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    Alfa Romeo Giulia GT 1300 Junior

    Tags: Alfa Romeo | Mittelklasse

    Der Alfa Bertone führte seinerzeit zu so manchem Nasenabdruck am Schaufenster vom Autohaus. Denn der Alfa Romeo Giulia GT 1300 Junior kombinierte Wirtschaftlichkeit, fortschrittliche Technik und dynamischen Aussehen – ein Meisterstück.

    Alfa Giulia GT 1300 Junior in edlem Aubergine-Lack ©autorild.de
    In der Alfa Romeo Giulia GT 1300 Junior war der legendäre Doppelnocker freilich sehr adrett verpackt. Dass der Dreizehnhunderter 88 PS leistete, war beachtlich und damals ein ordentlicher Wert, der sonst mit weitgrößeren Motoren erzielt wurde. Ohnehin wussten die Italiener längst um ihre beachtlichen Triebwerke. Und auch, dass sie sich besonders gut verkauften, packte man sie in wohlgeformte Blechkleider. So geschah es beim Alfa Bertone.

    Der damalige Angestellte Giorgietto Giugiaro schuf sich mit dem auch als Alfa GT bezeichneten Coupe ein weiteres Denkmal.

    Sachliches wie augenfälliges Heck vom Alfa Bertone ©autorild.de

    Alfa Bertone zeigt, wie es geht

    Womit der Alfa Bertone jedoch wirklich Kunden anzog, war sein Sportsgeist, der sich nicht nur durch 173 km/h Spitze manifestierte. Schnelle Kurven machten dank der gut geführten Starrachse im Heck vom Alfa GT großen Spaß satt Angst. BMW bekam ab 1966, als der Alfa Romeo Giulia GT 1300 Junior Einzug in die Hallen der Händler hielt, eine wertvolle Lehre, die dann auch lange Zeit ernst genommen wurde: Sachliches, relativ zeitloses Design mit einem Schuss Sportlichkeit, Heckantrieb und stramme Motoren sorgen für volle Auftragsbücher.

    Der Alfa GT-Schriftzug könnte eine Überholung vertragen, der Rest sieht top aus ©autorild.de

    Alfa GT glänzt mit fünf Gängen

    Dass der Alfa Bertone von Anfang an über ein Fünfganggetriebe verfügte, verhalf ihm zu weiteren Ansehen. Damit konnte das Drehvormögen vom Giulia Motor so richtig ausgenutzt werden. Wer hatte so was in den späten 60ern schon? Opel oder Ford? Pfft. VW genauso wenig. Mit dem Fünfer-Rührwerk machte der Alfa GT 1300 Junior vielmehr – zumindest aus der Sicht seiner zahlreichen Aspiranten – den wahren Sportwagen aus Bella Italia Konkurrenz. Und die Fans, häufig klamm bei Kasse, warteten gern, bis zumindest ein solcher Alfa Gebrauchtwagen in greifbarer Nähe war. Ab 1974 verkaufter so mancher Alfista seine Giulia GT 1300 Junior. Kein Wunder, der Nachfolger Alfa GTV wusste ebenfalls zu gefallen.