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  • Startseite Oldtimer 2 Türen MGB GT – besser mit Dach
    

    MGB GT – besser mit Dach

    Tags: MGB

    Der MGB GT strafte alle jenen lügen, die da behaupteten, dass ein sportliches Auto dachlos zu sein habe: Der MG MGB mit Stoffverdeck war acht km/h langsamer.

    Dem MGB GT gelang sowieso beinahe alles besser, was sein Oben ohne-Bruder wenig galant, doch knorrig-solide erledigte: Obgleich ein wenig schwerer, machte das MG Coupe acht km/h mehr Spitzengeschwindigkeit als der offene MG MGB – 168 Sachen standen final auf dem Tacho. Zudem profitierte der MGB GT durch den geschlossenen Aufbau in punkto Karosserie-Steifigkeit und Gewichtsverteilung. Nur bei der Beschleunigung hatte der MG Roadster mit 11 Sekunden geringfügig die klassische Sportwagen-Nase vorn. Das war zur Markteinführung mehr als ordentlich, zur Produktionseinstellung 1980 immer noch akzeptabel.

     

    Im MG MGB ist Handarbeit gefordert

    Im MGB GT sorgte wie auch im MG MGB aufgepeppte Hausmannskost für Vortrieb: Der 1,8 l große Reihenvierer drückte dank zweier SU-Vergaser 95 PS an den schon damals nicht mehr taufrischen Heckantrieb mit Starachse an Blattfedern. Für die Kraftverwaltung war typischerweise ein manuelles Viergang-Getriebe zuständig. Zwar war für den MG MGB stets eine Dreistufen-Automatik optional zu bekommen, doch wollte es sich freilich kaum einer der Fahrer, die damals wie heute einander in Wettergegerbtheit und minimalistischer Ausstattung Tendenzen übertreffen wollten – no frills, just thrills.

    Fahrspaß pur im MGB GT

    Thrills konnte der MGB GT bei übertriebener Fahrweise am laufenden Meter bringen, allerdings meint es das Fahrwerk grundsätzlich wohlwollend – nicht umsonst sind noch derart viele MG MGB erhalten bzw. konnten überhaupt an den Mann gebracht werden. Frills waren wie erwähnt verpönt, nur zweckmäßiges Autozubehör durfte MG Coupe und Roadster aufwerten. Auch unser Fotomodell macht da keinen Aufnahme, zeitgenössische Felgen im Minilite-Stil, Zusatzscheinwerfer, aufgedonnerte Motorhaube und der Aufkleber von Bardahl, einer Schmierstoff-Marke am Heck müssen genügen. Also, allzeit gute Fahrt und viel Spaß am großen Gepäckraum – auf die Rückbank im engen Fond quetscht sich ohnehin niemand freiwillig.