Die erste Ölkrise und interne Unzulänglichkeiten brachten Plymouth in Schwierigkeiten; um Kunden bei der Stange zu halten, wurde der Plymouth Satellite 1975 kurzerhand in Fury umbenannt, während der ehemalige Fury nun als Gran Fury vergeblich um Käufer buhlte.

Rundscheinwerfer wie vom Plymouth Fury Wagon kamen nach 1976 rasch aus der Mode ©autorild.de

Potentielle Kaufinteressenten verschreckte das Wirrwarr der Plymouth Modelle genauso wie ihr inzwischen eher dürftiges Image, sodass sie lieber gleich fern blieben. So liefen im Modelljahr 1975 lediglich 69.761 Einheiten des Plymouth Fury Suburban inklusive Limousine vom Band,

im optisch nahezu identischen Folgejahrgang waren es nur noch 60.152. Ford brachte 1976 allein 51.740 Kombiversionen des Torino an den Mann, Chevrolet satte 64.721 Exemplare Chevelle und Malibu. Verschlissen wurden alle drei als praktische Lastesel gleichermaßen, doch angesichts der vergleichsweise geringen Stückzahlen, ist der Plymouth Oldtimer deutlich seltener anzutreffen.

Der Fury Suburban stand 1975 erstmals als Midsize-Modell im Programm ©autorild.de

Kraftvolle Motoren waren für den Plymouth Fury Wagon Pflicht

Technisch hob sich der Fury Suburban in erster Linie durch die vordere Torsionsstabfederung von seinen Intermediate-Kollegen ab; die hintere Starrachse an Blattfedern wiesen alle drei auf. Je nach Kundenwunsch fanden sechs oder neun Insassen im Plymouth Fury Suburban Platz, das Ladevolumen betrug bis zu 2.458 Liter. Klar, dass angesichts dieser Kapazitäten und des Trockengewichts von allein 1.895 kg ausschließlich V8-Motoren zum Antrieb des US Cars Verwendung fanden. Im Plymouth Kombi schöpften sie 1976 aus 318, 360 oder 400 cui Hubraum zwischen 145 und 240 PS sowie 339 bis 440 Nm Drehmoment. Zur Kraftübertragung an die Hinterräder vom Plymouth B-Body standen eine Handschaltung und eine Automatik mit je drei Gängen zur Wahl.

Das Tailgate vom Plymouth Oldtimer klappt nach unten oder schwenkt nach links ©autorild.de

Nachträgliche Veredelung steht dem Fury Wagon gut

Vorliegender 1976er Plymouth Suburban macht einen sehr gepflegten Eindruck. Wenn auch die Chromfelgen und die Zweifarb-Lackierung nicht ab Werk nicht erhältlich waren, wirken sie keineswegs fehl am Platze, sondern werten den bei 298 cm Radstand 571 cm langen, 200 cm breiten und 154 cm hohen Fury Suburban optisch durchaus auf. Und sollte wider Erwarten der Platz doch einmal nicht reichen, lässt sich vielleicht im Mopar-Angebot noch die optionale Dachreling auftreiben. Wesentlich wichtiger ist jedoch ein allzeit gut gefüllter Tank – die meisten 70er-Jahre-US-Cars genehmigen sich aufgrund des bleiarmen oder -freien Sprits einen guten Schluck mehr. Und da macht auch der Plymouth Fury Suburban keine Ausnahme.

Plymouth verlor in den 70ern den Anschluss zu Chevrolet und Ford ©autorild.de

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