1989. Zwei sportliche Cabrios markieren den Aufbruch in die automobile Neuzeit. Lusxusaffine und sehr solvente Frischluftfans greifen zum neuen Mercedes SL R129, sportlich ambitionierte Fahrer mit engerem Budget schnappen sich den Mazda MX-5.

Als der Mazda MX-5 1990 im Mai auch nach Deutschland kam, traf er auf ein begeistertes Publikum. Erschwingliche Sportwagen á la MG B oder Triumph Spitfire gab es seit mehreren Jahren nicht mehr,

und frontgetriebene Erdbeerkörbchen wie Opel Kadett E Cabrio, Ford Escort Cabrio oder VW Golf Cabrio stellten für so manchen einfach keine Alternative dar. Die Optik vom Mazda Roadster war so schnörkel- wie zeitlos, sehr gefällig und in der Seitenlinie dem offenen Porsche 944 nicht unähnlich, allerdings insgesamt rundlicher, geschliffener wirkend. Zugunsten von Preis, Verbrauch und vor allem der nach dem Debakel mit dem NSU Ro80 höheren Akzeptanz wegen war es gut, dass Mazda dem MX-5 anders als beim RX-7 keinen Wankel-, sondern einen Hubkolbenmotor verpasst hatte.

Als Alltagssportler punktete der MX-5 auf ganzer Linie

Für Vortrieb sorgte im ersten Mazda MX-5 ein 1,6 Liter großer, vom 323 abgeleiteter Reihenvierzylinder mit zwei obenliegenden Nockenwellen. Der 16V-Motor mit elektronischem Management mobilisierte bei 6.500 Umdrehungen 85 kW/115 PS und erreichte bei 5.500 Touren 135 Nm Drehmoment. Die Motorkraft wurde im Mazda Sportwagen, ganz wie es sich gehört, über ein Fünfgang-Getriebe mit kurzen Schaltwegen an die Hinterachse geleitet. Mittels eines Metallstifts ertönte ein sattes „Klack“, sobald ein Gang einrastete. In flotten 8,8 Sekunden sauste der MX-5 von 0 auf 100 km/h und kam auf 195 Sachen Spitze. Gezügelt wurde der Vorwärtsdrang vom Mazda Youngtimer durch vier Scheibenbremsen, von denen die vorderen innenbelüftet waren. Den Pfad der Tugend hielt der Fahrer über eine Zahnstangenlenkung mit Servounterstützung.

Ein gebrauchter Mazda MX-5 ist leicht instand zu halten

Dass der MX-5 auch agil durch die Kurven flitzte, war der vom Motorsport bekannten Einzelradaufhängung an jeweils zwei Dreiecksquerlenkern zu verdanken. Charakteristisch für dieses aufwendige Fahrwerk ist ferner, dass die Federbeine keine Radführungsfunktion haben. Das alles – und den immerhin 135 Liter großem Kofferraum – wussten zahlreichen Erstbesitzer genauso zu schätzen wie die all jene, die sich einen Mazda MX-5 Gebrauchtwagen zulegten. Bei der Instandhaltung profitieren die MX-5 Schrauber immer noch von den enormen Stückzahlen und den daraus resultierenden zahlreichen Gebrauchtteilen. Ganz ohne Neuteile geht es jedoch natürlich nicht; eine große Auswahl an Ersatzteilen gibt’s unter anderem bei Autoteiledirekt.de.

 

Bilder: © Mazda Motor Europe GmbH

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