Der smart fortwo electric drive ist immer mal wieder auf der Straße zu sehen – vor allem in Hand von Firmen, die sich mit dem Elektroauto grün darstellen wollen und. Bereits im nächsten Jahr kann auch der private Kunde diesen smart fortwo kaufen. Wie summt der Kleine?

Neuer smart fortwo electric drive in Gesellschaft zweier alter Mopeds ©autorild.de
Im smart fortwo electric drive summt es nicht nur, bei Geschwindigkeiten über 70 Sachen heult und pfeift es auch ein bisschen – man hat direkt das Gefühl, mit Warpantrieb in einem Raumschiff umherzurasen. Doch bis es beim smart fortwo-Test dazu kam, dauerte es eine Weile; während der Elektro smart ratzfatz auf Tempo 50 ist, geht es ab dann unerklärlicherweise deutlich träger zur Sache.

Doch was soll’s, der elektrische smart fortwo ist ohnehin primär für den urbanen Einsatz gedacht, da kommt diese Eigenart des Zweiganggetriebes – je ein Vorwärts- und Rückwärtsgang – nicht weiter zum Tragen.

Sollte der Tankwagenfahrer streiken, kann’s dem Besitzer vom Elektro smart egal sein ©autorild.de

Kritikpunkte am smart fortwo electric drive

Das Anfahren mit dem Elektro smart gestaltet sich tatsächlich ungewohnt: Nach dem Einlegen des Wählhebels auf „D“ und dem Loslassen der Bremse rollt der smart fortwo electric drive eben nicht wie ein herkömmliches Automatik-Fahrzeug an, sondern muss mit einem Tritt aufs rechte Pedal dazu gebeten werden. Die Pedalerie gehört auch zu den Kritikpunkten der City-Summse: Sie sind äußerst schwergängig und damit unkomfortabel zu bedienen, wofür Hersteller Mercedes-Benz sonst ja definitiv nicht bekannt ist. Abhilfe dürfte hier leicht zu schaffen sein, schließlich braucht’s im regulären smart fortwo ja auch keine Linebacker-Waden.

Ob ein smart electric drive an Bord hat, erklärt dieses Emblem, sollte der spätere Kunde den grünen Schriftzug abbestellen ©autorild.de

smart fortwo gewohnt fahrdynamisch

Womit der smart electric drive jedoch alle diese Kleinigkeiten locker kompensiert, ist sein Heckantrieb – der 30 kW (40 PS) starke Kleinstwagen lässt sich angenehm agil auch um Ecken und Kurven zirkeln, wo jedes größere Fahrzeug dreimal hin- und herrangieren müsste. Natürlich liegt das in erster Linie an den 187 cm Radstand, doch ist es einfach eine Lust, in den Vorderrädern keinerlei Einflüsse der 120 Nm Drehmoment des Permanentmagnetmotors zu spüren. Über die Federung gibt es im smart fortwo Fahrbricht nichts Schlechtes zu sagen; sie erfüllt ihren Job gut, erfreut mit knackiger Abstimmung und animiert dazu, den Elektro smart möglichst rasch wieder zum Heulen und Pfeifen zu bringen.

smart fortwo dringt ins Porsche-Revier ein ©autorild.de

Rekuperation im Elektro smart

Ob der smart fortwo electric drive die versprochenen reichweite von 135 km schafft, testeten wir nicht – angesichts der bergigen Strecke, die wir im Rahmen des Mercedes-Benz TecDay E-Drive in Malmsheim bei Stuttgart befuhren, bestand diesbezüglich auch kein Grund zum Zweifel. Sobald das Gaspedal losgelassen wird – beim Bergabrollen und Bremsen – wird Energie rekuperiert, sprich die Batterie wieder geladen. Bis zu 40 km Extrastrecke sollen sich damit erzeugen lassen.  Sollten Sie nun diesen Smart kaufen? Ausschließlich für kurze Wege mit sicherer Lademöglichkeit: Auf jeden Fall. Wer mehr Platz oder Reichweite benötigt, ist mit anderen Autos wie dem ML 250 BlueTec besser bedient – der ist mit sechs Litern Diesel kaum weniger energieeffizient.

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