten aber nicht darunter, wie das Caprice Classic Landau Coupé belegt.

Diese Radkappen waren dem Chevrolet Caprice Classic Landau an sich vorenthalten ©autorild.de

Knackigeres Design und bessere Raumökonomie gegenüber den Vorgängern machte die neuen Chevrolet Modelle zu echten Superstars:

Der Volvo PV 444 war ein Fall für die Mittelschicht. Die gab es in den 30ern bereits – doch noch kein Auto aus Göteborg für sie. Also zerpflückte man einen Hanomag, analysierte US-Cars und ermöglichte schließlich die Massenmotorisierung mit einem heimischen Produkt.

Der Volvo PV 444 wartete mit vorderer Einzelradaufhängung auf ©autorild.de

Nachdem dem Unternehmen ein Krieg dazwischen gekommen war, dauerte der Start der Fertigung des Volvo PV 444 bis 1944. Angesichts der Umstände verlief diese reichlich schleppend,

Derart vollmundig lobte einst eine Broschüre das Opel Kadett C Coupé – und bezog sich noch nicht einmal auf die wirklich flotten Vertreter vom Schlage eines Kadett C GT/E oder 2.0 Rallye. 

Vorn links hat der Opel Oldtimer wohl Feindkontakt erlitten ©autorild.de

In der Tat machte das Kadett Coupé einen sehr dynamischen Eindruck und vermochte damit die Biedermänner in der Kompaktklasse wie Ford Escort, Renault 6 oder Simca 1100  in gewissem Maße zu düpieren. Gewiss, kraftvolle Motoren gab es hier und da,

1959 zum eigenständigen Modell befördert, fungierte der Plymouth Fury als Topmodell der Brot-und Butter-Division der Chrysler Corporation. Ein Arme-Leute-Auto war der Fury 1960 dennoch nicht – ganz im Gegenteil.

Die Twotone-Lackierung steht dem Plymouth Hardtop Coupé bestens ©autorild.de

Auch wenn Plymouth damit angab, war der dahingehend neu konstruierte Fury keineswegs das einzige Auto seiner Klasse mit selbsttragender Karosserie – der Rambler Ambassador wies ebenfalls eine auf, doch

Als der Ford Falcon Sprint 1963 im Januar, also mitten im laufenden Modelljahr eingeführt wurde, verkörperte er das hinreißende Hardtop das Topmodell der bis dato eher biederen Baureihe. Als solches führte der Falcon Sprint auch einen V8-Motor ein.

Als Hardtop fand der Ford Falcon Sprint 1963 10.479 Käufer ©autorild.de

Ursprünglich noch mit dem 170 Special Six mit 101 hp geplant,