• Bentley Continental GT Test: Nobler Fahrspaß mit V8-Soundtrack

    Wer sagt, ein Coupé müsse grazil und leicht wirken? Dabei gibt es doch nichts Schöneres als V8-befeuerte Wuchtbrummen wie Mercedes 560 SEC oder Buick Riviera. Wir hatten an einem ebensolchen Neuwagen, dem Bentley Continental GT V8, wahre Freude.

    Groß, schwer, kraftvoll: Der Bentley Continental GT V8 gefällt - und polarisiert ©autorild.de

    Ähnlich schwer ist der Bentley Continental GT V8 auch, mit 2,3 Tonnen Leergewicht gegenüber seinen Stallgenossen allerdings fast schon magersüchtig. Kostverächtung wurde vor allem dem neuen Twin Turbo V8 antrainiert, dessen kombinierter NEFZ-Verbrauch 10,5 l/100 km beträgt. Das erreichen wir zwar nicht ansatzweise, doch sind die Bedingungen in unserem Bentley Continental Testauch weitaus widriger:

  • 1958 Imperial Crown 4door Southampton: Kaiserlicher Komfort

    Wie auch für seine edlen Stallgenossen lief es für den Imperial Crown 1958 wegen der Wirtschaftskrise schlecht, der Absatz brach gegenüber 1957 von 37.593 auf 16.133 Fahrzeuge ein. Umso bemerkenswerter war es, dennoch eine neue Imperial Limousine anzuschaffen. 

    Freistehende Scheinwerfer bekamen die Imperial Modelle erst 1961 ©autorild.de

    Mit echten Packard-Modellen war ab 1957 Schluss, doch sorgte seit 1955 Imperial als eigenständige Marke dafür, dass Cadillac und Lincoln nicht allein den Markt für Luxusautos bedienten. „Vielleicht haben Sie bemerkt, dass wenn Männer in eine Unterhaltung über Luxusfahrzeuge einsteigen,

  • 1960er Lincoln Oldtimer: Luxus in Reinkultur

    Den Lincoln Continental kennen auch Auto-Uninteressierte vom Kennedy-Attentat, die vorigen Lincoln-Modelle indes kaum jemand. Dabei hat es diese Lincoln Limousine in Sachen Komfort und Power ebenfalls faustdick hinterm Blech.

    1960 war der letzte schwülstige Modelljahrgang. Für den Nachfolger gab’s Designpreise ©autorild.de
    Was für GM Cadillac, ist für Ford Lincoln: die Nobelmarke und Hersteller vierrädriger Träume. Doch zwischen 1956 und 1960 gliederte Ford die Continental Division aus, die mit Ultraluxusautos – und ebensolchen Preisen – die Rolls Royce-Kundschaft abklopfen sollten. Das klappte zwar nicht so ganz,

  • 1964 Rolls-Royce Silver Cloud III Drophead Coupé: Gönn dir!

    Für den 1963er Jahrgang hatte der Rolls-Royce Silver Cloud III sein Debüt im Herbst 1962 gefeiert. Trotz diverser anlässlich dieser Modellpflege eingeführter Neuerungen markierte die Nummer drei das Ende der klassischen Rolls-Royce Modelle.

    Der Silver Cloud III war das letzte der Rolls-Royce Modelle mit Kastenrahmen ©autorild.de

    Denn auch der Silver Cloud III basierte kaum überraschend auf dem Kastenrahmen des 1955 eingeführten Kastenrahmen der Erstserien-Version. Der ermöglichte zwar

  • 1964er Cadillac Coupe deVille – die letzte Flosse

    Als Cadillac 1959 die Flossen auf ein Rekordmaß anhob und in den Folgejahren wieder verkleinerte, brauchte es noch einige Jahre, bis sie ganz verschwunden waren. 1964 gab es neben Cadillac deVille und Stallgenossen kaum noch US Cars mit diesem Designkniff.

    Verglichen mit dem Lincoln Continental wirkte die Front vom Cadillac deVille altmodisch ©autorild.de
    Der Cadillac deVille wurde fürs Modelljahr 1964 in Sachen Karosserie nur marginal gegenüber dem 1963er Modell verändert. Auffälligste Änderung war neben dem seitlichen deVille-Schriftzug der nun horizontal wie vertikal geknickte Kühlergrill. Im 17. und letzten Jahr der Heckflossen waren die wichtigsten Neuerungen unterhalb des bei 329 cm Radstand 568 cm langen, 143 cm hohen und 202 cm breiten Blechkleids vom Cadillac Coupe deVille zu finden:

  • 1967er BMW Glas 3000 V8: Der Italo-Bajuware

    Nachdem der 3200 CS krachend gescheitert war, musste der BMW Glas 3000 V8 Publikum wie Aktionäre einfach verunsichern. Tatsächlich wurde das Findelkind aus Dingolfing denn auch abgesägt, sobald Ersatz aus eigenem Hause bereitstand.   

    Die an den Quattroporte erinnernde Frontpartie sorgte für den Spitznamen „Glaserati“ ©autorild.de

    Sonderliche Mühe hatte sich die carrozzeria Pietro Frua beim Glas V8 nicht gegeben – der war an der Front dem Maserati Quattroporte aus eigener Feder und in der Flanke auch dem Mexico von Vignale ausreichend ähnlich,

  • 1967er Lincoln Continental: Oberklasse im Fullsize-Format

    Der Lincoln Continental empfahl sich als Luxusauto allen, die reich geboren oder zu reichlich Geld gekommen waren. Anders als die Rivalen von Cadillac und Imperial setzte Lincoln beim Continental aber auf eine wegweisende Optik.

    Ab Werk lief der Lincoln Continental mit Radkappen vom Band ©autorild.de

    Der viertürige Lincoln Continental mit den charakteristischen Suicide Doors wurde zum Modelljahr 1961 präsentiert und hob sich mit

  • 1968 Cadillac Eldorado: der 68er der anderen Seite

    Am 21. September 1967 eingeführt, brachte der 1968er Cadillac Eldorado auf den ersten Blick kaum Neuerungen mit. Tatsächlich hatte Cadillac das Personal Luxury Coupé in vielen Details aufgefrischt und dem Eldorado wesentliche Verbesserungen zukommen lassen.

    Nicht nur bei den Personal Luxury Cars setzte das Cadillac Coupé Akzente ©autorild.de

    Eine dieser Optimierungen betraf

  • 1974er Bitter CD: Oberklasse-Coupé mit V8

    Ein Opel Diplomat Coupé fehlte als Krönung der 1969 lancierten KAD B-Familie, doch Erich Bitter konnte ab Herbst 1973 liefern. Im Gegensatz zum Diplomat A Coupe kam der Bitter CD wesentlich flotter daher.

    Die Seitenlinie vom Bitter CD orientiert sich stark an der des Ferrari 365 GTC ©autorild.de

    Formal bot der Bitter CD mit klaren Anleihen von Intermeccanica Indra, Ferrari 365 GTC/4, Maserati Ghibli sowie diverser Designstudien nichts neues,

  • 1975er Cadillac Sedan de Ville: Muster einer Landyacht

    Zwar verkauften sich Cadillac Sedan de Ville, Fleetwood, Eldorado und Co. 1975 riesig – ein Plus um 22.401 auf 264.731 Einheiten gegenüber dem ölkrisen-versauten 1974er Jahrgang. Doch riesig waren die amerikanischen Luxusautos bald nicht mehr.   

    Mit 586 cm baute der Cadillac Sedan de Ville 8 cm kürzer als der Fleetwood Brougham ©autorild.de

    Markanteste Neuerung war am Cadillac Sedan de Ville 1975 zweifelsohne die wie bei den anderen GM 4dr-Hardtops im Fullsize-Format von einem Fenster durchbrochene C-Säule. An der Front prangten die Scheinwerfer erstmals eckig statt rund, doch das war weniger Caddy- oder GM-eigen denn erstmals USA-weit zulässig. Äußerlich durch ein Emblem gekennzeichnet war die neue Benzineinspritzung, die den nun auch außerhalb vom Eldorado verbauten 500-ci-Big Block V8 sparsamer und sauberer laufen ließ. Mit dem regulären Vierfach-Vergaser, den auch vorliegender Cadillac Oldtimer aufweist, lieferte der 8,2-l-Motor 190 hp und 488 Nm – genug, um den mindestens 2.355 kg wiegenden Sedan de Ville in 13 Sekunden von 0 auf 100 und weiter auf 185 km/h zu beschleunigen. 

    Die transparente C-Säule war am Sedan de Ville 1975 die markanteste Neuheit ©autorild.de

    Der Cadillac Oldtimer ließ die Kassen kräftigst klingeln

    Innen ging es im Cadillac Sedan de Ville 1975 in jedem Fall gediegen zu. Vom Basismodell Calais hob er sich unter anderem durch hochschwenkbare Türzuziehbügel anstelle ordinärer Riemen ab. Stets an Bord waren elektrische Fensterheber, sechsfach verstellbare Sitzbank, das AM/FM-Radio mit elektrischer Antenne, Klimaautomatik und statisches Abbiegelicht. Da waren 63.352 Kunden überzeugt, zudem brachte das Coupé de Ville fast doppelt so viele Unterschriften auf die Kaufverträge. Von solchen Absatzzahlen wagten die  zwei- und viertürigen Lincoln Continental-sowie die im finalen Jahrgang angebotenen Imperial Crown-Modelle nicht einmal zu träumen. Die 1975er Cadillac Modelle profitierten eben ungemein von ihrem Ruf als Amerikas beliebteste Luxusautos mit enormer Wertstabilität. 

