Beim Lada Niva Test stellet sich rasch heraus, dass Tankstellenbesitzer Gas geben zwar seliger als nehmen empfinden, aber dennoch einen Obolus einforderten. Sei’s drum: Die Lada Niva Gas-Anlage drückte den Durst deutlich.

Der Schotterweg forderte den Lada 4x4-Antrieb nicht im Ansatz ©autorild.de
Der reguläre Lada Niva Verbrauch fällt mit 12,2 Litern innerorts angesichts von 83 PS bei 5.000 Umdrehungen reichlich hoch aus; außerorts sind es 8,0 und kombiniert 9,5 Liter auf 100 Kilometer. Da kam die optionale Autogas-Anlage im Niva genau richtig – hier fließen in der Stadt 15,4 Liter durch die Einspritzdüsen der Multipoint-Einspritzung, doch kostet dieser Treibstoff mit 78 Cent pro Liter etwa die Hälfte von Benzin.

Das Drehmoment des 1.690 ccm großen Vierzylinders von 129 Nm bei 4.000 Touren reichte dann auch nur knapp, um an der Ampel einen gut im Futter stehenden Mercedes Actros abzuhängen – einen durchzugsstarken Lada Niva Diesel gibt es ja leider nicht mehr. Doch schon vor dem Lada Test war klar, dass es bei einer Beschleunigung von 19 Sekunden von 0 auf 100 nicht um Ampelduelle ging.
Versoffener Gesell: neben dem Niva-Motor logiert das Reserverad auf stylischer Stahlfelge©autorild.de

Lada Niva Zubehör aus dem Hause Dotz

So wurde der Lada Niva Test dort durchgeführt, wo es sich für einen waschechten Geländewagen gehört, nämlich im Gelände. Auf dem Weg in den Matsch stellte sich erfreulicherweise heraus, dass der Niva dank der mit 3,9:1 eher kurzen Achsübersetzung zumindest untenrum guten Antritt hat, so man denn gewillt ist, eher hochtourig zu fahren. Die hydraulische Servolenkung erwies sich wegen der breiten und groben 215/70 Reifen auf 15-Zoll-Felgen von Dotz – ebenfalls aufpreispflichtig – als hilfreich, überraschte jedoch durch enormes Spiel in der Mittellage. Hier sollte man genießen, dass man auch mal ohne Folgen am Rad drehen kann. Und das muss man auch häufig: Unser mit 372 cm relativ kurze Lada Niva Only Spezial hat mit 11 Metern einen recht beachtlichen Wendekreis; ein Tribut an den Allradantrieb.
Die Dotz-Felgen korrespondieren gut mit dem weiteren Lada Niva-Zubehör wie den Trittbrettern und dem Kuhfänger ©autorild.de

Lada Niva Test: Vmax erreicht!

Doch bevor der Lada 4x4 Antrieb zeigen darf, was in ihm steckt, werfen wir noch rasch ein Blick unter den 168 cm breiten und 164 cm hohen Wagen: Hinter dem Niva LPG-Tank findet sich eine „ungeteilte Achse“ mit vier Längslenkern, Panhardstab und Trommelbremsen, während vorn eine Einzelradaufhängung mit vier Querlenkern, Stabilisator und Scheibenbremsen den Kontakt zur Straße herstellt. Sicher nicht der erste Lada Niva Test, der dieses Layout angesichts von 137 km/h Spitze als ausreichend einstuft. Und die ließen sich mit dem leer 1.210 kg leichten Allradler auch spielend erreichen, wird die Zuladung von 400 kg nicht voll ausgenutzt. Wer jedoch dem Achtventiler im Lada Niva 1.490 kg Anhängelast gebremst aufbürdet, dürfte sich schnell nach einem potenteren Zugfahrzeug, vielleicht einem Chevy Suburban umsehen.
Tag der offene Tür bei den kaum optimierbaren Spitzenkonzepten Dixi-Klo und Lada Niva ©autorild.de
Lada Niva Test pt1: Innenraum
Lada Niva Test pt2: Fahrwerte
Lada Niva Test pt3: Geländeeigenschaften
Lada Niva Test pt4: Kaufempfehlung

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