2 Türen

Gut zwei Wochen vor dem Ford Mustang eingeführt, lieferte der Plymouth Barracuda die Initialzündung fürs aufstrebende Pony Car-Segment. Das Volkssportwagen-Urgestein hatte Höhen und Tiefen erlebt, doch langsam hing der Barracuda im Tal fest. 

Kaum noch absetzbar: 1974 unterlag der Plymouth Oldtimer selbst dem AMC Javelin ©autorild.de

Keineswegs zum Besten stand es um den Plymouth Barracuda 1974: In seinem finalen Jahrgang

Der Subaru SVX war das erste Modell der Allrad-Marke im extravaganten Design eines futuristischen Gran Turismo. Vor allem aber verkörperte der im Juli 1991 in Produktion gegangene SVX, eine revolutionäre Hightech-Fahrmaschine in allerbester Tradition des abgelösten Subaru XT.   

Schon als Concept Car auf der Tokio Motor Show 1989 sorgte der Subaru SVX für staunende Gesichter und zugleich Begeisterung,

1991 bekam der Pontiac Trans Am GTA wie alle übrigen Firebird-Versionen ein umfassendes Facelift. Glücklich war, wer einen abgriff: Mit der vierten Generation vom F-Body ab 1993 kam das Aus für potente Topmodell vom Pontiac-Sportwagen.   

Ab Werk trug der Pontiac Trans Am GTA feiste, goldene Kreuzspeichen-Alus ©autorild.de 

Der Pontiac Trans Am GTA war als sportlich-luxuriöse Topversion der Firebird-Familie nur von 1987 bis 1992 lieferbar. Der Gran Turismo Americano zeigte nicht nur,

Ein Erfolg war der Mercedes 300 SL vielleicht nicht aus Sicht der Buchhaltung, sondern aus der Marketing-Warte: Welches Modell hatte Image und Bekanntheit des Stuttgarter Sterns in der Nachkriegszeit so gut getan wie der 300 SL Flügeltürer? 

Der Mercedes Flügeltürer brachte den Hype der Silberpfeile auf die Straße ©autorild.de 

In der Saison 1952 war der Rennsportwagen W 194, der schon auf „300 SL“ hörte, unerwartet erfolgreich gewesen. Der hatte einen leichten Gitterrohrrahmen mit hohem Einstiegsbereich und erhielt daher notgedrungen Flügeltüren. Und weil der wichtige US-Markt einen schnellen Mercedes Sportwagen verlangte

Mit dem eigenständigen Toyota Supra, den mit dem Celica nichts mehr verband, kam nicht nur Leben in die Bude. Der bis dato eher konservative Hersteller drehte geradezu durch: Nie zuvor hatte es auch nur einen ansatzweise so potenten Toyota Sportwagen gegeben. 

1991 bekam der Supra Turbo das pummelige Toyota-T als Frontemblem ©autorild.de

Klar, der Toyota 2000 GT war 1967 ein echter Hingucker, aber zu keiner Zeit als kraftstrotzende Dampframme bekannt. Obendrein war er mit allerhand Zierrat recht verschnörkelt geraten. Jegliche Schwülstigkeit fehlte dem Supra A70,

Der Fiat 126 ist der erste in einer langen Ahnenreihe legitimer Nachfolger des legendären Fiat Nuova 500. Dessen bewährtes Konzept kombinierte der kleine Fiat Oldtimer 1972 mit einer modern-kantigen Karosserie. Damit war dem 126 ein unerwartet langes Leben beschieden.   

Der Front-Kofferraum vom 126 Bambino hat rund 100 l Volumen ©autorild.de 

Als Ablösung seines älteren Bruders Nuova 500 hatte der Fiat 126, wie in Familien so üblich, erst einmal dessen abgelegte Klamotten aufzutragen,

Der Autobianchi A112 avancierte mit 1.254.178 Einheiten zum bei Weitem erfolgreichsten Modell der Marke und erreichte eine Produktionsdauer von 17 Jahren. Der A112 darf sich rühmen, im Lande des Stiefels wesentlicher Wegbereiter des modernen Kleinwagens gewesen zu sein. 

Der Autobianchi Kleinwagen wirkt frisch wie aus dem Ei gepellt ©autorild.de 

Ab 1967 war das 1955 gegründete Unternehmern Autobianchi eine vollständige Tochter von Fiat. Fiat nutzte die Marke Autobianchi,

Gegenüber dem neuen Foxbody-Mustang wirkte der Pontiac Trans Am 1979 wie Riese. Neu war das wuchtige Gesicht der Firebird-Topversion, altbekannt wiederum seine Hubraum-Riesen im Vorderwagen. Die verabschiedeten sich aber rasch aus dem Trans Am.

1979 erzielte der Pontiac Firebird Trans Am mit 116.535 Einheiten seinen Alltime-Rekord 

Etliche, zum Teil tiefgreifende Änderungen und Einschnitte musste der Pontiac Firebird 1979 allerdings hinnehmen – und die neue Frontpartie gehörte zu den geringsten davon. Klar,

Auf dem Citroën AX lastete schwerer Druck: Er musste die populären Citroën Visa sowie und LN ablösen und damit die Lücke zwischen dem kompakten Citroën BX und dem veralteten Citroën 2CV schließen. Doch der AX brillierte und wurde zum großen Erfolg. 

