Oldtimer

ZZ kann nicht nur „ziemlich zügig“ wie bei Hausmeister Krause bedeuten, sondern auch zeitgenössisches Zubehör. Und an dem mangelt es diesem Mercedes 230 E der Baureihe W123, dem Vorgänger der Mercedes E-Klasse, ganz sicher nicht.

Erst ab Serie drei erhielten alle W123-Motorisierungen nicht-glupschende Breitband-Scheinwerfer ©autorild.de

Unser Mercedes W123-Fotomodell zeichnet vor allem der üppige Chromanteil aus:

Rundscheinwerfer hatten die bodenständigen Ford Escort L-Modelle nur bis zum Sommer 1978. Doch nachdem die Ford RS-Kracher nicht mehr so einfach zu bekommen waren, wurden auch die biederen Limousinen zu Renngeräten umgestrickt. 

Das Ford Escort Tuning im Rallye-Stil erforderte ganz klar vier Zusatzscheinwerfer ©autorild.de/ Lennart Eichbaum

Das sportliche Topmodell, der Ford Escort RS 2000 hatte in der zweiten Baureihe hierzulande im Gegensatz zu Australien stets zwei Türen und vier Scheinwerfer. Bei unserem Escort-Fotomodell ist’s mit vier Türen und zwei Lampen genau andersrum.

Bevor der spanische Autohersteller Seat in Wolfsburger Hand war, liefen in Barcelona mehr oder minder modifizierte Fiat Modelle vom Band. Dabei deckten die frühen Seat Modelle wie ihre Turiner Pendants zahlreiche Fahrzeugsegmente ab.

Die kleinen Rechteck-Scheinwerfer hatte nur die erste Serie des Seat 131 ©autorild.de

Ein solcher Fiat-Seat ist auch vorliegender Seat 131 Kombi, wie es unzweifelhaft das Emblem im Kühlergrill kundtut. Da der Fiat 130 nicht in Lizenz gebaut wurde, stellte der exakt vor 40 Jahren in der Mittelklasse positionierte Seat Oldtimer seinerzeit damit das Topmodell der Spanier dar. Unser Seat Kombi-Fotomodell war mit 55 kW/75 PS und 111 Nm Drehmoment die Basisversion der Baureihe;

Der Citroën GS machte ab 1970 auch unterhalb der DS die Hydropneumatik-Federung für einen breiteren Kundenkreis erhältlich. Optisch wird der Citroën Oldtimer jedoch eher auf deren Nachfolger, den CX, hin.

Das Loch unter dem Citroën-Emblem war für den Notstart per Kurbel gedacht ©autorild.de

Den Citroën GS gab es wie das Markenflaggschiff selbstverständlich auch als Kombi, der wie üblich als GS Break vertrieben wurde. Auf kurzen 412 cm Länge, 160 cm Breite und 135 cm Höhe bot der Citroën GS Break reichlich Platz:

Wem der Austin Mini zu klein war, der konnte in den 1960ern der British Motor Corporation die Treue halten und eine Stufe höher zuschlagen: In der Kompaktklasse lockte neben dem 1100 der Austin 1300.

Der optische Zustand vom Austin Oldtimer ist makellos ©autorild.de
Der Austin 1100 rollte im Oktober 1963 als Badge-Engineering-Version des im August 1962 vorgestellten Morris 1100. Zuvor lancierte die Konzernmutter noch die direkten Derivate MG 1100 mit zwei Vergasern und Vanden Plas Princess 1100. Im Jahr 1967 wurde vorliegende, bis 1971 gebaute Mark II-Serie eingeführt.

Eines der erfolgreichsten Peugeot Modelle war der 404: Allein in Frankreich liefen zwischen 1960 und 1975 satte 1.847.568 Einheiten vom Band. Auf diesem geebneten Boden gedieh danach der in noch höheren Stückzahlen produzierte Peugeot 504.

Die großen Radkappen deuten auf einen Peugeot 404 Super Luxe hin ©autorild.de
Das Peugeot 404 Cabrio ist zweifelsohne ein Schmückstück, und auch beim Peugeot 404 Coupé kann man in Schwärmen kommen. Was aber tut der, der sich einen ähnlich noblen Peugeot 404 kaufen möchte, aber auf deutlich mehr Platz im Fond angewiesen ist?

Wenn die Sowjets sich nicht gerade Nachbauten von Fiat 124 oder Opel Kadett widmeten, konnten sie durchaus eigene Pkw entwerfen. Zu den seinerzeit sehr erfolgreichen Ost-Autos gehörte etwa der von 1967 bis 1975 gebaute Moskwitsch 412.

Die Bodenfreiheit unterschied diverse Ost-Autos von ihren westlichen Klassenkameraden ©autorild.de
Der Moskwitsch 412 hatte unter den für jedermann neu erhältlichen Fahrzeugen eine Sonderstellung – mit 75 PS und 108 Nm Drehmoment nämlich reichlich Dampf. Das gab es weder bei Dacia, Wartburg noch Skoda:

Als der Jaguar 420 1966 vorgestellt wurde, schloss er bis zu seiner Einstellung 1968 die Lücke zwischen dem Jaguar Mark II und dem Mark X. Namensgebend war der 4,2 Liter große Reihensechszylinder, der in ähnlicher Form auch den Jaguar E-Type antrieb.

Die Frontgestaltung des Jaguar 420 lehnt sich an die des Mark X an ©autorild.de
Technisch glich der Jaguar 420 größtenteils dem Jaguar S-Type, der wiederum auf dem Mark II basierte. Um den 4,2-Liter-Sechszylinder aufzunehmen, musste Jaguar dem 420 aber einen längeren Vorderwagen verpassen.

Kaum gestohlen, schon in Polen, wusste der Volksmund in den 90er Jahren verschwundene Pkw zu lokalisieren. Da ging es der nicht nur polnischen Autoindustrie eher schlecht, doch zu Ostblock-Zeiten bot diese mit dem Polski Fiat 125p noch ein echtes Statussymbol an.

Mit Chromgrill wurde der Polski Fiat 125p nur bis 1973 ausgeliefert ©autorild.de
Der Polski Fiat 125p war das modernste Fahrzeug, was in Polen vom Band lief – und der Fiat Oldtimer stach sogar den als Viertakter westlicher Konstruktion geschätzten sowjetischen Lada 2101 aus. Jener war ebenfalls ein Lizenzbau, lag aber dem Fiat 124 zugrunde, während die Stufenheck-Limousine von Polski Fiat auf dem darüber positionierten Fiat 125 basierte.

Was heute der Volvo S80, war vor 40 Jahren der Volvo 164 – das Flaggschiff von Volvo Cars, das von August 1968 bis April 1975 in der gehobenen Mittelklasse auf Kundenfang ging. Optional gab es Ledersitze, Schiebedach, Servolenkung, Automatik und Klimaanlage.

Der Volvo 164 ist leicht an den doppelte Rundscheinwerfern und dem wuchtigen Grill erkennbar ©autorild.de
Wer sich diesen Volvo kaufen konnte, hatte es geschafft: Der Einstandspreis von 22.600 DM im Jahr 1973 lag zwar gut vier Riesen unter dem des Jaguar XJ, repräsentierte aber immer noch einen Gegenwert von drei Fiat 128 Rally.

Länger, breiter und flacher: Als der Opel Ascona B 1975 im September debütierte, war er genau nach dieser in der Autoindustrie üblichen Designmaxime gestaltet worden. Und kam mit 1.306.487 Einheiten bei den Kunden bestens an.

Den Opel Ascona B gab’s auch als Zweitürer, aber nicht mehr als Kombi ©autorild.de
Der Opel Ascona B löste ab November 1970 gebauten Ascona A ab und stellte den letzten  Ascona mit klassischem Heckantrieb sowie hinterer Starrachse dar. Die mit zwei und vier Türen erhältliche Ascona-Limousine verfügte über die gleiche Technik wie der parallel vorgestellte Opel Manta B – so verhielt es sich auch schon bei seinem Vorgänger und Manta A.