Oben ohne

Eine Spur größer war am Cadillac Sixty-Two Convertible 1959 einfach alles – vor allem die Flossen, eine übermütige Verneigung vor Strahltriebwerken, Luft- und Raumfahrt. Mit zur Schau gestelltem Technikoptimismus hatte es sich aber nicht, Cadillac bot so manch spannendes Feature. 

Finanzieller Erfolg und Lebensfreude ließen sich mit einem Cadillac Cabrio bestens darstellen ©autorild.de

Nach den klobigen 1958er-Modellen sagte das neue, schlanke Cadillac Sixty-Two Convertible und Konsorten der Kundschaft deutlich mehr zu – der Absatz stieg um über 20.000 auf 142.272 Einheiten. Nach der Vorjahresenttäuschung

Im August löste der Rekord C den B ab, ab Februar 1967 ergänzte der Opel Commodore A als zwei- und viertürige Limousine sowie als Coupé ohne B-Säule das Programm. Wie die amerikanischen Muscle Cars brachte der Commo A mit viel Power und flottem Look gehörig Leben in die Bude. 

Die Fünfloch-Felgen am Opel Oldtimer deuten auf Commodore oder Rekord C Sprint hin ©autorild.de

Der Opel Commodore A füllte die Lücke, die der Rekord B 6 hinterließ, punktete jedoch mit dem auf 2,5 Liter verringerten Admiral-R6 der im August 1965 eingeführten neuen CIH-Generation. Der 2,2-l-Sechser

Optisch hatte sich an der Chevrolet Corvette nicht viel getan, als sie 1982 in den letzten C3-Jahrgang startete. Unter dem letztmals so lustvoll geschwungenen GFK-Kleid vom Chevrolet Sportwagen gab es umso wesentlichere Neuerungen.   

Auf Wunsch rollte die Chevrolet Corvette mit Zweifarblackierung an ©autorild.de

Was 1957 bis 1965 zwar für Furore, aber keineswegs sonderliches Kundeninteresse sorgte, sollte mit der 82er ‘vette deutlich mehr Erfolg haben – die neue Cross Fire-Benzineinspritzung. Einfachste Maßnahme:

Die schwachen Jahre waren vorbei, als der gründlich sanierte Ford Mustang 1987 in den Handel rollte. Der zwischenzeitlich ausgelutschte V8 war wieder erste Wahl, der Mustang GT machte seinem Suffix alle Ehre. 

Ja, das Mustang GT Cabrio erinnert an das Escort Cabrio. Mehr aber auch nicht. ©autorild.de

Unangetastet blieb war der 1979 eingeführte Foxbody-Mustang nie, doch für 1987 fiel die Modellpflege erheblich umfangreicher aus:

Nachdem sein Vorgänger als Mini-Mustang reichlich abgeräumt hatte, debütierte im April 1978 der  Toyota Celica der zweiten Generation. Der brach mit den barocken Formen, nicht aber mit erschwinglicher Sportlichkeit: Der Celica Preis für den 2000 GT startete bei 18.890 DM. 

Der Toyota Oldtimer kam in der 2000 GT-Ausführung auf stramme 122 PS ©autorild.de 

Natürlich war der Toyota Sportwagen damit kein Schnäppchen, doch lieferte der Zwoliter-Reihenvierer dafür immerhin

Wer wirtschaftliche Potenz genauso wie sein gutes Aussehen unmissverständlich proklamieren wollte, war mit dem um die 30.000 DM teuren Mercedes 250 SE Cabrio bestens bedient. Das war in den 1960er-Jahren so und ist heute kein Stück anders. 

Kaum ein Mercedes Oldtimer kommt repräsentativer als ein offener W111 ©autorild.de

Die Mercedes W111-Reihe, die sogenannte „Große Heckflosse“ umfasste nicht nur die namensgebende Limousine – ihr waren auch die Coupés und Cabrios

Warum der Triumph TR7 so übersehen wird, ist unverständlich: Lag es am fixed roof? Oder am erstmals verbauten Vierzylinder? Denn mit rund 115.000 Einheiten ist der TR7 samt dem V8-Derivat TR8 das volumenstärkste Mitglied der Triumph TR-Familie, auch kein Spitfire erreichte solchen Absatz.

Das letzte Mitglied der Triumph TR-Reihe kam erstmals mit Klappscheinwerfern ©autorild.de ©autorild.de

Der Triumph TR7 debütierte im Herbst 1975 in den USA und verstand es, sogleich die Kundschaft zu schockieren:

Dem Puma 1600 kam sehr zugute, dass der brasilianische Automobilmarkt in den 70ern für Kfz-Importe durch extrem hohe Einfuhrzölle nahezu verschlossen bleib. So wurde Teilespender VW do Brasil zum stärksten Konkurrenten des 1600 GTS. 

