2 Türen

Der Ford Bronco II markiert einen wichtigen Schritt in Richtung SUV: Deutlich kleiner sowie leichter und damit erheblich mehrheitsfähiger als der wuchtige Fullsize-Bronco, hatte dem extrem erfolgreichen Ford Explorer den Weg geebnet. 

Den Ford Köln-V6 im Vorderwagen zogen die meisten gegenüber dem Mitsubishi-Diesel vor ©autorild.de

Ja, bisweilen beweisen die US-Hersteller erschreckende Einfallslosigkeit bei der Benennung neuer Fahrzeuge. Chevrolet hielt ein „Cheyv II“ für seinen neuen Kompaktwagen ausreichend, Ford ein „LTD II“ für seinen Gran Torino-Nachfolger. Und hielt auch beim Ford Bronco II an der Tradition fest, mit der „II“ stets ein kleineres Modell als den Namensgeber zu kennzeichnen. Der kleine Bruder

Leistungsbedachte Kunden wurden in Köln nie abgewiesen, sondern vielmehr mit repräsentativen Gleitern wie dem Ford 20M Coupé beglückt. Wer seinen 20M P7 extrabequem und -chic wünschte, kam dann an der Ford XL-Ausstattung nicht vorbei. 

Der Ford P7b sagte mit angedeuteter Knudsen Nase den Look des Taunus TC voraus ©autorild.de

Nach nur zehnmonatiger Bauzeit des P7a wurde schon im August 1968 der Nachfolger der ungeliebten „Kummerfalte“ vorgestellt. Der Hüftschwung

Als Performer war der 1974 eingeführte und in Gewicht wie Abmessungen massiv geschrumpfte Ford Mustang II im Gegensatz zu seinen Vorfahren definitiv nicht bekannt. Das wusste auch Ford und titelte die Broschüre für den Mustang 1977 nicht grundlos mit „sweet handling“.

Die teillackierten Kreuzspeichen-Alus waren dem Ford Mustang Ghia vorbehalten ©autorild.de

Das Attribut „lahm“ schwebte ohnehin über dem als Fließ- und Stufenheck erhältlichen Ford Coupé, Topmotorisierung war

Der Continental Mk III hatte den Weg bereitet, der 1972 eingeführte Lincoln Continental Mk IV schlug entsprechend ein: In jedem Jahr ließ das Lincoln Coupé den Hauptrivalen und ehemaligen Platzhirsch im Personal Luxury Segment, den Cadillac Eldorado, im Absatz alt aussehen. 

In seinem finalen Jahr überzeugte der Continental Mk IV 56.110 Kunden ©autorild.de

Auch wenn der Lincoln Continental Mk IV mit dem Mk V von 1977 bis 1979 einen noch größeren Nachfolger mit geradezu schwindelerregendem

Von Kompaktwagen, Importen oder gar Frontantrieb hielt die traditionelle Buick Electra-Kundschaft gar nichts. Sie bevorzugte Luxus – und oft Understatement: Nicht wenige Electra erhielten gegenüber aufschneiderischen Cadillac Calais und de Villes den Vorzug.                  

Die Fender Skirts vor den Hinterrädern kamen beim Electra 1971 ab Werk ©autorild.de

1971 ging das Fullsize-Geschäft bei GM in die letzte große Runde: Alle Divisionen bekamen ihre neuen C-Bodies, gegenüber den Vorgängern letztmalig gewachsen. Stärker belastbare Portmonees öffneten sich nicht für Pontiacs oder Chevies, sondern für die Buick Modelle Le Sabre und Centurion mit dem kurzen 315 cm Radstand. Wer allerdings richtig auf die Pauke hauen wollte,

Der Chrysler 300 war 1970 die kostspieligste Möglichkeit, ein Mopar Cabrio zu fahren – als Softtop gab es weder den höher positionierten Chrysler New Yorker noch die nobleren Imperial Le Baron und Crown.

Geschmeidige, fließende Linien zeichnen den 1969 lancierten Chrysler Fuselage-Body aus ©autorild.de

Mit verdeckten Scheinwerfern flott ausstaffiert, hielten die Chrysler Händler den 300 freilich nicht als piefigen Sedan mit B-Säule bereit. Stattdessen gab es das zwei- und viertürige Hardtop

Als kleiner Flitzer verzauberte der Seat Ibiza etliche Kunden, zeigte er doch erstmals ein hohes Maß an Eigenständigkeit und musste sich so nie des Verdachts erwehren, alte Fiat-Klamotten aufzutragen. Damit sicherte der Ibiza die Marke, machte Seat attraktiv für eine VW-Übernahme.

Zum 1989er Jahrgang hatte der Seat Oldtimer vier statt sieben Grill-Lamellen bekommen ©autorild.de

Jung und verbraucht – bis zum H-Altenteil schaffen es viele Kleinwagen nicht, da Wertschätzung und finanzieller Wert häufig deutlich unter anfallenden Reparatur- und Unterhaltskosten liegen. Und ein flottes Coupé oder ein imageträchtiger Sportwagen ist der Seat Ibiza genauso wenig

Der Absatz des VW Scirocco II sank kontinuierlich, da halfen auch keine neuen Trimmlinien. Diese bescherten dem VW Sportwagen so manche Annehmlichkeit, dem Scirocco GTX etwa eine Vollverspoilerung und für 1989 statt Streifen- Karositzbezüge.   

