Als der Plymouth Road Runner 1968 debütierte, leistete er dem jugendlichen Traum von reichlich Power zu kleinem Kurs neuen Vorschub. Und Vortrieb ließ das vom Plymouth Belvedere abgeleitete Muscle Car mit Cartoon-Anleihen in der Tat nicht missen.

Als Hardtop kam der Plymouth Road Runner einige Monate später auf den Markt ©autorild.de

Um den Plymouth Road Runner möglichst billig anbieten zu können,

steckte anfangs nichts drin außer dem an eine Viergang-Schaltung gekoppelten 383 cui V8 Big Block mit Vierfach-Vergaser, spezieller Nockenwelle und den Köpfen des 440 cui Super Commando. Damit gab es für 2.895 $ stramme 335 hp und 576 Nm Drehmoment. Erst später im Modelljahr gesellte sich das Hardtop ohne Pfosten hinter der Tür zum 2-door Coupe mit B-Säulen hinzu. Um ersteres handelt es sich auch bei vorliegendem Plymouth Oldtimer, das konzeptbedingt etwas weniger verwindungsfest, dafür aber eleganter war. Dieser aus motorsportlicher Sicht ungünstige Umstand blieb der Kundschaft nicht verborgen, denn das 139 $ teurere Road Runner Hardtop lag mit 15.358 Einheiten deutlich hinter den 29.240 Coupes zurück. 

Plymouth spendierte dem Road Runner ab Werk den 383 cui V8 mit 335 hp ©autorild.de

Auf Wunsch leistete der Plymouth Road Runner 425 hp

Außerdem trugen beide Plymouth Modelle dasselbe Dach und dieselben rahmenlosen Türen, da griff man lieber zum Coupe und steckte das gesparte Geld gleich in Optionen wie Drehzahlmesser, Vinyldach, Sportfelgen oder das mattschwarze Feld auf der Motorhaube. Diverse Performance-Extras bis hin zum 425-hp-Hemi waren für das US Car, das ab Werk mit Red Streak-Reifen, Lufthutzen-Haube, Sportfahrwerk, ungedämpften Luftfilter in schwarzem Schrumpflack-Finish und Doppelrohr-Auspuff kam, ebenfalls erhältlich. Einzelsitze standen wie das Plymouth Road Runner Cabrio nicht auf der Liste, doch die dreistufige Torqueflite-Automatik stand für den Mopar selbstredend zur Verfügung. Dass die unsportlich sei, fanden doch allenfalls diese bornierten Europäer. 

Der Doppelrohrauspuff war beim Plymouth Oldtimer serienmäßig ©autorild.de

Der Plymouth Oldtimer begeisterte die Zielgruppe

Statt der erwarteten 20.000 Plymouth Roadrunner überzeugte mehr als die doppelte Anzahl einen Kunden, womit das Muscle Car mit der legendären Meep-Meep-Hupe plötzlich in seiner Kategorie auf Platz drei hinter Pontiac GTO und Chevy Chevelle SS rangierte. Dodge nahm den Erfolg des flotten Vogels mitten im 68er Modelljahr gar zum Anlass, schnell die ähnlich gestrickte Coronet Super Bee hinterher zuschieben. „Der Plymouth-gewinnt-dich-Beat geht weiter“, dozierten die Werbetexter. Angesichts unseres in Matador Red lackierten Fotomodells auch kaum verwunderlich. Dass der Spurt von 0 auf 100 km/h in 7,2 Sekunden vollbracht und die Viertelmeile in 15 Sekunden durcheilt war, dürfte die Popularität vom Plymouth Oldtimer auch nicht gerade geschmälert haben. 

Diesen Artikel teilen in:

Submit to DeliciousSubmit to DiggSubmit to FacebookSubmit to Google PlusSubmit to StumbleuponSubmit to TechnoratiSubmit to TwitterSubmit to LinkedIn

Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Aktualisieren