Der Puma 1600 GTS wurde in 7.077 Einheiten gebaut ©autorild.de

Autos aus Brasilien haben einen ganz besondern Charme – manche sind übermäßig motorisiert

Mit insgesamt rund 210.000 Automobile gehörten die Adlerwerke zu den großen deutschen Herstellern, und das Volumen kam mit Volkswagen wie dem Adler Trumpf Junior. Der machte als Roadster namens Sport natürlich besonders viel her.   

Ein mangelhaft entlüfteter Motorraum lässt sich dem Adler Trumpf Junior Sport nicht nachsagen ©autorild.de

So beeindruckend wie ein Mercedes SSK, ein Auburn Speedster oder ein Duesenberg J in flott geschneiderter Karosserie

Nach der umfangreichen Modellpflege war der komfort-orientierte Mercury Cougar XR-7 auch 1969 im Programm. Der ab 3.298 $ erhältliche XR-7 machte trotz des um 299 $ höheren Basispreises mit 27.942 Einheiten weit über ein Viertel des Cougar-Absatzes aus.

 

„Sehen wir den Tatsachen ins Auge: In Ihrem XR-7 werden Sie angeschaut werden und Sie werden es lieben. Es ist eine Romanze,

Auch wenn der Chevrolet Corvette 1968 wegen diverser Kinderkrankheiten und des exaltierten Designs frühe Lorbeeren verwehrt blieben, kam sie auf achtbare 16 Jahre Bauzeit. Und speziell mit Big Block V8 war die Corvette C3 in Sachen Performance ganz vorne mit dabei.

Die gewölbte Haube weist bei der Corvette C3 auf einen Big Block V8 hin ©autorild.de

Wie die Corvette C2, deren markante Kotflügelformgebung sie auf die Spitze trieb, rollte auch die nachfolgende Corvette C3 sowohl als Cabrio als auch als Coupé in die Showrooms. Neu war

Der 1963 eingeführte neue Mercedes SL trug schwere Last: Der zunächst nur als 230 SL lieferbare Mercedes Sportwagen hatte sowohl den damals schon legendären 300 SL Roadster und Flügeltürer wie auch den kleineren 190 SL zu ersetzen, was er mit Bravour erledigte.

Mit 150 PS gehörte der Mercedes Oldtimer hierzulande zu den Kraftprotzen ©autorild.de

Die Mercedes Pagode stellte den ersten SL mit umfangreichen Sicherheitsmaßnahmen dar. Da er auf der Bodengruppe der großen Heckflosse W 111 mit einem um 30 auf 240 cm verkürzten Radstand basierte,

Der Datsun 280 ZX knüpfte da an, wo sein Vorgänger namens 280 Z aufgehört hatte: Bei den Coupés für besser Betuchte. Zur Einführung im Herbst 1978 bekam der Nissan Sportwagen nicht nur ein X in der Bezeichnung, sondern auch den dazu gehörigen LuXus.

Die Scheinwerfer-Waschanlage gehörte beim Nissan Oldtimer zum Standard ©autorild.de 

Die schnittige Form des Z galt es beizubehalten, die Aerodynamik indes zu optimieren. So sank der Luftwiderstandsbeiwert des Datsun 280 ZX gegenüber dem Vorgänger von

Der Alu-V8 war Geschichte, die kompakten Abmessungen ebenfalls – doch das tat nichts zur Sache, der 1964 auf solides Midsize-Format gewachsene Buick Skylark fand dennoch reichlich Kunden. 

Vom billigeren Special hob sich der Buick Skylark durch die simulierten Luftschlitze ab ©autorild.de

Unterhalb der Buick Modelle im Fullsize-Format richteten sich der Special, der Special Deluxe, der Skylark und der GS 400 an Käufer, die nicht unbedingt einen Riesenschlitten, wohl aber das Premium-Image von der Trishield-Division wünschten. Das ließen sie sich bisweilen gern etwas mehr kosten,

1957 als hufteurer Imageträger mit mechanischer Einspritzung eingeführt, buhlte der Pontiac Bonneville 1958 als reguläres Topmodell zu erschwinglicherem Preis um Kunden. Ab $ 3.586 ging der offene Fahrspaß los

Anders als seine Stallgenossen trug der Bonneville seinen Namen im Kühlergrill ©autorild.de

Auch mit Vergaser-Motor gab es 1958 etwas zu feiern: