Dass Kompaktwagen wie der Mazda 323 in Deutschland gut liefen, bekamen die Importeure rasch mit. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten konnte sich die Kompaktklasse aus Japan dann aber etablieren.

Der Lack vom Mazda Youngtimer ist unterschiedlich stark verlebt ©autorild.de

Zum Einstand ins Straßenbild gehörte beim Mazda 323 genauso wie bei Kadett und Escort die Umrüstung auf Frontantrieb. Dies geschah 1980,

und im Juli 1985 begann die Einführung der nächsten 323-Generation mit dem Werkscode BF. Dieser nahm das Basisdesign seines Vorgängers auf, kam jedoch weniger kantig und mit flacherer Linie daher. Auf den ersten Blick hoben den bei 240 cm Radstand 399 cm langen, 165 cm breiten und 139 cm hohen Mazda Kompaktwagen seine deutlich schmaleren Scheinwerfer. Wie schon zuvor war auch der 323 BF als viertürige Stufenhecklimousine sowie als zwei- und viertüriges Schrägheck zu bekommen. Ab Mai 1986 boten die Mazda Händler dann auch einen neuen 323 Kombi an.  

Die Fahrertür vom Mazda Kompaktwagen hatte schon mal Feindkontakt ©autorild.de

86 PS machen den Mazda 323 recht flott

Vorliegender Mazda Youngtimer gehörte mit seinem 1,6-l-Reihenvierzylinder zu den flinken Vertretern seines Standes: In 11,3 Sekunden spurtete der 323 1.6i von 0 auf 100 und erreichte sehr ordentliche 167 km/h Spitze. Kein Wunder, der Motor leistete vergleichsweise üppige 86 PS und mobilisierte 125 Nm Drehmoment, die über ein Viergang-Getriebe an die Vorderräder geleitet wurden. Das, was die Brennräume einst über die Bosch L-Jetronic erreicht hatte, verließ den Mazda 323 in Zeiten von Waldsterben und Ökobewegung trendgemäß über einen Dreiwege-Katalysator. Was Mazda allerdings dazu bewog, sich am Kühlgrill klein und am Heck groß zu schreiben und drei verschiedene Typographien zu verwenden, wird nicht mehr schlüssig zu erklären sein.

Der Zahn der Zeit biss auch in den Stoßfänger vom Mazda 323 ©autorild.de

Rost ist dem Mazda Youngtimer fremd

Unser leer 945 kg leichtes Mazda 323 Fotomodell lief leicht an der nicht mittig heruntergezogenen Motorhaube und den gelben Blinkergläsern erkennbar vor dem Facelift 1987 vom Band. Als umfangreich ausgestatteter GLX mit Einspritzung seinerzeit absolut kein Billigheimer, könnte sich dieser Mazda Youngtimer immer noch beim Erstbesitzer befinden – das DIN-Kennzeichen lässt diesen Gedanken zu. Der rote Lack hat all die Jahre natürlich nicht gut überstanden, macht aber noch einen relativ guten Eindruck wie auch das Blech. Diverse Spuren von Feindkontakten runden die Alterserscheinungen des 323 1.6i ab – aber die sind nach rund 30 Jahren nicht tadelig.

Einer geht noch: Klebeschild-Kollektion am Mazda-Heck ©autorild.de

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