    Auf Rechteckscheinwerfer rüstete Cadillac 1975 um ©autorild.de

    Für Extras war die Cadillac Limousine nie zu schade

    Wer den bei bei 8.801 $ startenden Sedan de Ville-Preis beliebig in die Höhe treiben konnte, war bei Cadillac-Händler Ralph Thomas aus Rapid City/South Dakota besonders gern gesehen; angesichts der üppigen Ausstattung dürfte das auf den Erstbesitzer unseres bei 330 cm Radstand 586 cm langen, 203 cm breiten und 138 cm hohen Fotomodells zutreffen. So gönnte der sich das zum augenscheinlich optionalen Außenlack in „Cameo Rosewood Firemist Poly“ zu 138 $ passende, nahezu obligatorische Vinyldach zu 159 $ und statt der Serienbezüge in Maharajah-Stoff die noblere Crushed Medici Velour-Ausstattung für 220 $. Dazu noch den Tempomat zu 100 $ gefällig? Gerne, der Herr, beehren Sie uns bald wieder! 

    Die 60:40 geteilten Dual Comfort-Sitze kamen im Cadillac Oldtimer serienmäßig

    Entspanntes Leben für den Cadillac Sedan de Ville 

    Der umtriebige Thomas, der in seiner Niederlassung neben Caddys für nicht ganz so spendable oder mehr auf Understatement bedachte Kunden auch Oldsmobile vertrieb, hatte noch diverse weitere Autovertretungen laufen. Und die mussten gut gelaufen sein, denn der 2017 74-jährig verstorbene Unternehmer konnte sich gar ein auf die Firma angemeldetes Kleinflugzeug leisten. Ob er damit mehr Flugmeilen zurücklegte als der Eigner vorliegender Cadillac Limousine zu Boden? Denn die ist mit deren gut 16.000 Meilen bestenfalls halbwegs  eingefahren – und genullt haben wird das fünfstellige Zählwerk angesichts des prächtigen Zustands kaum…  

    8.801 $ Basispreis und kaufwillige Kunden ließen Cadillac Händler Thomas in die Luft gehen ©autorild.de

    Der Kofferraum der Cadillac Limousine fasst überraschend läppische 450 Liter ©autorild.de

  • 1976 Chrysler New Yorker Brougham: Alter Wein in neuen Schläuchen

    Wie selbstverständlich machte der Chrysler New Yorker Brougham 1976 dort weiter, wo Imperial 1975 aufgehört hatte: im automobilen Oberhaus. So verbaute auch Chrysler Imperial-Insignien wie versteckte Scheinwerfer, senkrechte Rückleuchten und den Waterfall-Grill.

    Den Waterfall-Grill übernahm der Chrysler Oldtimer vom Imperial ©autorild.de

    Gegen die explodierenden Cadillac-Verkäufe und den speziell bei den Personal Luxury Coupes starken Lincoln-Absatz sah Chryslers Nobel-Sparte keinen Stich – auch wenn die Kritiken durchaus für Imperial sprachen. Aber allein davon klingelten die Kassen nicht,

  • 1976er Lincoln Continental Mk IV: Groß und gediegen

    Der Continental Mk III hatte den Weg bereitet, der 1972 eingeführte Lincoln Continental Mk IV schlug entsprechend ein: In jedem Jahr ließ das Lincoln Coupé den Hauptrivalen und ehemaligen Platzhirsch im Personal Luxury Segment, den Cadillac Eldorado, im Absatz alt aussehen. 

    In seinem finalen Jahr überzeugte der Continental Mk IV 56.110 Kunden ©autorild.de

    Auch wenn der Lincoln Continental Mk IV mit dem Mk V von 1977 bis 1979 einen noch größeren Nachfolger mit geradezu schwindelerregendem

  • 1978 Lincoln Continental: Triple Black 

    Geschrumpftes Downsizing-Format wie beim Erzrivalen Cadillac war dem Lincoln Continental 1978 so fremd wie Effizienz. Gut so, denn kleiner und effizienter fanden die Lincoln Modelle ab 1980 deutlich weniger Kunden.