 Die frühen VW Scirocco GTX bekamen ein etwas anderes Bodykit von Kamei ©autorild.de

Bescheidenheit sagte dem VAG-Marketing nicht so zu, viel lieber wurden dem 1989er VW Scirocco GTX blumige Worte beschieden: „Der erste Eindruck ist entscheidend. Beim Scirocco ist er

Mit dem ersten Renault 5 von 1972 war dem Hersteller mit dem Rhombus enormer Erfolg beschieden. Mit dem im September 1984 vorgestellten und ab Januar 1985 vertriebenen „Supercinq“ ging Renault ebenso glückreich in die zweite Runde. 

Den asymmetrischen Rhombus bekam der Renault Kleinwagen mit dem Facelift im Juni 1987 ©autorild.de 

Wer Supersportler zeichnen kann, schafft auch Superseller: Die ans Renault 5-Urmodell angeglichene Form von sensationeller Sachlichkeit hatte Großmeister Marcello Gandini zu Papier gebracht,

Mit der Sportlichkeit war es längst Essig, doch ließ es der Mercury Cougar XR-7 1978 garantiert nicht gediegenem Chic mangeln. Das musste er auch, denn in Ermangelung jeglicher Muskeln konnte das Personal Luxury Coupe selbige auch nicht spielen lassen. 

Seit 1977 basierte der Mercury Cougar wie auch der neue Thunderbird auf dem Ford LTD II ©autorild.de 

1977 hatte sich für den Mercury Cougar einiges getan: Zusätzlich zum XR-7 Coupé gab es

Der für 1966 runderneuerte Ford Fairlane ähnelte mit seinen übereinander liegenden Doppelscheinwerfern bemerkenswert dem Pontiac LeMans. Das galt gleichermaßen für den flott aufgemachten Fairlane GT und den rivalisierenden GTO der Indianermarke. Auch im Folgejahr!   

Flotte Stahlsporträder standen Muscle Card wie dem Ford Fairlane GTA gut zu Gesicht  ©autorild.de 

Bei den Muscle Cars war der Trendsetter Pontiac GTO auch 1967 noch einsame Spitze – doch sollten alsbald Chevelle SS und Plymouth Road Runner an seinem Thron sägen. Ford brachte derweil lieber

Wenn der 307er zu popelig, der 327er und auch der 396er nicht adäquat erschienen, war es Zeit für den Chevrolet Caprice 427. Mehr ging bei Chevrolet 1968 nicht – ein Ford LTD 428 ließ sich so abschütteln, ein Plymouth Fury VIP 440 nicht unbedingt.   

Dank 385 hp war das Chevrolet Coupé trotz 1,9 Tonnen Gewicht recht behände ©autorild.de 

Power-Fullsize mit Bowtie? Na klar, der Impala SS! Doch war der Impala

1968 debütierte die zweite Pontiac GTO-Generation und erwies sich trotz der erstarkten Konkurrenz als Topseller. Auch im Folgejahr war der Absatz mit 72.278 GTO mehr als zufriedenstellend, auch wenn Chevelle SS und Road Runner den Trendsetter abhängten.   

Verdeckte Scheinwerfer adelten Pontiac GTO wie zuvor gegen Aufpreis ©autorild.de

Die Broschüre zum Pontiac Oldtimer gab sich ungeachtet dessen sehr selbstbewusst: „Es gibt Anführer. Es gibt Anhänger. Und The Great One – der Pontiac GTO – ist immer noch Hauptakteur. Ganz egal,

Ein agiler Heckmotorwagen wie ein Simca 1000 oder ein Fiat 850 war in den 60ern auf Straße und Piste Garant für vielerlei Siege. Während der Franzose im Rallye-Trimm schon ab Werk viele glücklich machte, musste der Fiat Oldtimer jedoch nachträglich angeschärft werden.   

Mit einem Fiat 850 Abarth war man motorsportlich einst gut aufgestellt ©autorild.de

Fürs Fiat-Tuning empfahl sich freilich der Wahl-Turiner Carlo Abarth, der neben optimieren Auspuffanlagen noch ganz andere Eisen im Feuer hatte wie

Natürlich lässt sich in einem Ex-Feuerwehr Ford Transit formidabel nächtigen. Garantiert beulenfrei geht es jedoch mit einem mehr Stehhöhe als ein flacher Transit Kastenwagen versprechenden Ford Wohnmobil wie diesem Pilote R340.   

Auch in den 80ern musste ein Transit Wohnmobil nicht zwangsläufig beige sein ©autorild.de

Mit seiner so funktionalen wie altehrwürdigen Konstruktion mit Frontmotor, Hinterradantrieb und solidem Rahmen begeisterte der Ford Transit ab 1965 die Interessenten an stark belastbaren Nutzfahrzeugen reihenweise. Zwar hatte der kurzhaubige Nachfolger von FK1000, FK1250 und Taunus Transit