Youngtimer

Vorliegender Nissan 200SX gehört wie etliche seiner japanischen Rivalen zu denjenigen 90er-Jahre-Autos, die Ottonormalverbraucher gar nicht mehr auf dem Zettel hat. Blöd, denn 200SX, NSX, SVT und Co. haben einiges zu bieten.

Die flachen Scheinwerfer kennzeichnen die Facelift-Version des Nissan 200SX ©autorild.de
Bekanntere Nissan Sportwagen als den 200SX gibt es ebenso reichlich, man denke nur an die Nissan Modelle GT-R, 240Z oder auch 370Z. Leichtere als den Nissan 200SX S14, so der Werkscode dieser von 1993 bis 1996 gefertigten Baureihe gab allerdings nur in den Reihen seiner Vorgänger:

Schon das reguläre Audi quattro Coupé war in den Händen kompetenter Fahrer eine echte Wucht in der Rallye WM. Doch Gutes kann noch besser werden, und schon 1983 präsentierte Audi den Sport quattro. 30 Jahre später führen wir den Supersportler der 80er Jahre.

Mit der dünnen Alpenluft kam der Audi Sportwagen problemlos zurecht ©AUDI AG
Der Audi Sport quattro gehört mit lediglich 220 gefertigten Einheiten zu den absoluten Ingolstädter Raritäten, und umso glücklicher waren wir, diesen Boliden auf der Audi World of quattro Alpen Tour 2013 von Interlaken nach St. Moritz bewegen zu dürfen. Der Audi Youngtimer ist bereits warmgefahren, als wir ihn übernehmen. Äußerlich kantig wie die übrigen Audi Modelle der frühen Eighties, aber innen deutlich umfassender ausgerüstet:

Der im Jahr 2000 präsentierte Lotec Sirius ruht auf einem Rahmen aus Chrommolybdänstahl und Kohlefaser und bringt schlanke 1.280 Kilogramm auf die Waage, garniert mit minimal 1.000 PS.

Klappen gehört beim Lotec Sirius zum Handwerk ©LOTEC GmbH Kurt Lotterschmid

Damit gehört der Lotec Sirius zu den absoluten Supersportwagen: Benötigt der Hecktriebler mit Scherentüren á la Lamborghini aufgrund mangelnder Traktion zwar heutzutage vergleichsweise lang anmutende 3,8 Sekunden für den Sprint von 0 auf 100 km/h, macht er dies durch lediglich weitere 4,0 Sekunden für den Spurt auf Tempo 200 mehr als wett.

Um sich seinerzeit einen Pontiac Firebird kaufen zu können, bedurfte es keiner großen Ersparnisse – wenn es denn nicht unbedingt ein Firebird Trans Am sein musste, der in den 80ern zu den schnellsten amerikanischen Autos gehörte.

Front und Spiegel vom Pontiac Youngtimer fallen recht windschnittig aus ©autorild.de
Doch auch das Pontiac Firebird-Basismodell unterhalb von Firebird Formula oder eben dem Trans Amwar ein Garant für Spaß – und das lag nicht nur an der sportlichen Optik mit kuppelartig verglastem Fließheck, langer Motorhaube und den zeitgeistigen Klappscheinwerfern vom 126 cm flachen Pontiac Coupé.

Autos wie der Tiffany entstammten einer Zeit, in der Understatement unbekannt war und Luxusschlitten keineswegs rasant, doch dafür um so auffälliger zu sein hatten.

Die Front vom Tiffany ist recht imposant geraten ©autorild.de
Neo-Classic Cars wie unser Tiffany Coupe wurden in den 60ern eingeführt, um den Kunden ein Fahrzeug im Vorkriegslook zu bieten, ohne ihnen dabei modernere Fahrwerke und zeitgenössische US-Triebwerke vorenthalten zu müssen.

Das Volvo 780 Bertone Coupe ist klar als Produkt der 80er Jahre zu erkennen – der italienische Designer gab sich dabei auch größte Mühe. Ein sonderlicher Erfolg war dem Volvo Youngtimer indes nicht beschieden.

