Oldtimer

Nach dem Rekord P2 war Schluss mit schwülstigen Formen – eine neue sachliche Linie ohne Schnickschnack war gefragt. Die bot der 1963 eingeführte Opel Rekord A in jeder Hinsicht, da hatte das GM-Design-Center in Warren/Michigan ganze Arbeit geleistet. 

Einzig die großen Einzelscheinwerfer erinnern an frühere Opel Rekord ©autorild.de

Technisch war der Opel Rekord A indes veraltet:

Wer nur kommod reisen und fortschrittliches Denken an den Tag legen wollte, war mit der Citroën DS bestens bedient. War größeres Gepäck oder ein riesiger Hund mitzunehmen, bot sich die Kombi-Version Citroën DS Break an.

Dank Hydropneumatik kauert der Citroën DS Break flach auf der Straße ©autorild.de

An Platz mangelte es der Citroën DS Break wahrlich nicht: Der 1959 der Citroën DS nachgereichte Lademeister wies mit 313 cm den gleichen Radstand wie die DS Limousine, die mit 503 um 19 cm größere Länge wurde durch einen längeren hinteren Überhang erzielt. Das maximale Ladevolumen von rund 2.000 Litern machten den Citroën Kombi universell einsetzbar, aber hatte man vom Hersteller der genialen Wellblech-Kiste HY etwa anders erwartet?

Die erste auch außerhalb Japans erhältliche Modellreihe des Toyota Cressida gab es in Europa als Limousine und als Kombi; das Coupé schaffte es bestenfalls in Einzelfällen herüber.  

Im Farbton Light Green Metallic war der Toyota Cressida nur 1978 erhältlich ©autorild.de

Die intern als Toyota Cressida RX30 und der Toyota Cressida Kombi mit dem Werkscode RX35 lösten im Export den baugleichen Corona Mark II ab. Um den rivalisierenden Opel Senator, Ford Granada oder Audi 100 möglichst viele Kunden abzujagen,

1961 hatte Lincoln, die Nobelsparte von Ford, mit dem Continental für Furore gesorgt. Dessen schlichtes Styling fiel in einer schwülstigen Welt voller Chrom und Heckflossen erfrischend auf. Logisch, dass der Lincoln Continental 1962 da nur marginal geändert wurde.

Die Lincoln Limousine baut satte 541 cm lang ©autorild.de

Während Cadillac sich von den Flossen nur langsam verabschieden konnte und Imperial diesen Schritt nur mit Murren tat, war man bei Lincoln bereits deutlich weiter: Der von Elwood Engle gestaltete Continental brach ein für allemal mit dem Designexzess der 1950er Jahre und führte den Trend der kompletten 60er ein:

Klar, alle Yuppies und Hipster wollen den Saab 900. Damals wie heute. Doch der kleine Automobilhersteller aus Trollhättan hatte auch noch andere Modelle gebaut. Zum Beispiel den Vorgänger des 900, den Saab 99.

Saab verbaute am 99 zunächst genauso klobige Blinker wie Volvo an der frühen 140er-Reihe

Als der Saab 99 1968 in den Handel kam, rangierte er über dem technisch und stilistisch in die Jahre gekommenen Saab 96. Dem Frontantrieb hatte man natürlich die Treue gehalten, nicht aber den V4-Motoren aus dem Hause Ford:

Als indirekter Nachfolger von Diplomat, Admiral und Kapitän hatte es der 1978 eingeführte Opel Senator nie leicht – zu sehr erinnerte er an den deutlich darunter positionierten Opel Rekord, was seinen Kunden in der gehobenen Mittelklasse nicht das erhoffte Prestige brachte.