Der gut gemachte Citroën Kleinwagen überzeugte fast 2,5 Mio. Käufer ©autorild.de

Ganz oben im Lastenheft des Citroën AX standen ein geräumiger Innenraum und konsequenter Leichtbau. Zudem half Designer Designer Nuccio Bertone mit,

Der Ferrari 412 war letzter einer langen Ahnenreihe, als deren Urvater der 365 GT4 2+2 fungierte. Während die V12-Motoren immer wieder kräftig modernisiert wurden, so waren die optischen Änderungen am eleganten Ferrari Coupé eher dezenter Natur.   

Die gestreckte, nüchterne Optik bescherte dem Ferrari Oldtimer ein langes Leben ©autorild.de 

Tatsächlich verlangte die sachlich-schlichte Threebox-Karosserie des Ferrari 412, die Pininfarina-Mann Paolo Martin gezeichnet hatte, zeitlebens

Mit der Erfolglosigkeit des Vorgängers brach der Dodge Charger 1968 sondergleichen: Der Absatz wuchs um über 400 Prozent auf 91.684 Einheiten im Debütjahr der zweiten Charger-Generation. Den Ikonen-Status bekam das markant-aggressive Dodge Coupé frei Haus. 

74.019 Kunden orderten den Dodge Oldtimer mit 318- oder 383-ci-V8 ©autorild.de

Natürlich ist der Dodge Charger ein Muscle Car erster Güte und an der Ampel immer erster! Mitnichten. Denn anders als etwa in Plymouth GTX oder Pontiac GTO

Mit dem Maserati Bora pfiff 1971 nach den höchst ansehnlichen, aber konstruktiv eher biederen Modellen wie dem Ghibli endlich frischer Wind. Die neue Mittelmotor-Architektur markierte den Beginn einer neuen Phase für die Marke aus Modena. 

Exakt 50 Jahre sind seit dem 11. März 1971 vergangen, als der Genfer Autosalon den Hintergrund für das Debüt des Maserati Bora bildete. Anlässlich des Trends,

Im 1983er Jahrgang befand sich die 1977 lancierte fünfte Generation vom Cadillac Coupe de Ville kurz vor dem Modellwechsel auf die erste Fronttriebler-Baureihe. Doch auch innerhalb dieses nach wie vor traditionell konstruierten US-Luxusautos hatte es genügend Auffrischungen gegeben.   

Doppelte Zierstreifen auf der Gürtellinie betonen die klassische Eleganz vom Cadillac Oldtimer ©autorild.de

Nach dem großen Aerodynamik-Facelift 1980 fielen die Optik-Upgrades 1983 erheblich dezenter aus – während der Kühlergrill vom Vorjahr übernommen wurde,

Mit den für 1967 neuen Chevrolet-Pickup-Modellen war es noch angenehmer einen Truck der C/K-Serie zu fahren: Die Bowtie-Boys hielten daran fest, auch bei auch den wohlklingend „Action Line“ benannten Nutzfahrzeugen den Fahrkomfort auf Pkw-Niveau zu bringen. 

Der 1967er Chevrolet C20 Fleetside mit Acht-Fuß-Bett wurde 50.413 mal geordert ©autorild.de 

Die komplett neuen Chevy Pickup-Trucks mit geradezu unerhört sachlich-modernem Look kamen wie gehabt als Halb-, Dreiviertel- und Eintonner. Die rundum spiralgefederten Hecktriebler

Obwohl der Cadillac Eldorado 1973 sein 20-jähriges Jubiläum feierte, verlief das ohne jegliche Festivitäten oder Sondermodelle. Immerhin bekam das exaltierte Flaggschiff der Cadillac-Modelle eine umfassende Modellpflege – aber nicht aus freien Stücken. 

Ein Cadillac Eldorado Coupe in Dynasty Red mit weißem Vinyldach ziert auch den Prospekt ©autorild.de 

Das zwei Jahre zuvor eingeführte grundlegende Design des Cadillac Eldorado hatte Bestand, die staatlich allseits verordneten Sonderwünsche waren indes neu: Die neue energieabsorbierende Frontstoßstange und der Kühlergrill wurden daher so konstruiert, dass sie bei Zusammenstößen von bis zu 8 km/h einfuhren, um keinen Schaden zu nehmen. Die imitierten Chrom-Lufteinlässe an den Flanken – genau genommen Fifties-Retrolook – machten wiederum aus ästhetischen Gründen einer Zierleiste Platz, die nun in voller Länge ungestört vom Vorderrad zur hinteren Seitenmarkierungsleuchte verlaufen konnte. Dies bescherte dem Eldorado einen längeren und schlankeren Auftritt, eine große Verbesserung in den Augen vieler. Vorliegendem Cadillac Oldtimer fehlt sie allerdings, ebenso ein Stück Schwellerleiste und die Blende hinterm Frontstoßfänger.

