In der guten alten Zeit, als Cabrios noch mit Stoffdach ausgeliefert wurden, war es zumindest in den USA völlig üblich, auch biedere Mittelklasse-Modelle wie diesen Plymouth Fury mit einem Softtop anzubieten.

Der Plymouth Fory III ist tatsächlich so breit, wie er aussieht ©autorild.de
Vorliegendes Plymouth Fury Convertible lief, wie am Grill mit Kreuz zu erkennen ist, im Modelljahr 1967 vom Band. Anders als beim entsprechende Fury Coupe mit recht schmaler C-Säule, fällt die C-„Säule“ beim Plymouth Cabrio um einiges breiter aus – irgendwo muss ja das Verdeckgestänge untergebracht werden.

So gleicht die daraus resultierende Dachlinie eher der Fließheck-artigen vom Fury VIP-Hardtop. Die Erzkonkurrenten Chevrolet Impala und Ford Galaxie gingen das Thema weniger kompliziert an und verpassten ihren Cabrio-Versionen einen Stufenheck-Look. Hinterradantrieb war jedoch bei allen dreien Ehrensache.
Der unaufdringliche Lack verleiht dem Plymouth Fury Convertible eine edle Note ©autorild.de

 

Plymouth Fury Convertible kommt stets mit V8

In unserem 1967er Plymouth Fury Convertible, einem besser ausgestattetem Fury III, stellt ein mindestens 230 PS und 460 Nm starker V8-Motor, gerne  mit Dreistufen-Automatik, den Vortrieb sicher. Sechszylinder und manuelle Dreigang-Schaltung waren primär in den spartanischen Fury I-Versionen anzutreffen, doch eben nicht in einem komfortablen Plymouth Cabrio, das neben ordentlich Gewicht weit mehr als bloße Basismobilität bot. Überhaupt passte der V8 besser zu einem rund zwei Tonnen schweren Fahrzeug mit Platz für sechs Personen – immerhin ist der Plymouth Oldtimer 541 cm lang, 197 cm breit und 140 cm hoch.
Die originalen Räder stehen dem Plymouth Cabrio bestens ©autorild.de

Plymouth Fury III tankt glatte 95 US-Gallonen

Einen solchen offenen Plymouth Fury kaufen wollten sich eher wenige Zeitgenossen – im Modelljahr entfielen lediglich 4.523 von 317.310 produzierten Einheiten auf das große Plymouth Cabrio. Am Basispreis von 3.118 US$ ist der Grund dafür jedenfalls nicht zu suchen. Einer der jetzigen Besitzer dürfte am feisten Auftritt seines Fullsize-Cars gehörige Freude haben – wäre das nicht das zerschlissene Dach, das er bereits notdürftig mit Klebeband geflickt hat. Auch wenn der Tank nicht an Rostlöchern leidet, kann es beim Plymouth Fury III an der Tanke etwas dauern und kosten: Knapp 95 Liter fasst das Spritreservoir.

Diesen Artikel teilen in:

Submit to DeliciousSubmit to DiggSubmit to FacebookSubmit to Google PlusSubmit to StumbleuponSubmit to TechnoratiSubmit to TwitterSubmit to LinkedIn

Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Aktualisieren