Der Kompaktwagen Plymouth Volare ist wie sein Stiefbruder Dodge Aspen inzwischen selten geworden. Wer aber hofft, dass dieser 1a Plymouth for Sale ist, muss leider weitersuchen.

Plymouth Volare - der Einfluss vom Valiant ist unbestreitbar ©autorild.de
Wer in den späten 70ern einen Plymouth kaufen wollte, hatte es schwer: Die Modellpalette war relativ veraltet, skurrile Captive Imports sorgten für Stirnrunzeln und dann war noch der Plymouth Volare da. Der löste als Sedan, Coupe und Kombi ab 1976 den beliebten und tausendfach erprobten Plymouth Valiant ab.

Sehr zur Unfreude vieler Kunden: Der als Basis Mopar für preisbewusste Käufer gedachte Kompaktwagen war weit davon entfernt, dem zuverlässigen Valiant alle Ehre zu machen. Sobald der neue Besitzer das Schild „Plymouth for Sale“ entfernt hatte, wusste sein brandneues Plymouth Auto sofort für Verdruss zu sorgen.

Das kompakte Plymouth Auto von hinten ©autorild.de

Plymouth für Sale! Plymouth für Sale! – dann kam die Katerstimmung

Der Plymouth Volare brachte Chrysler 190 Mio US-$ Zusatzkosten für frühzeitige Rostschäden. Doch auch die Technik vom Plymouth Auto war unausgereift, wie sich Lee Iacocca in seiner Autobiografie erinnert: „Der Motor blockierte, wenn man auf das Gaspedal trat. Die Bremsen versagten. Die Motorhauben klappten während der Fahrt auf. Die Kunden beschwerten sich und mehr als dreieinhalb Millionen Fahrzeuge wurden den Händlern zur kostenlosen Reparatur zurückgebracht.“ Ein immenser Wertverlust – Grund für die heutige Seltenheit – erschütterte daraufhin das Plymouth Auto. Wen das nicht störte, der ging weiterhin Plymouth kaufen.

Kein „Plymouth for Sale“-Schild, sondern das Emblem auf dem Kotflügel ©autorild.de

Plymouth Volare in erstklassigem Zustand

Unser Plymouth Volare Fotomodell scheint derlei nicht einmal vom Hörensagen zu kenne, so prächtig sieht er aus. Blinkende Radkappen, Vinyldach, Zierleisten, Metallic-Lack – alles da, was das Plymouth Auto edler erscheinen lässt, als es eigentlich ist: bestenfalls untere Mittelklasse. Dennoch damals wie heute durchaus beeindruckend. Wem der US Ford Granada zu fordig war und der Pontiac Ventura zu sehr nach billigem Chevy Nova aussah, der hatte gar keine andere Wahl, als beim nächsten Pentastar-Dealer vorbeizuschauen.
Wünschen wir dem Halter, dass er so bald kein Schild „Plymouth für Sale“ an den Spiegel hängen muss, sondern sich noch recht lange an seiner Mopar-Rarität erfreuen kann.

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