Der Senator A2 zeichnet sich durch breite Scheinwerfer und einen flachen Grill aus ©autorild.de

Unser Opel Senator Fotomodell gehört unverkennbar der 1982 lancierten, modellgepflegten A2-Serie an – die Scheinwerfer sind flacher und breiter, die Motorhaube läuft vorn abgeknickt aus. Gegen den aerodynamisch ausgeklügelten Mercedes 190 und W124 sowie den ebensolchen neuen Audi 100 sah der Senator A mit einem Luftwiderstandsbeiwert von 0,45 richtig alt aus, weswegen dieses Facelift rasch hermusste.

Der Plymouth Valiant gehört zu den Underdogs der US Cars: Kompakte Ausmaße und in der Regel sechs Zylinder entsprechen nicht unbedingt dem, was den Amischlitten-Fan hierzulande erfreut. Bei einem so leckeren Exemplar könnte man aber schwach werden.

Der Plymouth Valiant war ab 1963 ein automobiler Biedermann ©autorild.de

Vorliegender Plymouth Oldtimer ist Jahrgang 1966 und damit das letzte Modell der zweiten Valiant-Generation. Von seinen Vorgängern unterschied sich der als Wagon sowie zwei- und viertürige Limousine erhältliche Plymouth Valiant dieses Jahrgangs deutlich durch

Unterwegs in einem alten VW Bus? Na, dann Joint angesteckt und freie Liebe. Äh, halt. Abgesehen davon, dass Drogen am Lenkrad pfuipfui sind, würden sich hinterm Volant von unserem VW T2 Silberfisch Zigarre oder Pfeife wesentlich besser machen.

Nicht irgendein VW Bus, sondern ein ganz besonderer T2b ©autorild.de

Jawohl, ein T2 Silberfisch. Und nicht irgendeiner, sondern die VW Bus-Replika „Lord von Hannover“. Jener 1.200 mal gebaute Nobelbus hat mit den Hippie-Kisten nichts gemein:

Ohne Vans ging es auf dem US-Markt genau wie in Europa einfach nicht. Und was sich als Transporter bewährt hat, darf auch höhere Weihen erhalten und als Freizeitmobil glänzen. So wie dieser Dodge B300 Tradesman mit „Surveyor“-Ausbau.

Der B300 war der Dodge Van mit der höchsten Nutzlast ©autorild.de

Wer in den 70ern einen Camper auf dem US-Markt suchte, wurde von Angeboten fast erschlagen: Mit einer so genannten Campershell auf der Ladefläche mutierte jeder Pickup Truck zum Wohnmobil, mit einem Innenausbau ließ sich der Urlaub in einem Fullsize-Van verbringen;

Von 1966 bis 1974 wurde die Volvo 140-Reihe zum Millionär: So liefen 412.986 zweitürige Modelle des Typs 142 und 268.317 Volvo 145 Kombis vom Band. Topseller war aber die viertürige Volvo Limousine 144 mit 523.808 Einheiten.

Mit dem hellen Alugrill sieht die Front der Volvo Limousine regelrecht schüchtern aus ©autorild.de

Vorliegender Volvo 144 brachte mit kantigem, und zurückhaltendem Design die Abkehr vom rundlichen Vorgänger Volvo Amazon. An jenen erinnert der

Das Münchner P1 war seit jeher ein Ort der Schönen und Reichen. Im Rüsselsheimer P1 konnte man seinerzeit bestens Klönen und Schleichen – oder den anderen wenigen Autos davon fahren, denn zu den Bummlern gehörte der Opel Rekord P1 damals nicht.

Wie die Schwestermarke Buick hatte auch der Opel Rekord P1 senkrecht verlaufende Grillstreben ©autorild.de

Das „P1“ steht beim Opel Oldtimer freilich nicht für Prinzregentenstraße Nummer eins, sondern für Panoramascheibe, die erste. Denn als der von 1957 bis 1960 in satten 509.110 Exemplaren gebaute Opel Rekord P1 vom Rekord P2 abgelöst wurde, kam auch dieser mit den da bereits schon weniger angesagten Panoramascheiben;