Das mondäne Cadillac Coupe begeisterte 42.136 Kunden, das Cabrio weitere 9.315 ©autorild.de

Gelungene Updates für den Cadillac Oldtimer

Die größten Änderungen im Eldorado-Design betrafen das Heck, an dem Stoßstange, Rücklichter,  Kotflügelenden und Heckdeckel erneuert wurden. Dessen bis dato vorstehendes Mittelteil wich einem konventionellerem, biedererem Layout. Der im Folgejahr ebenfalls energieabsorbierend ausgelegte Heckstoßfänger kam am Cadillac Eldorado 1973 neuerdings gerade mit vorspringenden Endabschnitten unter den Rücklichtern. Ein Gummiaufprallstreifen lief über die gesamte Breite und enthielt an jedem Ende rote Reflektoren. Die kathedralenförmigen Rücklichter wurden in die Kotflügel integriert und waren nicht mehr Teil der hinteren Stoßstange. Der Gesamteffekt war dramatisch, 51.451 Eldorado Coupés und Cabrios markierten einen neuen Verkaufsrekord – auch der Cadillac-Gesamtabsatz von 304.839 Einheiten war ein neuer Bestwert.

Nur keine Scheu: Die Caddy Frontstoßstange vertrug leichte Rempler neuerdings schadlos ©autorild.de

Beim Cadillac V8 ging Laufkultur vor Leistung

Hinter dem grobmaschigen Grilleinsatz rumorte im Cadillac Oldtimer ein mit 8,5:1 niedrig verdichteter und von einem Quadrajet Vierfach-Vergaser gekrönter 500-ci-Big-Block-V8, der aus 8,2 Liter Hubraum 235 echte PS und 556 Nm holte. Das langte, um den 2.310 kg schweren Fronttriebler in 10,7 Sekunden von 0 auf 100 und weiter auf 195 km/h zu beschleunigen. Bei derlei Exzessen bummelte sich auch die Füllstandsanzeige des 102-Liter-Tanks nicht… Immerhin trug das bei 321 cm Radstand 564 cm lange, 203 cm breite und 138 cm hohe Luxusauto vorn Scheibenbremsen. Wer sicherere Verzögerung wünschte, konnte für $ 211 das Track Master-System ordern, eine Art frühes ABS. Ob das in unserem Cadillac Eldorado-Fotomodell steckt, ist unbekannt – dafür hat der Erstbesitzer sein Personal Luxury Coupe mit allerhand anderen Extras bestückt.

Gegen den Continental Mk IV scheiterte Cadillac, lag aber im Gesamtumsatz weit vor Lincoln ©autorild.de

Extras satt am Eldorado Coupé

Neu war im Eldorado 1973 die serienmäßigen Houndstooth-Stoffsitzbezüge, die hier indes rotem Sierra-Leder zu $ 184 wichen; zudem durfte es der 40:60 geteilte Dual Comfort-Vordersitz zu $ 103 sein. In Punkto Klimatisierung ging es noch pompöser zu, das das gepolsterte Vinyldach zu $ 161 erfordernde Schiebedach ließ zu weiteren $ 626 Licht und Luft herein. Die leicht getönten Scheiben zu 59 $ und sehr wahrscheinlich auch die Klimaautomatik zu $ 537 waren da deutlich gefragtere Optionen für das noble Cadillac Coupé; ebenso steigerte hier eines der AM-FM-Radios zu minimal $ 162 den bei $ 7.360 startenden Eldorado-Preis. Während der innenverstellbare Spiegel rechts zu $ 26 eine reguläre Option darstellte, fanden Standartenhalter und Doppelrohrauspuff in Eigenregie an das Fahrzeug. Auch ein Flaggschiff ließ sich nun mal individualisieren...

Die glatten Flanken vom Cadillac Oldtimer sorgten einst für klingelnde Kassen ©autorild.de

Der Cadillac Eldorado war ein Investment

„Selbst für diejenigen, die Cadillac-Führung und -Qualität seit langem akzeptiert haben, stechen diese neuen Autos hervor. Wenn überhaupt, machen sie die besondere Welt von Cadillac noch spezieller“, begann die Produktbroschüre und führte fort, dass ebenjene vergleichsweise hohe Verarbeitungsqualität auch wesentlicher Grund für den unerreichten Wiederverkaufswert sei. Nicht gerade irrelevant in Zeiten, da noch nicht alles und jedes geleast wurde. Und dieses Wissen, eine wertstabile Investition getätigt zu haben, war garantiert dem Hochgefühl förderlich, das sich beim dank automatischer Niveauregulierung stets waagerechten Gleiten über die Main Streets und Highways im Eldorado einstellte. 

Rotes Siena-Leder kam im Personal Luxury Coupé aufpreispflichtig ©autorild.de

Die runde Seitenmarkierungsleuchte von 1968 bis 1970 bekam der Eldorado 1973 wieder ©autorild.de