2 Türen

Von Kompaktwagen, Importen oder gar Frontantrieb hielt die traditionelle Buick Electra-Kundschaft gar nichts. Sie bevorzugte Luxus – und oft Understatement: Nicht wenige Electra erhielten gegenüber aufschneiderischen Cadillac Calais und de Villes den Vorzug.                  

Die Fender Skirts vor den Hinterrädern kamen beim Electra 1971 ab Werk ©autorild.de

1971 ging das Fullsize-Geschäft bei GM in die letzte große Runde: Alle Divisionen bekamen ihre neuen C-Bodies, gegenüber den Vorgängern letztmalig gewachsen. Stärker belastbare Portmonees öffneten sich nicht für Pontiacs oder Chevies, sondern für die Buick Modelle Le Sabre und Centurion mit dem kurzen 315 cm Radstand. Wer allerdings richtig auf die Pauke hauen wollte,

Der Chrysler 300 war 1970 die kostspieligste Möglichkeit, ein Mopar Cabrio zu fahren – als Softtop gab es weder den höher positionierten Chrysler New Yorker noch die nobleren Imperial Le Baron und Crown.

Geschmeidige, fließende Linien zeichnen den 1969 lancierten Chrysler Fuselage-Body aus ©autorild.de

Mit verdeckten Scheinwerfern flott ausstaffiert, hielten die Chrysler Händler den 300 freilich nicht als piefigen Sedan mit B-Säule bereit. Stattdessen gab es das zwei- und viertürige Hardtop

Als kleiner Flitzer verzauberte der Seat Ibiza etliche Kunden, zeigte er doch erstmals ein hohes Maß an Eigenständigkeit und musste sich so nie des Verdachts erwehren, alte Fiat-Klamotten aufzutragen. Damit sicherte der Ibiza die Marke, machte Seat attraktiv für eine VW-Übernahme.

Zum 1989er Jahrgang hatte der Seat Oldtimer vier statt sieben Grill-Lamellen bekommen ©autorild.de

Jung und verbraucht – bis zum H-Altenteil schaffen es viele Kleinwagen nicht, da Wertschätzung und finanzieller Wert häufig deutlich unter anfallenden Reparatur- und Unterhaltskosten liegen. Und ein flottes Coupé oder ein imageträchtiger Sportwagen ist der Seat Ibiza genauso wenig

Der Absatz des VW Scirocco II sank kontinuierlich, da halfen auch keine neuen Trimmlinien. Diese bescherten dem VW Sportwagen so manche Annehmlichkeit, dem Scirocco GTX etwa eine Vollverspoilerung und für 1989 statt Streifen- Karositzbezüge.   

 Die frühen VW Scirocco GTX bekamen ein etwas anderes Bodykit von Kamei ©autorild.de

Bescheidenheit sagte dem VAG-Marketing nicht so zu, viel lieber wurden dem 1989er VW Scirocco GTX blumige Worte beschieden: „Der erste Eindruck ist entscheidend. Beim Scirocco ist er

Mit dem ersten Renault 5 von 1972 war dem Hersteller mit dem Rhombus enormer Erfolg beschieden. Mit dem im September 1984 vorgestellten und ab Januar 1985 vertriebenen „Supercinq“ ging Renault ebenso glückreich in die zweite Runde. 

Den asymmetrischen Rhombus bekam der Renault Kleinwagen mit dem Facelift im Juni 1987 ©autorild.de 

Wer Supersportler zeichnen kann, schafft auch Superseller: Die ans Renault 5-Urmodell angeglichene Form von sensationeller Sachlichkeit hatte Großmeister Marcello Gandini zu Papier gebracht,

Mit der Sportlichkeit war es längst Essig, doch ließ es der Mercury Cougar XR-7 1978 garantiert nicht gediegenem Chic mangeln. Das musste er auch, denn in Ermangelung jeglicher Muskeln konnte das Personal Luxury Coupe selbige auch nicht spielen lassen. 

Seit 1977 basierte der Mercury Cougar wie auch der neue Thunderbird auf dem Ford LTD II ©autorild.de 

1977 hatte sich für den Mercury Cougar einiges getan: Zusätzlich zum XR-7 Coupé gab es

Der für 1966 runderneuerte Ford Fairlane ähnelte mit seinen übereinander liegenden Doppelscheinwerfern bemerkenswert dem Pontiac LeMans. Das galt gleichermaßen für den flott aufgemachten Fairlane GT und den rivalisierenden GTO der Indianermarke. Auch im Folgejahr!   

Flotte Stahlsporträder standen Muscle Card wie dem Ford Fairlane GTA gut zu Gesicht  ©autorild.de 

Bei den Muscle Cars war der Trendsetter Pontiac GTO auch 1967 noch einsame Spitze – doch sollten alsbald Chevelle SS und Plymouth Road Runner an seinem Thron sägen. Ford brachte derweil lieber

Wenn der 307er zu popelig, der 327er und auch der 396er nicht adäquat erschienen, war es Zeit für den Chevrolet Caprice 427. Mehr ging bei Chevrolet 1968 nicht – ein Ford LTD 428 ließ sich so abschütteln, ein Plymouth Fury VIP 440 nicht unbedingt.   

