Ist doch nix, diese Hubkolbenmotoren, ereiferte sich Felix Wankel, und Mazda hörte auf ihn. So kam es, dass nach dem mittlerweile sündteuren Mazda Cosmo Sport im Jahr 1978 der immer noch erschwingliche Mazda RX-7 mit Wankelmotor in den Handel rollte.  

Die Klappscheinwerfer-Mode der 70er und 80er machte der Mazda Sportwagen gerne mit ©autorild.de

Der Mazda Sportwagen mit den zwei Rotationskolben fand reißenden Absatz, vor allem in den USA, wo der höhere Durst gegenüber vergleichbar starken Kolbenmaschinen nicht so stark ins Gewicht fiel, der günstige Preis gegenüber Mitbewerbern wie etwa dem Porsche 924 aber schon.

So überzeugten der bis 1981 gebaute RX-7 SA und der nach der umfangreichen Modellpflege in Mazda RX-7 FB umbenannte Flitzer weltweit bis 1985 über 471.000 Käufer. Dies zeigte unumstößlich, wie richtig Mazda den Markt eingeschätzt hatte. Zudem profitierte das Mazda Coupé davon, dass anders als heutzutage für alternative Antriebe kein zweifelhaftes Design, sondern die seinerzeit vorherrschende Sportwagen-Mode Anwendung fand.

Der Mazda Oldtimer begeisterte von 1978 bis 1985 rund 471.000 Kunden ©autorild.de

Der 1.148 ccm große Mazda Wankel erstarkte im RX-7 leicht

Vorliegender Mazda RX-7 FB trumpfte mit einer von 77 kW/105 PS auf 85 kW/115 PS bei 6.000 Umdrehungen gesteigerten Leistung und dem um fünf auf 152 Nm bei 4.000 Touren gewachsenen Drehmoment auf. Das Brennkammer-Volumen vom Mazda Oldtimer blieb unverändert. Damit waren aufgrund des niedrigen Gewichts von 1.060 und des geringen Luftwiderstands beachtliche Fahrleistungen drin: Es gab nicht viele Autos, die mit 115 PS in knapp neun Sekunden von 0 auf Tempo 100 rauschten und über 200 km/h Spitze machten. Da war es nur angemessen, dass der RX-7 im Rahmen des Facelifts nicht nur einen Heckspoiler aus Gummi, sondern auch Scheibenbremsen an die hintere Starrachse bekam.

Der Mazda RX-7 FB ist leicht an seinem Heckspoiler aus Gummi zu erkennen ©autorild.de

Keine Schonung für den Mazda RX-7 

An unserem RX-7 Fotomodell hat der Zahn der Zeit kräftig genagt: Offensichtlich gab es diverse Feindkontakte, wie die Kratzer am Spoiler und fehlende linke Scheinwerfer-Reinigungsanlage zeigen. Angesichts der Felgen könnte man auf ein Modell von 1984 oder 1985 tippen, denn zwischen 1981 bis 1983 wurden Rotary-Felgen im Trochoid-Look, angelehnt an die rotierenden Läufer, montiert. Wünschen wir dem Besitzer, dass er seinem Mazda RX-7 mit gründlicher Pflege und einigen neuen Teilen wieder zu altem Glanz verhelfen kann. Denn in diesen Zeiten alternativer Antriebe ist es ja bekanntlich wichtig, Fahne zu zeugen. Und sei es mit einem bei 242 cm Radstand 429 cm langen, 169 cm breiten und 124 cm flachen Mazda Sportwagen, der keinen Hubkolbenmotor aufweist.

What the font: Mazda nutzte am RX-7 drei verschieden Schriftarten ©autorild.de

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