Von Optik und Image her residierte der Opel Kadett E Frisco tatsächlich direkt unterm GSi. Wichtigster Unterschied war, dass es der vierrädrige Franziskus auch mit nicht ganz so starken Motoren zur Verfügung stand. 

Die Kamei-Frontschürze spendierte Opel dem Frisco serienmäßig ©autorild.de

Offizielle Opel Sondermodelle, also solche, die ab Werk und nicht auf Initiative eines Händler zustande kamen, gab es beim Kadett E etliche. Ab August 1990 war die Ausführung Frisco erhältlich,

die in Kombination mit den Fließheck- und Stufenheck-Versionen vom Opel Kompaktwagen geordert werden konnte, nicht aber als Caravan oder Cabrio. Wem der Unilack in Casablancaweiß nicht zusagte, bekam gegen Aufpreis die Metalliclacke Mistralgrau, Nova-Schwarz und Bordeauxrot sowie den Brillantlack Magmarot. Bis zum Produktionsschluss der geschlossenen Modelle im August 1991 und dem daraus resultierenden Ende des Offizieranwärtertums stand der Opel Kadett E Frisco zusammen mit den weiteren Sondereditionen Champion, Beauty und dem Club Special im Angebot. 

Der Opel Kadett E Frisco debütierte im August 1990 ©autorild.de

Die Ausstattung kam am Opel Youngtimer nicht zu kurz

Obschon als Grundlage die LS-Basisausstattung herhielt, löste der Opel Kadett E Frisco die reguläre GT-Version ab und übernahm auch deren Merkmale. Die bescherte dem Sondermodell 14-zöllige Stahlsportfelgen, rote Schutzleistenzierstreifen, Kamei Front- und Heckschürze, Heckspoiler sowie Außenspiegelkappen in Wagenfarbe lackiert. Zu diesen optischen Annehmlichkeiten kamen am Opel Youngtimer das Fünfgang-Sportgetriebe, Drehzahlmesser, LS-Funktionspaket ABS, Colorverglasung und das Radio SC 202 (B) serienmäßig hinzu. Zusätzlich genossen die Passagiere vom Kadett Frisco vorn Sportsitze und im Fond eine asymmetrisch geteilte Rückbank. Stimmig zu mit roten Streifen aufgelockerten Viva-Sitzbezügen in 938 Anthrazit fällt die Innenverkleidung in Schwarz aus.

Diese Frontmaske erhielt der Kadett E beim Facelift im Februar 1989 ©autorild.de

Der Opel Kadett E Frisco lahmte keineswegs

Derart umfangreich ausgerüstet, stand der Opel Youngtimer zu mindestens 23.830 DM in der Liste. Gegenüber vergleichbar ausgestatteten Kadett LS oder GT lockte der Frisco aber mit einem Preisvorteil von rund 2.500 DM, was dazuführte, dass so manches der 3.779.289 gebauten E-Exemplare entsprechend geordert wurde. Antriebsseitig hielten die Opel Händler den Kadett Frisco mit dem 1.6i, mit dem 1.8i und in der Stufenheck-Version auch mit dem 2.0i-Motor bereit. Unser Fotomodell befeuert der 9,2:1 verdichtete C16NZ-Vierzylinder mit Multec-Einspritzung, der 55 kW/75 PS bei 5.200 Umdrehungen und 124 Nm bei 3.400 Touren mobilisiert. Das langte, um den Opel Kadett E Frisco in 13 Sekunden von 0 auf 100 km/h und weiter auf Tempo 170 zu beschleunigen. 

Als 1.6i leistete der Opel Kompaktwagen anständige 75 PS ©autorild.de

Dem Opel Kompaktwagen fehlt’s an Pflege

Vorliegender Kadett E Frisco leidet nicht Verbastelung, sondern vielmehr den Wunden des Lebens auf der Straße: Fette Delle im Seitenteil, Spiegel samt Gehäuse rechts im Sack, Rost am Kotflügel – anders als in beheizen Garagen betüterte Liebhaber-Fahrzeuge. Wünschen wir dem Eigner, dass er seine bei 252 cm Radstand 400 cm lange, 166 cm breite und 141 cm hohe Opel Sonderedition noch bis zum Erhalt der H-Ehren erhalten kann. So viele der letzten Kadetten gibt's ja nun auch nicht mehr...

Die Flanke vom Opel Youngtimer zeigt so manche Kampfspur ©autorild.de

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