Das Volvo Coupe wirkt deutlich kleiner, als es tatsächlich ist ©autorild.de
Den Volvo 780, der Nachfolger des Volvo Bertone 262C gab es in Deutschland offiziell nicht. Warum?

Nach Porsche 944 S2 und Co. war es 1991 mal wieder Zeit, dem Flitzer auf der kleinen Transaxle-Plattform ein umfassendes Facelift zu verpassen. Doch wurde daraus gleich ein neues Modell – der Porsche 968.

Der Porsche 968 verabschiedete sich von den verdeckten Klappscheinwerfern des 944 ©autorild.de
Optisch ist der Porsche 968 leicht von seinem Vorgänger 944 zu unterschieden – er hat offen liegende und keine versteckten Klappscheinwerfer, ganz wie der größere Porsche 928. Damit ließ sich sogar ein Hauch 911er-Optik erzielen.

Betagte Dame mithilfe von Plastik in Form zu bringen, klappt nur selten. Das ist meist auch der Fall, wird probiert, mit der Plastik Tuning-Mode der 80er Jahre die quasi noch gusseisernen Fahrzeuge der Seventies wie dieses Mercedes W123 Coupe zu verschönern.

 Mercedes Tuning mit Plastik: Da, wo es rechts neben dem Kühler rostet, ist aber Metall ©autorild.de
Der W123 hat optisch, so ist es nun einmal, keinerlei sportliche Gene vorzuweisen. Vielmehr wirkt vorliegender Mercedes 230 CE solide und stämmig-elegant. Doch was tun, wenn links und rechts der Auffahrt tiefergelegte Opel Asconas und verbreiterte 3er BMW den eigenen Mercedes W123 altbacken und unsportlich wirken lassen?

Oje, zu mehr als ’nem alten VW Polo hat’s nicht gereicht. Da helfen nur Kreativität und persönlicher Einsatz, um einem gebrauchten Polo 86C zu einem aufregenderen Auftritt zu verhelfen.

Vor dem Facelift trug der VW Polo II noch Rundscheinwerfer ©autorild.de
Bei diesem VW Polo Gebrauchtwagen entschloss sich der Besitzer dazu, mit wenig Geld und Aufwand eine Individualisierung im Rat Rod-Stil vorzunehmen. Dazu bedarf es mittlerweile keines runtergerockten Hot Rods oder 50s-Custom mehr, auch Youngtimer von Opel, VW und Konsorten werden gern rattig aufgedresst.

Schön ’nen Honda CRX kaufen und dann erstmal ordentlich aufmotzen. Wer zurückblickt, hat womöglich wieder vor Augen, wie populär Honda CRX Tuning damals war: Sowohl am Honda Civic wie auch am von ihm abgeleiteten CRX dröhnten stets die dicksten Endrohre.

Die Haubenbeule lässt den Honda CRX ED9 noch dynamischer wirken ©autorild.de
Vorliegender roter CRX wurde jedoch keinen Honda Tuning-Maßnahmen unterzogen: Hier atmet der 1,6 Liter große Vierzylinder katgefiltert noch über die originale Doppelrohr-Anlage aus, und sogar die serienmäßigen Radkappen des Honda CRX ED9 – so der Werkscode des Fotomodells – sind noch vorhanden.

Mit dem Eclipse bot Mitsubishi Motors einen Sportflitzer an, der – erkennbar an den Klappscheinwerfern – primär für den US-Markt entwickelt worden war. Nach Deutschland fand das Mitsubishi Coupe offiziell nur mit Frontantrieb, während es anderswo auch Allrad gab.

Die Klappscheinwerfer gehörten am Mitsubishi Eclipse einfach dazu ©autorild.de
Wer einen Mitsubishi Eclipse kaufen wollte, tat sicherlich keine falsche Entscheidung: Grundausstattung des Eclipse hieß hierzulande Vollausstattung mit Ausnahme von Schiebedach und mit Leder ausgeschlagenem Interieur.