Die im Frühjahr 1951 eingeführten Citroën Lieferwagen auf 2CV-Basis unterschieden sich von der Limousine ab der B-Säule durch einen kastenartigen geräumigen Laderaum, der durch zwei Flügeltüren am Heck zu beladen ist.

Der Citroën Oldtimer bietet 2.270 Liter Stauraum ©autorild.de

Die kleinen Citroën Nutzfahrzeuge waren in Frankreich und der Schweiz oft im Einsatz bei der Post und im Kleingewerbe, während der AK 400 in Deutschland bevorzugt als preiswertes Wohnmobil Verwendung fand. Wer hierzulande einen Lieferwagen brauchte,

griff eher zum VW Bus, zum Transit oder zu einem verblechten Kombi. Derlei kam westlich des Rheins überhaupt nicht in Frage, und so schnappte sich Monsieur Trouillet einen Citroën AK 400. Mit 2,27 Kubikmeter Ladevolumen und 400 kg Zuladung eignete sich die letzte Version der Kastenente, bevor sie Mitte 1978 von der Hochdachversion der Dyane namens Citroën Acadiane abgelöst wurde, bestens für den Rundfunk- und TV-Service: Neben Omas Radiotruhe hatten auch ein Braun Schneewittchensarg und ein wuchtiger Röhrenfernseher Platz.

Der Chromgrill am Citroën Transporter ist nicht orginal ©autorild.de

Der Citroën Oldtimer war ideal zum TV-Transport

Jener Citroën AK 400 aus dem Ort Denain, der in der Region Nord-Pas-de-Calais nahe der belgischen Grenze gleichwohl den häuslichen Frieden wie auch den Empfang von Nachrichten sicherstellte, wurde zwischen 1974 und 1976 gebaut: Nur in dieser Zeit hatte der Citroën AK 400 die Rechteck-Scheinwerfer und den Kunststoff-Frontgrill der Limousine. Die große Kastenente erhielt auch einen stärkeren Motor als ihre Vorgänger – hier ging der 600-Kubik-Zweizylinder aus dem Citroën Ami 8 mit 35 PS und 46 Nm Drehmoment zu Werke und schob den leer 640 kg leichten AK 400 auf bis zu 100 km/h. Frontantrieb und Viergang-Krückstockschaltung waren Ehrensache, die weiche Federung zum Schutz der kostbaren Fracht des Herrn Trouillet ebenso. 

Das geteilte Nummernschild dieses Citroën AK 400 ist ein besonders schräges Feature ©autorild.de

Der Citroën AK 400 bietet viel Bekanntes

Die Jahre harter Arbeit gingen an dem Citroën Oldtimer freilich nicht spurlos vorbei, und so fällt manches neue Teil ins Auge – sofern es nicht von der herrlichen Patina, die garantiert nicht künstlich erzeugt wurde, völlig gefesselt ist. Anders als in der Citroën 2CV-Baisausstattung gab es im AK400 nicht das Einspeichen-Lenkrad, sondern das zweispeichige Volant von 2CV 4 und 2CV 6 samt deren Armaturenbrett mit großem Stauraum. Hinzu noch ein paar mit Kunstleder bezogene Sitze, fertig war der bei 251 cm Radstand 380 cm lange, 150 cm breite und 185 cm hohe Citroën Transporter. Selbst bei einem Platten musste sich Herr Trouillet nicht ärgern, erlaubte doch die praktische Ersatzrad-Klappe hinter der Fahrertür einen Reifenwechsel, ohne erst den Laderaum zu leeren oder auch unter die Kastenente zu kriechen.

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