Der Plymouth Valiant gehört zu den Underdogs der US Cars: Kompakte Ausmaße und in der Regel sechs Zylinder entsprechen nicht unbedingt dem, was den Amischlitten-Fan hierzulande erfreut. Bei einem so leckeren Exemplar könnte man aber schwach werden.

Der Plymouth Valiant war ab 1963 ein automobiler Biedermann ©autorild.de

Vorliegender Plymouth Oldtimer ist Jahrgang 1966 und damit das letzte Modell der zweiten Valiant-Generation. Von seinen Vorgängern unterschied sich der als Wagon sowie zwei- und viertürige Limousine erhältliche Plymouth Valiant dieses Jahrgangs deutlich durch

den Grill mit hervorgehobenem Mittelteil in Wagenfarbe, neue Rückleuchten und die insgesamt rechteckiger wirkende Frontpartie. Letztere sowie die große, flache Heckscheibe gab schon mal einen Vorgeschmack auf die 1967 lancierte dritte Generation. Die Schwülstigkeit der ersten Generation war längst vergessen, doch die Kunden missbilligten die neue Biederkeit á la Ford Falcon und Chevy Nova mit sinkenden Verkaufszahlen: der 1966er Jahrgang überzeugte lediglich 138.137 Zeitgenossen.

Die Plymouth Limousine glänzte mit gutem Zustand ©autorild.de

Der Plymouth Valiant V200 bot spartanischen Luxus 

Unser Plymouth Valiant V200-Fotomodell richtete sich nicht an Pfennigfuchser, sondern etwas besser gestellte Kompaktwagenfans. Heute kaum zu fassen, aber wünschte man einen Zigaretten-Anzünder am Armaturenbrett oder einen Innenspiegel wollte, führte am V200 kein weg vorbei – der darunter positionierte Valiant V100 bot nur einen Außenspiegel an. Wie wäre es mit einer von sieben Zweifarblackierungen? Optional offerierte die Chrysler-Division zum Beispiel vordere Einzelsitze, eine Klimaanlage oder ein Mittelwelleradio Wer beim Plymouth Händler den 273 cui Small Block V8 mit 180 PS und 352 Nm orderte, tat gut daran, dem leichten Wagen für mehr Sicherheit vordere Scheibenbremsen und für mehr Fahrspaß die Viergang-Knüppelschaltung sowie die Differentialsperre zu verpassen. 

Die Chrysler Corporation musste ernsthaft vor gefährlichen Benzinspritzern warnen ©autorild.de

Serienmäßig leistete der Plymouth Oldtimer überschaubare 101 PS 

Der Valiant V8 brachte gegenüber dem 2,8-l-Serienmotor mit 101 PS und 210 Nm Drehmoment natürlich deutlich mehr Vorwärtsdrang; weiterhin stand der 225 cui Slant Six zur Verfügung, der 145 PS und 291 Nm mobilisierte. Wie üblich wurde die Motorkraft an die starre Hinterachse an Blattfedern geleitet, regulär mit Dreigangschaltung, gegen Aufpreis mit Automatik. Die Vorderräder hingen, wie seit 1957 bei Chrysler üblich, an Drehstäben. Sie lassen sich licht verstellen und so für etwas Tiefgang sorgen, wie es auch der Besitzer von diesem bei 269 cm Radstand 479 cm langen, 178 cm breiten, als slant six 140 oder als V8 141 cm hohen Plymouth Oldtimer gemacht haben dürfte.

Der vordere Tiefgang steht dem Plymouth Oldtimer gut ©autorild.de

Der Valiant V200 war geringfügig besser als der V100 ausgestattet ©autorild.de

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