Dank 385 hp war das Chevrolet Coupé trotz 1,9 Tonnen Gewicht recht behände ©autorild.de 

Power-Fullsize mit Bowtie? Na klar, der Impala SS! Doch war der Impala

1968 debütierte die zweite Pontiac GTO-Generation und erwies sich trotz der erstarkten Konkurrenz als Topseller. Auch im Folgejahr war der Absatz mit 72.278 GTO mehr als zufriedenstellend, auch wenn Chevelle SS und Road Runner den Trendsetter abhängten.   

Verdeckte Scheinwerfer adelten Pontiac GTO wie zuvor gegen Aufpreis ©autorild.de

Die Broschüre zum Pontiac Oldtimer gab sich ungeachtet dessen sehr selbstbewusst: „Es gibt Anführer. Es gibt Anhänger. Und The Great One – der Pontiac GTO – ist immer noch Hauptakteur. Ganz egal,

Ein agiler Heckmotorwagen wie ein Simca 1000 oder ein Fiat 850 war in den 60ern auf Straße und Piste Garant für vielerlei Siege. Während der Franzose im Rallye-Trimm schon ab Werk viele glücklich machte, musste der Fiat Oldtimer jedoch nachträglich angeschärft werden.   

Mit einem Fiat 850 Abarth war man motorsportlich einst gut aufgestellt ©autorild.de

Fürs Fiat-Tuning empfahl sich freilich der Wahl-Turiner Carlo Abarth, der neben optimieren Auspuffanlagen noch ganz andere Eisen im Feuer hatte wie

Natürlich lässt sich in einem Ex-Feuerwehr Ford Transit formidabel nächtigen. Garantiert beulenfrei geht es jedoch mit einem mehr Stehhöhe als ein flacher Transit Kastenwagen versprechenden Ford Wohnmobil wie diesem Pilote R340.   

Auch in den 80ern musste ein Transit Wohnmobil nicht zwangsläufig beige sein ©autorild.de

Mit seiner so funktionalen wie altehrwürdigen Konstruktion mit Frontmotor, Hinterradantrieb und solidem Rahmen begeisterte der Ford Transit ab 1965 die Interessenten an stark belastbaren Nutzfahrzeugen reihenweise. Zwar hatte der kurzhaubige Nachfolger von FK1000, FK1250 und Taunus Transit

Pimp my Pappe: Was sich am Trabant 601 so alles austauschen ließ, wurde bei nicht wenigen dieser legendären DDR-Autos auch ausgewechselt. Sei es, dass gerade keine Originalteile aufzutreiben waren, sei es, dass modernerer Ersatz gezielt für eine frischere Erscheinung Einzug hielt.     

Die sachliche Frontpartie war schon zu Kindertagen vom Trabant Oldtimer ein Klassiker ©autorild.de

Modern war der Trabant 601 nie: Seine Technik größtenteils vom Vorgänger übernommen, sein Design 1964 keineswegs der letzte Schrei. Andererseits war

Dass der VW Derby auf dem Heimatmarkt zunehmend ungefragt und Zielscheibe diversen Spotts war, ist eine Sache. Dass j Polo-Limousine – zwar nicht mehr als Derby – auf neustem Stand immer noch vom Band läuft, wird indes gern unterschlagen

Der Chromtrimm des Vorgängers war in der zweiten VW Derby-Generation Geschichte ©autorild.de

Mit Stufenheck-Modellen hatte es die Volkswagen-Kundschaft nach Einführung des Golf nicht mehr so. Denn nachdem im Jahr 1984 nur noch 5.044 Exemplare des Derby einen Käufer fanden,

Das Nissan Sunny Coupé traf in Europa auf etablierte Konkurrenten wie den VW Scirocco wie auch auf Newcomer vom Schlage eines Hyundai S-Coupé. Die Marktbedingungen für Volkssportler waren günstig, und das Sunny Coupé schlug sich recht wacker. 

Der Nissan Sunny Sportwagen war gut für 175 km/h Spitze ©autorild.de

Nachdem Nissan Datsun als Markenname der Pkw des Mischkonzerns 1986 weltweit abgelöst hatte, dachten die Japaner gar nicht daran, derlei Verwirrungen abzustellen. Denn da ging noch viel mehr:

Ja, womöglich verkörperte der VW Jetta 2 nicht das Optimum an Prestige und Chic – na und? Darunter litten seine deutschen Rivalen Opel Kadett E und Ford Orion auf Heimatmarkt gleichermaßen, doch beispielsweise in Südeuropa und in den USA kam der Jetta bestens an. 

Der Jetta 2 trug im Gegensatz zum Golf 2 stets eckige Scheinwerfer ©autorild.de

Hierzulande war der VW Jetta sofort als melissengeistbefeuerter Rentnertraum verrufen – wer sich für modern hielt,