Als praktischer Kompaktwagen erfreute sich der Citroen Ami 8 Break einer großen, wenn auch wenig anspruchsvollen Kundschaft. Sie schätzte den Citroen Kombi wegen seiner Vorzüge und ignorierte seine durchaus vorhandenen Schwächen geflissentlich.

Citroen Ami 8 Break - die Farbe folgt der Funktion ©autorild.de
Dass vorliegender Citroen Ami 8 Break einen Schönheitspreis bekommen wird, ist allein schon aufgrund seines Lacktons fraglich, der an irgendetwas erinnert, das vergilbt ist. Oder an Zahnbelag. Oder, oder, oder... Dabei hat der Citroen Break, der von 1969 bis 1978 gefertigt wurde, durchaus seine Qualitäten.

Das weiche Fahrwerk beispielsweise, das aus dem des 2CV entwickelt wurde, schont die Fracht im seinerzeit recht geräumigen Kofferraum. Der hätte sogar noch um einiges größer ausfallen können, wäre das Dach des Citroen Break nicht derart schmal geraten. Doch mussten ja diverse Karosserieelemente seines noch skurrileren Vorgängers Ami 6 übernommen werden, weswegen daraus nichts wurde.

Gut erkennbar sind die abnehmbaren Kotflügel vom Citroen Kombi ©autorild.de

Zwei kleine Pils Hubraum im Citroen Ami 8

Mit dem Citroen Ami 8 flott unterwegs zu sein, klappt nur, wenn es sich um einen Ami Super mit dem 54 PS starken Vierzylinder aus dem GS handelt - siehe Doku am Ende des Artikels. Unser 399 cm langes und 153 cm breites Citroen Kombi-Fotomodell ist jedoch mit dem 602-Kubik Twin aus dem abgelösten Ami 6 versehen, der überschaubare 32 PS auskeucht. Das war bereits zu Beginn der 70er nicht allzu viel, so hatte etwa der Konkurrent Opel Kadett B mindestens 40 PS. Auch der Ford Escort, wie der Rüsselsheimer klassisch mit Heckantrieb war dem Citroen Ami in Sachen Leistung überlegen. Trotz des schnatternden Boxers fand der Ami 8 schließlich über 800.000 Käufer – wer einen schnellen Citroen wollte, griff zum GS.

Edelstes Teil am ganzen Auto: das Ami 8 Emblem aus gebürstetem Aluminium ©autorild.de

Ami 8 hängt seiner Zeit hinterher

Und daran litt der Citroen Ami 8, der im Falle des Break streng genommen ein Facelift des Ami 6 darstellte, während das von Mercury übernommene versenkbare Heckfenster der Limousine einem weniger gewagten Schrägheck wich: Die Basis Citroen Ami 6 stammte aus dem Jahr 1961, was auch den Kunden nicht verborgen blieb. Dessen, nun ja, einmalige Front wurde auch nur mäßig kaschiert und entsprach dem Zeitgeschmack eher wenig. Klar, dass der moderner aussehende, hydropneumatisch gefederte und eben auch schnellere GS dem Ami 8 den Schneid abkaufte. Doch inzwischen erfährt der lange Zeit vernachlässigte Citroen Oldtimer die ihm gebührende Zuneigung und Pflege – auch wenn er zehennagelgelb gelackt ist.

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