Oben ohne

Von Downsizing halten die Ingolstädter nichts, von Rightsizing schon eher. Daher hat der neue Audi A7 2014 im Rahmen seiner Modellpflege auch keine Vierzylinder bekommen. Stattdessen gibt’s einen extrem wirtschaftlichen 3.0 V6 TDI. 

Impressionen vom Audi A7 ultra Test ©autorild.de

Sachen gibt’s. So greift Audi beim neuen A7 ultra ausgerechnet ein Sparprinzip des bayerischen Rivalen BMW auf. Ein längst vergessenes. Und fährt auch noch bestens damit! Rückblende:

In den 80ern gab es die Knauserbimmer 325e und 525e, bei denen e nicht für Effizienz, sondern eta, das Formelsymbol für den Wirkungsgrad stand. Und der sollte dank satter 2,7 Liter Hubraum, reichlich Drehmoment und geringer Nennleistung sehr üppig sein. Nicht als Benziner, sondern als Diesel rollt der neue Audi A7 ultra genau 29 Jahre später in den Handel. Dessen 400 Nm ließen sich auch aus dem 2.0 TDI quetschen. Doch würde das einem A7 Sportback bezüglich Drehmomententfaltung und Komfort gerecht werden?  

Klassenbester: Der A7 ultra bekommt A+

Verbrauchsmindernd wirkt sich im Audi A7 2014 vor allem der Verzicht auf den quattro-Allradantrieb aus: Der ebenfalls 218 PS leistende A7 3.0 TDI clean diesel quattro verbraucht bei anderes verlaufender Leistungskurve und dem um 100 auf 500 Nm gesteigerten Drehmoment sowie 70 Zusatzkilos mit 5,2 einen halben Liter mehr als der A7 ultra. Der kann sich mit einem Spritkonsum von 4,7 l/100 kam und einem CO2-Ausstoß von 122 g/km mehr als sehen lassen – und neben den Tankkosten auch die Emissionsabgaben bei der Kfz-Steuer deutlich drücken. Ist eben kein Fehler, als ultra der Effizienzklasse A+ anzugehören. Mit ultra bezeichnet Audi künftig die jeweils sparsamsten Modelle einer Baureihe. 

Impressionen vom Audi A7 ultra Test ©autorild.de

Welche Annehmlichkeiten darf der neue Audi A7 denn so haben?

Und was der Audi A7 Preis von 54.800 Euro für die 3.0 TDI ultra-Version anders als sie die sanft schaltende Siebengang-S tronic nicht ab Werk umfasst, lässt sich bestellen: Wie wäre es mit den erstklassigen Valcona-Ledersitzen? Oder dem wohlklingenden Bose Surround-Soundsystem zusammne mit dem MMI Touch Infotainmentsystem? Allein für diese drei Posten erweitert der Audi Händler die A7-Rechnung um einen fünfstelligen Betrag. Und wenn schon: Sparen hat nun mal nichts mit Darben zu tun.   

Impressionen vom Audi A7 ultra Test ©autorild.de

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