    Zum 1980er-Jahrgang war Schluss für die riesigen Lincoln Modelle ©autorild.de

    Wer sich den Continental Sedan leisten konnte, musste an der Tanke ohnehin nicht auf den Cent achten,

  • 1979 Lincoln Continental Mark V – das letzte Aufgebot

    Cadillac hatte bereits 1977 das Messer angesetzt, doch herrschte für den Lincoln Continental Mark V 1979 noch Gnadenfrist. Gut so: Fords  Personal Luxury Coupe im Fullsize-Format feierte mit 75.939  Exemplaren sein zweitbestes Verkaufsjahr.

    Die Scheinwerferabdeckung vom Lincoln Coupé arbeiten mit Unterdruck ©autorild.de

    Offenbar hatten die Lincoln Kunden nicht nur genug Schotter auf der weitläufigen Einfahrt ihres Anwesens, sondern auch im Portmonee, um sich reichlich Sprit für den 94-Liter-Tank und vor allem die Anschaffung leisten zu können. Zudem fürchteten sie die für 1980 drohenden

  • 1979 Mercedes 450 SE: Konkurrenzlos glücklich

    Im Herbst 1972 eingeführt, hatte die erstmals als S-Klasse bezeichnete Oberklasse-Reihe 116 mit ihren ab März 1973 nachgereichten Topmodellen Mercedes 450 SE und 450 SEL sich rasch etabliert. Ab Herbst 1979 reichte die 116-Reihe dann das Zepter an den 126 weiter.

    Die Scheinwerferwaschanlage des Mercedes 450 SE ist kein Stern-Ersatz ©autorild.de

    Formal eine sichere Burg, allein durch Rostbefall einnehmbar, begeisterte die erste offizielle Mercedes S-Klasse ihre Kunden nicht nur mit

  • 1979 Rolls Royce Silver Shadow II: my car is my other castle

    Dass der Rolls-Royce Silver Shadow II Preis zur Markteinführung über 130.000 DM betrug, hielt die Kunden nicht ab. Der durchschnittliche Benzinverbrauch von selten weniger als 20 l/100 km genauso wenig.

    Der Rolls-Royce Oldtimer kostete damals über 130.000 DM ©autorild.de

    Klar, keines aller je gebauten Rolls-Royce Modelle war,

  • 1981 Cadillac Eldorado Biarritz: Bombensicherer Luxus

    Trotz des schlechten wirtschaftlichen Umfelds überzeugte der 1979 geschrumpfte Cadillac Eldorado 1981 immerhin 60.643 Kunden. Damit erzielte das Cadillac Coupé allein rund 84 Prozent des gesamten Lincoln-Absatzes.

    Die Niveauregelung vom Cadillac Oldtimer scheint defekt ©autorild.de

    „Der 1981er Eldorado beantwortet heutige Bedürfnisse mit der Technologie von morgen… amerikanischer Technologie“ Damit nahm die Broschüre den Mund keineswegs zu voll:

  • 1986 Mercedes 420 SL: die Rarität der Reihe

    Spät stieß der Mercedes 420 SL zur 1971 gegründeten R107-Familie. Damit gehörte er zur letzten Generation der 18 Jahre lang in insgesamt 237.287 Einheiten gebauten Mercedes SL-Reihe.

    Die bauchigen Haube vom Mercedes Sportwagen kontrastiert mit der konkaven Heckklappe ©autorild.de

    An sich sollte der Wechsel auf R129 schon einige Jahre früher geschehen, doch nutzte Mercedes-Benz Zeit und Kapazitäten lieber für die Einführung des 190er und der W124-Reihe. So gab es für den SL nur Modellpflegen,

  • 1987 Jeep Grand Wagoneer: Only in a Jeep

    Nach der großen Modellpflege im Vorjahr fielen die Neuerung am Jeep Grand Wagoneer 1987 eher spärlich aus. Für Jeep als Mutter des betagten wie beliebten Grand Wagonner passierte um so mehr – am 2. März 1987 übernahm Chrysler AMC und damit auch Jeep. 

    Nebelscheinwerfer hatte das Flaggschiff der Jeep Modelle serienmäßig ©autorild.de

    So hatte der 86er Jeep Grand Wagoneer

  • 1992 Jaguar XJ220 Test: Von der Piste auf die Straße

    ... geht es oft eher laut Marketing denn in der Realität, doch beim 1992 eingeführten Jaguar XJ220 nahm niemand den Mund zu voll. Wir hatten bei einer kurzen Runde in der Superkatze mit den besten Genen aus Sportwagen-WM und Rallye-Gruppe B großes Vergnügen.

    Impressionen vom Jaguar XJ220 Test ©autorild.de

    Entgegen den ersten Überlegungen bezüglich Länge und Radstand um jeweils 25 auf 493 beziehungsweise 264 cm reduziert sowie ohne